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Für eine persönlichere Erfahrung

BMW i3 Touring (2027) zeigt sich mit weniger Tarnung

Der Kombi kommt 2027 und übernimmt die Technik der i3 Limousine

BMW i3 Touring (2027) Erlkönig
Bild von: Automedia

Die Zukunft der traditionsreichen 3er-Reihe von BMW nimmt konkrete Formen an, denn während die neue vollelektrische Limousine der sogenannten Neuen Klasse bereits ab August 2026 im Stammwerk München vom Band läuft, richten die Münchner ihren Fokus nun auf die für Europa so wichtige Kombi-Variante.

Angekündigt wurde der kommende BMW i3 Touring bereits während der Premiere der i3 Limousine. Jetzt wurde ein Prototyp mit dem Entwicklungscode NA1 wurde bei Testfahrten im Münchner Stadtgebiet gesichtet, wobei der offizielle Marktstart des elektrischen Lademeisters für das Jahr 2027 geplant ist.

Bildergalerie: BMW i3 Touring (2027) Erlkönig

Der optische Auftritt des i3 Touring kombiniert die neue, reduzierte Designsprache von BMW mit klassischen, sportlichen Kombi-Proportionen. Während die Frontpartie bis zur A-Säule der i3-Limousine gleicht, ändert sich das Layout ab der B-Säule deutlich, indem sich die aerodynamische Dachlinie weit nach hinten zieht und in einem steilen Heck endet, um das Ladevolumen zu maximieren. Die hinteren Türen, der Stoßfänger und die flachen Heckleuchten erhalten ein eigenständiges Design.

Im Vergleich zur Limousine wächst der Gepäckraum deutlich an und orientiert sich mit rund 500 bis 1.510 Liter am aktuellen 3er Touring mit Verbrennungsmotor. Im Innenraum kommt das neue Anzeige- und Bediensystem BMW Panoramic iDrive zum Einsatz, bei dem fahrrelevante Daten über die gesamte Breite der Windschutzscheibe projiziert werden. Ergänzt wird dieses System durch ein 17,9 Zoll großes Zentral-Display im Free-Cut-Design.

BMW i3 (2026)

BMW i3 (2026)

Bild von: BMW

Bekannte Technik der Neuen Klasse

Unter dem Blech des i3 Touring steckt die sechste Generation der BMW eDrive-Technologie, bei der BMW sich von den bisherigen prismatischen Akkuzellen verabschiedet und auf hocheffiziente Rundzellen im Format 46xx mit 46 Millimeter Durchmesser setzt. Dank der neuen 800-Volt-Spannungslage und der hochintegrierten Cell-to-Pack-Bauweise bietet das System signifikante Fortschritte bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit, sodass an DC-Schnellladesäulen maximale Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich sind.

In nur 10 Minuten lässt sich Energie für bis zu 400 Kilometer Reichweite nachladen, während der klassische Ladehub von 10 auf 80 Prozent Ladestand rund 21 Minuten dauert. Wechselstromseitig lädt der Kombi optional mit bis zu 22 kW über das System AC Laden Professional. Zudem unterstützt die Neue Klasse serienmäßig bidirektionales Laden, was Vehicle-to-Load mit bis zu 3,7 kW, Vehicle-to-Home über die neue BMW Wallbox Professional sowie Vehicle-to-Grid zur Netzeinspeisung ermöglicht.

BMW i3 Touring (2027) Erlkönig

BMW i3 Touring (2027) Erlkönig

Bild von: Automedia

An der Hinterachse der Allradmodelle kommt eine für die 800-Volt-Architektur optimierte, stromerregte Synchronmaschine zum Einsatz, die ohne Permanentmagnete auskommt, während an der Vorderachse ein kompakter und robuster Asynchronmotor arbeitet. Gesteuert werden diese Systeme vom neuen Zentralrechner namens Heart of Joy, der zehnmal schneller regelt als bisherige Systeme.

BMW plant verschiedene Modellvarianten, darunter den heckangetriebenen i3 30 sowie den ebenfalls heckangetriebenen i3 40 mit einer Systemleistung von 235 kW beziehungsweise 320 PS. Hinzu kommen die Allradmodelle i3 50 xDrive mit einer Systemleistung von 345 kW beziehungsweise 469 PS, einem maximalen Drehmoment von 645 Nm und einer WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern sowie der i3 M60 xDrive mit einer Allrad-Systemleistung von zirka 463 kW beziehungsweise 630 PS.

Gefertigt wird der i3 Touring ab der zweiten Jahreshälfte 2027 im BMW-Stammwerk in München, welches bis Ende 2027 vollständig auf die Produktion rein elektrischer Fahrzeuge der Neuen Klasse umgestellt wird. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft besteht der neue i3 zu rund 30 Prozent aus Sekundärmaterialien. So werden die Aluguss-Komponenten des Fahrwerks zu 80 Prozent und die Felgen zu 70 Prozent aus recyceltem Aluminium hergestellt, während für die Motorraumabdeckung und das vordere Staufach mit 31 Litern Volumen zu 30 Prozent recycelte maritime Kunststoffe wie beispielsweise alte Fischernetze verwendet werden.