BYD verkauft in Deutschland inzwischen so viele Autos wie Tesla
Allerdings waren 49 Prozent davon PHEVs. Und das Absatzziel von 50.000 Stück fürs Gesamtjahr liegt in weiter Ferne.
50.000 Neuzulassungen in Deutschland: Das ist das Ziel, das sich BYD für 2025 Anfang des Jahres gesetzt hatte, wie BusinessInsider damals berichtete. Diese Zahl dürfte kaum zu erreichen sein. Denn laut offizieller Statistik des Kraftfahrtbundesamts wurden bis Ende Oktober nur etwa 15.000 BYD-Fahrzeuge zugelassen.
Doch ist BYD in diesem Jahr deutlich erfolgreicher als zuvor. Denn 2024 wurden nur 2.891 Fahrzeuge abgesetzt, 2023 waren es 4139 Stück. Und: Mit 15.000 Stück setzt die Marke inzwischen etwa so viele Autos ab wie Tesla: Elon Musks Firma verkaufte von Januar bis Oktober 15.595 Fahrzeuge, BYD lag bei 15.171 Stück.
Allerdings machen Plug-in-Hybride (PHEVs) inzwischen fast die Hälfte des BYD-Absatzes aus: 7.400 Neuzulassungen entfielen auf aufladbare Hybride, Elektroautos (BEVs) machen die restlichen 7.770 Fahrzeuge aus. Die Marke Leapmotor, mit der es kürzlich Zoff wegen der Absatzzahlen gab, verkaufte im betrachteten Zeitraum nur 5.383 Autos, davon 4.619 reine Elektroautos. BYD hat das Newcomer-Fabrikat also deutlich überholt, und zwar auch bei reinen E-Autos.
In Deutschland startete BYD im Oktober 2022, der erste Showroom wurde Anfang 2023 eröffnet. Zunächst wurden nur reine Elektroautos angeboten, Plug-in-Hybride kamen erst im Sommer 2024 hinzu. Reine Verbrenner oder normale Hybride bietet BYD nicht an. Wie unser Diagramm oben zeigt, nahmen die PHEVs vor allem seit August 2025 stark zu.
Der Erfolg ist wohl auch der verbesserten Händlernetz zu verdanken. Im März 2025 gab es laut Wikipedia deutschlandweit erst 29 BYD-Vertriebsstandorte. Inzwischen sind es über 80, wie der BYD-Website zu den Händlern zu entnehmen ist. Damit wurde das Ziel für 2025 von 120 Händlern zumindest zu zwei Dritteln erreicht.
Das meistverkaufte Modell von BYD ist der Seal U, ein Mittelklasse-SUV, das es als BEV und PHEV gibt.
BYD bietet derzeit acht reine Elektromodelle, aber nur zwei Plug-in-Hybride an. Am besten hat sich im bisherigen Jahresverlauf der Seal U verkauft, den es sowohl als BEV wie als PHEV gibt. Insgesamt verkaufte BYD davon 6.684 Stück, darunter waren nur 791 BEVs. Mit rund 3.000 Verkäufen das zweitbeliebteste Modell war die Limousine Seal, von der etwa gleich viele BEVs und PHEVs an den Mann oder an die Frau gebracht wurden.
Nur als Elektroauto gibt es die Nummer drei in der Absatzstatistik, das Einstiegsmodell Dolphin Surf; davon wurden etwa 1.600 Exemplare verkauft. Es folgt der Sealion 7 mit etwa 1.100 Stück. Von den übrigen Modellen, Atto 2, Atto 3, Dolphin und Tang verkaufte BYD etwa 2.700 Stück.
Unter dem Strich
Weltweit ist BYD ein Riese, der Konzern wird dieses Jahr wohl erstmals mehr reine Elektroautos verkaufen als der bisherige Champion Tesla. In Deutschland war die Marke noch 2024 ein Zwerg, doch inzwischen mausert sie sich: Bis Oktober verkaufte BYD fast so viele Autos wie Tesla. Allerdings entfällt davon fast die Hälfte auf Plug-in-Hybride. Klar: Auf reine Elektroautos aus China erhebt die EU teils hohe Einfuhrzölle, auf PHEVs fallen die Abgaben deutlich moderater aus.
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