Fiat 600 Elektro: Basispreis in einem Jahr um 5.000 Euro gesunken
Schwestermodell von Opel Mokka Elektro und Alfa Junior nun schon ab 31.490 Euro erhältlich.
Mit gerade mal 385 Neuzulassungen im ganzen Jahr 2025 ist der elektrische Fiat 600 wahrlich kein Bestseller auf dem deutschen Elektroautomarkt; auch im Vorjahr waren es nur 819 Stück. Wir schauen deswegen nur selten in die Preisliste. Diesmal gab es eine Überraschung: Die Listenpreise sind gegenüber Februar 2025 um nicht weniger als 5.000 Euro gefallen.
Der Fiat 600 Elektro ist ausschließlich mit 115-kW-Frontmotor und 54-kWh-Batterie zu haben. Vor einem Jahr kostete die Einstiegsversion Red noch 36.490 Euro nach Liste. Nach der aktuellen Preisliste von Februar 2026 gibt es den Wagen schon ab 31.490 Euro, und die Einstiegsversion trägt nun den Namen Pop. Einschränkend müssen wir zugeben: Auch vor einem Jahr war im Konfigurator schon ein Aktionspreis von 32.990 Euro verzeichnet, aber auch das waren noch 1.500 Euro mehr als jetzt verlangt werden.
Bildergalerie: Fiat 600 Elektro (2026)
Günstiger bedeutet aber nicht immer, dass ein Auto auch günstig im Vergleich mit Konkurrenten ist. Vergleichen wir zunächst mit den Schwestermodellen, die identische Technik bieten. In diesem Vergleich ist der Fiat klar das günstigste Modell, wobei wir die Ausstattung nicht berücksichtigt haben:
| Fiat 600 Elektro | Opel Mokka Electric | Jeep Avenger Elektro | Alfa Romeo Junior | DS 3 E-Tense |
|
| Antrieb/Batterie | 115 kW / 54 kWh (brutto) | ||||
| Basispreis | 31.490 Euro | 36.740 Euro | 39.500 Euro | 38.500 Euro | 41.380 Euro |
Sehen wir uns nun vergleichbare Konkurrenzmodelle an. Davon gibt es jede Menge; wir haben ein paar herausgegriffen:
| Fiat 600 Elektro | Renault 4 Electric 150 Comfort Range | Kia EV3 Standard Range | Ford Puma Gen-E (2026) | |
| Antrieb | FWD 115 kW | FWD 110 kW | FWD 150 kW | FWD 124 kW |
| 0-100 km/h | 9,0 Sek. | 8,2 Sek. | 7,5 Sek. | 8,0 Sek. |
| WLTP-Verbrauch | 15,1–15,2 kWh | 15,3 kWh | 14,9 kWh | 13,0–14,6 kWh |
| Akku netto | 51 kWh | 52 kWh | ca. 55 kWh | 47 kWh |
| WLTP-Reichweite | bis 409 km | 404 km | 436 km | bis 417 km |
| Basispreis | 31.490 Euro | 32.500 Euro | 35.990 Euro | 36.900 Euro |
Wie man sieht, ist der Fiat auch in diesem Vergleich günstig, wobei er allerdings beim Sprintwert etwas hinterherhinkt. Beim Verbrauch ist er ebenso schlecht wie die Rivalen von Renault und Kia; hier brilliert der Ford.
| Fiat 600 Elektro Pop |
Fiat 600 Elektro Icon |
Fiat 600 Elektro La Prima |
Fiat 600 Elektro Sport |
|
| Listenpreis | 31.490 Euro | 33.490 Euro | 36.490 Euro | 36.490 Euro |
Die Serienausstattung der Einstiegsvariante Pop ist eher spartanisch, aber für ein Stadtauto möglicherweise ausreichend, wenn man noch die Sitzheizung dazubestellt. Standard sind 16-Zoll-Stahlfelgen, LED-Licht mit Fernlichtassistent, Regensensor, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, eine Klimaautomatik, ein 7-Zoll-Instrumentendisplay und ein 10,3-Zoll-Touchscreen, eine geteilt umklappbare Rückbank und ein 11-kW-Bordlader. Zu den serienmäßigen Assistenzsystemen gehören Parkpiepser hinten, ein Tempomat und ein Spurhalteassistent.
Eine Wärmepumpe gibt es für 300 Euro Aufpreis, ein Winterpaket mit Sitzheizung für 500 Euro. Ein Navi wird für die Basisversion nicht angeboten, dafür muss man schon die 2.000 Euro teurere Version Icon wählen, aber auch hier kostet es (im Paket) 1.000 Euro Aufpreis. Serienmäßig an Bord sind hier zusätzlich 17-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, die Sitzheizung, die Wärmepumpe und ein höhenverstellbarer Kofferraumboden.
Unter dem Strich
Mit dem Basispreis von 31.490 Euro ist der Fiat 600 Elektro günstig. Warum er sich so schlecht verkauft, ist uns schleierhaft. Mit der Basisversion kann man auskommen, wir würden nur die Sitzheizung noch dazubestellen. Auf ein Navi kann man bei einem Stadtauto auch verzichten, und zur Not muss eben das Handy helfen. Einen Seitenblick ist aber der VW ID.3 Pro wert, den es dank Herstellerrabatts von 4.000 Euro derzeit schon ab 32.425 Euro gibt. Die Reichweite ist vergleichbar, der 150-kW-Antrieb überlegen.
Quelle: Preisliste (PDF)
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