BMW i7 (2026): Vorstellung mit Neue-Klasse-Technik am 22. April
Das Facelift erhält zylindrische 4695-Zellen für mehr Reichweite und Ladetempo sowie das Panoramic-Vision-Display.
Der BMW i7 erhält 2026 deutliche technische Änderungen und eine neue Optik. Die im November 2022 zusammen mit dem 7er gestartete Oberklasse-Limousine wird dabei optisch und technisch an die Neue-Klasse-Modelle iX3 und i3 herangeführt. Vorgestellt wird der Wagen am 22. April auf der Auto China in Peking, wie BMW nun offiziell schreibt.
Bis Ende 2027 sollen die Technologien der Neuen Klasse in 40 neue Modelle und Modellupdates integriert werden. Das Facelift des BMW i7 ist offenbar eines der betroffenen Updates.
Neue Batterie mit zylindrischen Zellen, aber Modulbauweise
Dazu gehört, dass ein Gen6-Akku in den i7 Einzug hält, so BMW. Das bringt mehr Reichweite und eine höhere Ladegeschwindigkeit. Bisher besitzt der Wagen einen 102-kWh-Akku, der bis zu 624 km WLTP-Reichweite und eine Ladeleistung von bis zu 195 kW erlaubt. Damit dauert der Standard-Ladevorgang (10–80 %) 34 Minuten. Sowohl die Ladeleistung als auch die Ladedauer sollen sich bei der neuen Variante verbessern. Ob das bedeutet, dass der Wagen auf 800 Volt umgestellt wird, müssen wir abwarten. 200 kW stellt bei einem 400-Volt-System eigentlich die Obergrenze dar, weil der CCS2-Anschluss auf 500 Ampere beschränkt ist.
Wie bei iX3 und i3 besteht die Batterie nicht mehr aus prismatischen Batteriezellen, sondern aus zylindrischen Zellen mit dem Formfaktor 4695 (46 mm Durchmesser und 95 mm Höhe). Während bei den Neue-Klasse-Fahrzeugen die Zellen direkt zum Akku zusammengestellt werden (Cell-to-Pack-Technologie), nutzt der i7 nach wie vor die von den Gen5-Fahrzeugen bekannte, traditionelle Modulbauweise.
Bei der Entwicklung der Batterie arbeitete BMW mit Rimac zusammen. Die Firma ist nicht nur der Hersteller des Nevera, sondern auch ein auf Batterien, E-Achsen sowie Elektronik spezialisierter Zulieferer. Der Hochvoltspeicher wird auch bei Rimac in Kroatien hergestellt und zum i7-Produktionswerk in Dingolfing angeliefert, so BMW.
Offen bleibt bislang, ob der i7 auch den neuen Gen6-Antriebsstrang mit einem Asynchronmotor an der Sekundärachse erhält. Bisher werden im i7 ein 335 kW starker Heckantrieb sowie zwei Allradantriebe mit 400 bzw. 485 kW angeboten.
Panoramic-Vision-Display
Im September 2025 berichtete die Automobilwoche, dass der umfassend verbesserte i7 auch das Panoramic iDrive erhält, also das Bediensystem mit dem Panoramic-Vision-Display. Christoph Grote, der Leiter der "Digital Car"-Abteilung bei BMW, sagte damals, der Wagen erhalte wie die erwähnten 40 Modelle die neue Elektronikgeneration.
Das Cockpit des BMW iX3: Zum Anzeigesystem Panoramic iDrive gehört vor allem das Panoramic-Vision-Display am unteren Rand der Frontscheibe.
Neue Außenoptik
Auch die Optik der 40 "Bestandsmodelle" soll sich an die Neue Klasse annähern, erklärte der Neue-Klasse-Leiter Mike Reichelt gegenüber der Automobilwoche. Die entsprechenden Facelifts sollen deutlich umfangreicher ausfallen als sonst.
Bildergalerie: BMW i7 Facelift (2026) als Erlkönig
Die Fotografen von Automedia haben den Wagen schon im August 2025 als Erlkönig fotografiert. Allerdings ist die Oberklasselimousine darauf so stark getarnt, dass man kaum etwas erkennen kann. Da der Grill stark verkleidet ist, kann man vermuten, dass hier eine deutliche Änderung zu erwarten ist. Demnach könnte BMW von der riesigen Doppelniere des aktuellen i7 abrücken.
BMW i7 Facelift (2026) als Erlkönig
BMW i7 (2022)
Bild von: BMW
Die neue Lichtsignatur und die vertikale, schlanke Niere werden vom iX3 übernommen, vermutet die Automobilwoche. Für uns sieht es eher so aus, als bekäme der modifizierte i7 die breite Frontblende des i3:
Unter dem Strich
800-Volt-Technik, neue Antriebe, neue Siliciumcarbid-Inverter, eine komplett neue Batterie und das neue Panoramic-Vision-Display: BMW hat die Neue Klasse mit Innovationen vollgestopft. Die Technik soll zumindest teilweise auch den Modellen zugutekommen, die demnächst ein Update erhalten. Das gilt auch für den BMW i7. Denn der Wagen droht sonst gegenüber Rivalen wie dem Mercedes EQS zurückzufallen, der bald 800-Volt-Technik erhalten soll, oder dem Audi A6 e-tron, der zwar eine Klasse tiefer antritt, aber ebenfalls schon 800 Volt hat.
Quelle: BMW (Akku), Automobilwoche (Paywall), Automedia (Erlkönigbilder)
Auch interessant
BMW i7 (2026) schafft mit neuem 112,5-kWh-Akku bis zu 728 km
MAN eTGM: Neuer elektrischer 16-Tonnen-Lkw vorgestellt
BMW testet i7 mit Feststoff-Batteriezellen von Solid Power
Mercedes-AMG GT 4-Türer EQ: Premiere am 20. Mai deutscher Zeit
BMW i7 M70 xDrive (2023) im Test: Starkes Schwergewicht
Peugeot Concept 6 und 8: E-Autos mit Dongfeng-Technik geplant
BMW i7 (2023) wird erstes vollelektrisches Sonderschutzfahrzeug