Mercedes-AMG E-Klasse EQ zeigt sich erstmals als Erlkönig
Offenbar folgt man dem Vorbild der Elektroversionen von GLC und C-Klasse
Man muss es offen aussprechen: Der Mercedes EQE hat die hohen Erwartungen der Stuttgarter bisher nicht erfüllt. Trotz solider Technik blieb die Resonanz auf das rundliche "One-Bow"-Design verhalten. Zudem hinkt die 400-Volt-Architektur den Ansprüchen im Luxussegment hinterher, wo 800 Volt für ultraschnelles Laden längst zum guten Ton gehören.
Mercedes reagiert nun und stellt die Strategie radikal um. Die kommenden Elektromodelle wie der neue CLA und der GLC EQ setzen konsequent auf die Hochvolt-Technik. Während die C-Klasse künftig auf einer dedizierten Elektro-Plattform steht und der Verbrenner-Pendant parallel ein Facelift erhält, deutet alles darauf hin, dass die E-Klasse einem ähnlichen Pfad folgt. Aktuelle Erlkönigbilder untermauern dieses Szenario eindrucksvoll.
Bildergalerie: Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig
Die 2023 gestartete Baureihe 214 bekommt offenbar einen rein elektrischen Bruder, der mittelfristig den glücklosen EQE (nur 5.315 Neuzulassungen in 2022) ablösen könnte. Optisch orientiert sich der Stromer wohl am GLC EQ, inklusive eines markanten Grills, der mittels Lichtinszenierung klassischen Chrom simuliert.
Am Nürburgring wurde nun erstmals ein Prototyp der kommenden Elektro-E-Klasse in der AMG-Konfiguration gesichtet. Dies unterstreicht die Ambition, die obere Mittelklasse künftig noch konsequenter zu elektrifizieren. Nach dem GLC mit "EQ Technology" und der elektrischen C-Klasse wird die nächste E-Klasse-Generation das Portfolio nach oben abrunden und dabei besonders performant auftreten.
Besonders spannend: Die AMG-Variante der neuen E-Klasse könnte auf der dedizierten AMG.EA-Plattform aufbauen, die auch das nächste AMG GT 4-Türer Coupé befeuern wird. Damit erhielten die Performance-Modelle eine eigenständige technische Basis, die weit über das Standard-Portfolio hinausgeht. Erste Prototypen drehen bereits ihre Runden, wobei die E-Limousine die Lücke füllen soll, die der EQE hinterlassen hat.
Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig
Der gesichtete AMG-Erlkönig gibt sich bereits durch spezifische Felgendesigns, ausgestellte Kotflügel und eine aggressive Frontschürze mit großen Lufteinlässen zu erkennen. Ein dezenter Heckspoiler deutet zudem auf eine optimierte Aerodynamik für Hochgeschwindigkeitsfahrten hin.
Noch befindet sich die Entwicklung in einem frühen Stadium, was die Platzhalter-Leuchten an Front und Heck deutlich machen. Das finale Design bleibt also noch unter der Tarnfolie verborgen. Auch bei den Leistungsdaten halten sich die Schwaben bedeckt, doch die Gerüchteküche brodelt: Es wird spekuliert, dass die AMG-Version eine modifizierte AMG.EA-Architektur nutzt, die zwischen 800 und 900 PS mobilisiert.
Die große Unbekannte bleibt jedoch das Gewicht: Um die nötige Reichweite und Performance zu garantieren, wird ein massives Akkupaket benötigt, was das Handling und die Effizienz des Power-Stromers vor große Herausforderungen stellen dürfte.
Quelle: Automedia
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