Keilförmiger Elektro-Crossover der neuen Marke Ceer als Erlkönig
Der saudisch-taiwanesische Prototyp verblüfft mit extrem keilartiger Form und Flügeltüren.
Extrem keilartig und seltsam wirkt der neue Erlkönig auf den Bildern, die uns Automedia nun zugeschickt hat. Nach den Angaben unserer Fotografen soll es sich um ein Elektromodell der saudi-arabischen Marke Ceer handeln. Die Aufnahmen entstanden auf einem Testgelände in Europa.
Die bislang fast unbekannte Marke wurde 2022 gegründet. Es handelt sich um ein Joint Venture zwischen dem saudischen Investitionsfonds (Public Investment Fund, PIF) und Foxconn, dem taiwanesischen Hersteller der iPhones von Apple. Nach der damaligen Pressemitteilung sollte die Plattform von Foxconn kommen, aber auch Teile von BMW sollten integriert werden.
Im Juni 2024 meldete Ceer, dass Hyundai elektrische Antriebssysteme (EDS) im Wert von 2,2 Milliarden Dollar liefern sollte, doch Ende November hieß es dann, dass Rimac Antriebe an das Joint Venture liefert. Ob dieser scheinbare verschiedene Sachstände widerspiegelt oder ob es tatsächlich zwei Lieferanten gibt, bleibt unklar. Jedenfalls kommt das Geld offenbar vom PIF. Auf den Markt sollte das Auto 2025 kommen, hieß es 2022, man hat sich also etwas verspätet. Als Absatzmärkte wurde 2022 die MENA-Region genannt, also der Nahe Osten und Nordafrika.
Aber zurück zu den Erlkönigbildern. Sie zeigen offenbar das erste Modell der Marke Ceer. Auf den ersten Blick fällt die extreme Keilform des Wagens auf. Die riesige Frontscheibe mit einem einzigen Scheibenwischer liegt sehr flach; zwischen ihr und dem kurzen Vorderwagen gibt es einen Sprung, der aerodynamisch ziemlich ungünstig sein dürfte – aber vielleicht täuscht hier ein Tarnelement auf der Fronthaube.
Die Dachlinie spannt sich bogenartig über das Fahrzeug. Am Heck fällt sie steil ab. Auch hier könnte ein "Tarn-Rucksack" im Spiel sein, obwohl die Kamera an der Abrisskante dagegen spricht. Diese sorgt offenbar für die Sicht nach hinten – ein Heckfenster würde wohl so flach liegen, dass man dadurch nichts erkennen könnte. Dazu kommen kamerabasierte Außenspiegel und Seitenfenster, die fast wie Schießscharten wirken.
Ein Foto zeigt den Wagen mit geöffneter Flügeltür. Die teure Technik lässt darauf schließen, dass der Neuling in einem hohen Fahrzeugsegment antreten wird. Fondtüren hat der Wagen offenbar nicht:
Der Elektro-Crossover von Ceer bekommt offenbar Flügeltüren
Zur Technik ist noch nichts bekannt. Unsere Erlkönig-Lieferanten schreiben, dass der Wagen wohl einen Allradantrieb bekommt und alles andere als günstig sein wird. Eine spätere Einführung in Europa sei nicht ausgeschlossen.
Bildergalerie: Elektro-Crossover von Ceer als Erlkönig
Unter dem Strich
Nicht nur Öl, sondern auch moderne Technik: Mit seinem Investitionsfonds PIF beabsichtigt der saudische König eine Diversifizierung. So investiert der PIF immer mal wieder erhebliche Kapitalmengen in den defizitären US-Hersteller Lucid. Mit der Marke Ceer möchte man offenbar ein weiteres Elektroauto-Standbein wachsen lassen. Wir sind gespannt auf die Vorstellung der Serienversion. Angeblich soll sie im Jahr 2026 stattfinden.
Quelle: Automedia (per E-Mail), Foxconn (2022), Ceer (Rimac), Ceer (Hyundai)
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