Elektrischer BMW M3: Erlkönigbilder zeigen neue Details
Modell erhält eine tiefer eingeschnittene Fronthaube und eine Abrisskante am Kofferraum
Der elektrische BMW M3, also die Sportversion des neuen i3, macht Fortschritte. Nachdem im Juni eine Designstudie zu sehen war, schickte uns Automedia nun neue Erlkönigbilder von der Nürburgring-Rennstrecke (nicht von der Nordschleife). Diese zeigen neue Details. So bekommt das Auto eine noch tiefer eingeschnittene Fronthaube als der normale i3.
Wie das Modell heißen wird, wurde noch nicht offiziell verkündet. Teilweise werden die eigentlich sinnvolleren Bezeichnungen iM3 oder i3 M verwendet, aber BMW-M-Chef Frank van Meel hat gegenüber BimmerToday gesagt, dass das Modell schlicht M3 heißen wird. Daher nennen wir das Modell hier "elektrischer M3", denn auch eine neue Verbrennerversion ist geplant.
BMW i3 (2026)
Elektrischer BMW M3 als Erlkönig (8/2026)
Die Frontschürze sieht anders aus als beim BMW i3; die Öffnung für die beiden rechteckigen Lufteinlässe scheint sich aber auch hier nach unten zu verbreitern:
Die Frontleuchten des Erlkönigs sehen nicht anders aus als beim normalen BMW i3. Von der gelben Lichtsignatur der Studie ist hier nichts zu sehen, aber die Serienversion wird wohl diese "M Yellow Lights" erhalten. Zudem werden wohl auch die beiden übereinander angeordneten, quadratischen Tagfahrleuchten übernommen. Je eine dieser Leuchten links und rechts ist auch auf dem obigen Bild der Schürze zu sehen. Auch dürfte die Mittelstrebe zwischen den Einlässen wie bei der Studie in Wagenfarbe gehalten sein:
BMW M Concept Neue Klasse (2026)
Wie die Studie erhält auch das Serienmodell einen Lufteinlass auf der Fronthaube. Er dürfte der Kühlung der vorderen Motoren oder deren Inverter dienen.
Der elektrische M3 rollt auf schwarzen statt silbernen Felgen. Dahinter sind vorn wie hinten gelochte Bremsscheiben erkennbar.
BMW i3 (2026)
Elektrischer BMW M3 als Erlkönig (8/2026)
Auf dem Heck des Prototyps prangt ein Transponder. Der Kofferraumdeckel weist eine kleine Abrisskante auf, die in der Mitte durchbrochen ist. Auch die Heckschürze wirkt anders als beim bürgerlichen i3. Von dem riesigen Diffusor der Studie ist an dem Prototyp jedoch nichts zu sehen – möglicherweise liegt das aber an der Tarnung. Die Rückleuchten sehen jedoch genauso aus wie beim normalen Modell, und auch die Radhäuser sind nicht wesentlich stärker ausgestellt.
BMW i3 (2026)
Elektrischer BMW M3 als Erlkönig (8/2026)
Die Technik des elektrischen M3 hat BMW bereits recht detailliert beschrieben. Demnach erhält der Wagen vier Elektromotoren, einen für jedes Rad. Es handelt sich aber nicht um Radnaben-, sondern um Zentralmotoren. Noch nicht offiziell bestätigt ist, dass die Systemleistung etwa 735 kW beträgt.
Die Steuerung übernehmen vier "Superbrains" genannte Hochleistungscomputer. Unter anderem lassen sich die vorderen beiden Maschinen komplett abkoppeln, was einerseits Strom spart, andererseits aber auch für einen Drift-Modus genutzt werden könnte. Außerdem wird in der Kurve ein aktives Torque Vectoring möglich: Wenn man die kurvenäußeren Motoren stärker arbeiten lässt als die kurveninneren, dreht das Auto leichter ein.
Wie der Hyundai Ioniq 5 N, der Porsche Taycan oder der Mercedes-AMG GT 4-Türer erhält auch der elektrische M3 eine simulierte Gangschaltung. Dazu gehört auch ein entsprechender Sound.
Der elektrische M3 nutzt den Gen6-Baukasten des Münchner Herstellers. Die Batterie besteht wie beim i3 aus zylindrischen Zellen, die hier aber besonders intensiv gekühlt werden. Dazu gibt es ein Kühlband in jeder Zellreihe statt in jeder zweiten. Der Akku arbeitet mit 800 Volt. Die Speicherkapazität liegt laut BMW über 100 kWh, also ähnlich hoch wie beim i3 50 xDrive (109 kWh netto). Die Reichweite dürfte jedoch hinter den 906 Kilometern des i3 50 xDrive zurückbleiben.
Laut einem BimmerToday-Artikel von 2025 soll die Produktion des elektrischen M3 im März 2027 beginnen. Demnach könnte das Modell noch 2026 vorgestellt werden.
Unter dem Strich
Allmählich wird unser Bild von der Sportversion des BMW i3 klarer. Die Technik wurde von BMW bereits recht genau beschrieben, auch wenn die Quartett-Werte noch fehlen: Wir kennen weder die Maximalleistung noch die Zeit für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Auch wissen wir noch nicht genau, ob der Wagen einen Driftmodus erhält, wie viele Gänge die simulierte Schaltung bekommt und dergleichen mehr.
Wie das Auto aussehen wird, wird jedoch immer klarer. Hier hält sich BMW offenbar recht eng an die Studie, auch wenn die Lufteinlässe und der Diffusor vielleicht nicht ganz so gewaltig ausfallen werden. Vielleicht wissen wir bald mehr – nach Gerüchten könnte die Serienversion noch 2026 vorgestellt werden.
Quelle: Automedia (Erlkönigbilder), BimmerToday (Name), BimmerToday (Produktionsstart)
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