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Für eine persönlichere Erfahrung

Neuer Skoda Peaq wird zur Kommandozentrale der Tour de France

In dem "Red Car" sitzt Renndirektor Christian Prudhomme

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France
Bild von: Skoda

Das berühmteste Etappen-Radrennen der Welt steht vor der Tür, und Skoda begleitet das Peloton bereits im 23. Jahr in Folge als offizieller Partner. Unter den zahlreichen Begleitfahrzeugen der Flotte sticht eines ganz besonders hervor: das sogenannte "Red Car".

Ausgestattet mit sechs Funkantennen, Warnleuchten und einem im Innenraum integrierten Champagner-Kühlschrank ist dieses rote Fahrzeug längst zu einem Symbol der gesamten Tour de France geworden. Es dient als speziell modifizierte, mobile Kommandozentrale, von der aus der Renndirektor den Verlauf des Rennens live überwacht und steuert.

Bildergalerie: Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France

Skoda blickt auf eine lange Tradition beim Bau dieser anspruchsvollen Spezialfahrzeuge zurück. Das erste Modell basierte im Jahr 2004 auf einem Superb der ersten Generation. In den vergangenen Jahren übernahmen meist das rein elektrische SUV Enyaq oder der Superb iV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb die Rolle der mobilen Zentrale. In diesem Jahr gibt es jedoch eine Premiere: Zum ersten Mal wird der neue Skoda Peaq diese Aufgabe übernehmen, welcher erst vor wenigen Tagen offiziell der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Aufwendige Modifikationen direkt in der Produktion

Das Einsatzfahrzeug des Renndirektors basiert auf dem allradgetriebenen Peaq 90x Sportline. Bevor das SUV jedoch auf die Eröffnungsetappe geschickt werden kann, muss es eine Reihe tiefgreifender technischer Anpassungen durchlaufen. Während die Fahrzeuge früher erst nach ihrer vollständigen Fertigstellung umgebaut wurden, wird das Auto heute bereits während des Herstellungsprozesses vorübergehend aus der Produktionslinie genommen.

Genauer gesagt direkt nach der Montage der Karosseriekomponenten. Nach den spezifischen Modifikationen wird das Fahrzeug wieder in die Linie eingeschleust, um gemeinsam mit den neuen Elementen die manuelle Lackierung zu durchlaufen.

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France

Bild von: Skoda

Zu den wichtigsten Umbauten gehört ein hochentwickeltes Kommunikationssystem, dessen sechs Radioantennen direkt in die Karosserie integriert sind. Die Steuereinheit und das dazugehörige Batteriepaket des Kommunikationszentrums finden im Kofferraum Platz – dort, wo sich beim serienmäßig siebensitzigen Peaq normalerweise die dritte Sitzreihe befindet.

Das zusätzliche Equipment erhöht das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um rund 150 Kilogramm. Das System ist so ausgelegt, dass es unter Arbeitsbedingungen zwei bis drei Tage ohne Aufladung einsatzbereit bleibt, wird jedoch aus Sicherheitsgründen täglich neu geladen. Zudem erhält das Fahrzeug feste Halterungen für Werbebanner über der Windschutzscheibe und auf der Motorhaube sowie eine individuelle Folierung.

Die Herausforderung des umgekehrten Panoramadachs

Die größte konstruktive Herausforderung für das Entwicklungsteam war das gläserne Panoramadach. In der Serie öffnet sich das Dach von vorne nach hinten. Für den Renndirektor wird jedoch genau die umgekehrte Funktionsweise benötigt, damit er sicher auf der Rückbank stehen und von dort aus die einzelnen Etappen offiziell freigeben kann.

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France

Bild von: Skoda

Um dies zu realisieren, integrierten die Ingenieure ein Dachmodul aus einem anderen Skoda-Serienmodell, das um 180 Grad gedreht eingebaut wurde. Dabei musste präzise darauf geachtet werden, dass der umgekehrte Mechanismus die Kopffreiheit der Passagiere nicht einschränkt.

Obwohl der serienmäßige Peaq für bis zu sieben Personen ausgelegt ist, bietet er als Tour-Zentrale nur Platz für vier Insassen. Renndirektor Christian Prudhomme nimmt hinter dem Fahrer Platz. Der mittlere Rücksitz wurde durch eine Spezialkonsole mit einem Tisch und einem Kühlschrank ersetzt, während der Sitz hinter dem Beifahrer für Ehrengäste reserviert ist. Neben Staatspräsidenten nehmen hier regelmäßig auch internationale Prominente Platz.

Einzigartige Features und prominente Erinnerungen

Vor dem Start der Tour de France wird das fertige Fahrzeug von den Fahrern – meist ehemaligen Radprofis – ausgiebig getestet, um eine sichere Bewegung innerhalb des Pelotons zu gewährleisten. Eine Besonderheit des roten Wagens ist seine spezielle Drucklufthupe. Ihr markanter Klang unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Autohupen, sodass die Radprofis im Feld schon aus der Ferne sofort erkennen, dass sich das Auto der Rennleitung nähert.

Skoda Peaq (2026) bei der Tour de France
Bild von: Skoda

Auch der neue Skoda-Radsportbotschafter und viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome verbindet intensive Erinnerungen mit dem roten Wagen. Er erinnert sich besonders an die harten Positionskämpfe direkt hinter der Stoßstange des Direktionswagens, insbesondere bei Etappen mit starkem Seitenwind. In diesem Jahr wird er das Renngeschehen erstmals aus einer völlig neuen Perspektive – aus dem klimatisierten Innenraum eines Begleitfahrzeugs – verfolgen und freut sich darauf, die Tour de France abseits des extremen sportlichen Drucks zu erleben.