Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Verbrauchstest 2026: Zwölf Elektroautos im Reichweitenvergleich

Motor1 Italien verglich zwölf Elektroautos auf dem Autobahnring von Rom. BMW iX3 und Mercedes CLA und sichern sich die Spitzenplätze.

Verbrauchstest: Die von Motor1 Italien getesteten Elektroautos
Bild von: Motor1 Italy

Wie jedes Jahr, haben die italienischen Kollegen von Motor1 und InsideEVs auch 2026 wieder ein Dutzend Elektroautos getestet. Um Verbrauch und Reichweite zu ermitteln, fuhren sie im Konvoi auf dem Autobahnring GRA, der um Rom herumführt.

Losgefahren wurde mit vollem Akku. Sobald eine Batterieladung von fünf Prozent angezeigt wurde, verließ das Auto den GRA an der nächsten Ausfahrt und wurde aufgeladen. Gefahren wurde nicht etwa bei Hitze, sondern bei etwa 19 Grad Außentemperatur. Die Klimaanlage war auf 22 Grad eingestellt, als Fahrmodus wurde Normal bzw. Standard gewählt, bei der Rekuperation der Standardmodus oder eine mittlere Stärke. 

Das Tempolimit auf dem GRA beträgt meist 110 oder 130 km/h, aber es gibt auch jede Menge Stau. Um den typischen Einsatz abzubilden, wurden die Testautos in zwei Kategorien unterteilt: Stadtautos und Reisefahrzeuge. Dabei fuhren die Stadtautos maximal 110 km/h, die Reiseautos bis zu 130 km/h. Zu den Stadtautos gehörten BYD Dolphin Surf, Fiat Grande Panda, Ford Puma Gen-E, Leapmotor T03 und der Renault 4 mit großer Batterie. Bei den Reisefahrzeugen traten an: BMW iX3 50 xDrive, Kia EV5, Mazda 6e, Mercedes CLA 250+, der Smart #5 mit 267 kW, das Tesla Model Y in der Version Premium Long Range RWD und der Volvo ES90 in der Einstiegsvariante.

Verbrauch

Beim Stromverbrauch lagen der Mercedes CLA und der Ford Puma Gen-E an der Spitze: Beide brauchten 14 kWh/100 km. Nicht weit dahinter lag der kleine Leapmotor mit 14,5 kWh. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

  Testverbrauch Normverbrauch
Mercedes CLA 250+ 14,0 kWh 12,3 kWh
Ford Puma Gen-E 14,0 kWh 13,0–14,6 kWh
Leapmotor T03 14,5 kWh 16,3 kWh
Tesla Model Y Long Range RWD 14,8 kWh 14,2 kWh
BYD Dolphin Surf Comfort 15,3 kWh 16,0 kWh
Renault 4 Comfort Range 16,6 kWh 15,3 kWh
BMW iX3 50 xDrive 17,6 kWh 15,1–18,1 kWh
Mazda 6e 190 kW 17,7 kWh 16,6 kWh
Fiat Grande Panda 18,0 kWh 16,8 kWh
Smart #5 Pro+/Premium 18,1 kWh 18,4 kWh
Volvo ES90 Single Motor 18,7 kWh 15,6–18,5 kWh
Kia EV5 160 kW 19,3 kWh 16,9–17,8 kWh

Reichweite

Wie erwähnt, wurden die Autos nicht komplett leergefahren, sondern nur bis auf fünf Prozent Ladestand, es wurde also nur 95 Prozent des Akkus genutzt. Deswegen wurde die Reichweite entsprechend hochgerechnet. Den höchsten Wert erzielte der BMW iX3, wobei ihm die größte Batterie im Test half. Der Mercedes CLA folgt auf Rang zwei; bei ihm spielt neben der großen Batterie auch der niedrige Verbrauch eine Rolle. Den dritten Platz belegte das Tesla Model Y, bei dem ebenfalls der niedrige Verbrauch den Ausschlag gibt.

Modell Reichweite
im Test
Reichweite
max. WLTP
Batterie netto
BMW iX3 50 xDrive 586 km 805 km 109 kWh
Mercedes CLA 250+ 577 km 791 km 85 kWh
Tesla Model Y Long Range RWD 495 km 609 km ca. 74 kWh
Smart #5 Pro+/Premium 493 km 590 km 94 kWh
Volvo ES90 Single Motor 447 km 662 km 90 kWh
Kia EV5 160 kW 384 km 530 km ca. 78 kWh
Mazda 6e 190 kW 365 km 479 km 68 kWh
Renault 4 Comfort Range 297 km 404 km 52 kWh
Ford Puma Gen-E 296 km 419 km 47 kWh
BYD Dolphin Surf Comfort 268 km 310 km 43 kWh
Leapmotor T03 236 km 265 km 36 kWh
Fiat Grande Panda 231 km 320 km 44 kWh

Die Netto-Kapazitäten sind die von den Herstellern angegebenen. Wo keine oder nur Bruttowerte veröffentlicht werden, haben wir die Zahlen von EV-Database verwendet.

Unter dem Strich

Reichweitentests sind nicht einfach durchzuführen. Wenn man auf der Straße fährt, hat man wegen der unterschiedlichen Verkehrs- und Wetterverhältnisse nie völlig identische Bedingungen. Bei dem Test der italienischen Kollegen waren die Bedingungen offenbar günstig für den Verbrauch, denn die Ergebnisse liegen im Bereich der Normwerte – die bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 50 km/h ermittelt werden. Vermutlich hat das mit viel Stau und zähfließendem Verkehr zu tun.

Einen guten Weg, solche Einflüsse auszuschalten, hat der ADAC gefunden, der seinen letzten Reichweitentest auf dem Rollenprüfstand, aber mit einem realen Fahrprofil durchführte. Bei der Reichweite lagen die drei Modelle mit der höchsten WLTP-Reichweite auch im Test vorn, und auch bei den übrigen Fahrzeugen waren die Abweichungen gering. Bei alldem ist zu beachten, dass auch die Ausstattung und die Rad-Reifen-Kombination eine Rolle spielen.