Mercedes-AMG GLA elektrisch (2027) zeigt sich als Erlkönig
Noch offen ist, ob er die 500 kW des CLA 45 erhält
Ende Juli 2026 enthüllte Mercedes die Standardvariante des neuen GLA Elektro. Die AMG-Sparte sieht daher wenig Sinn darin, ihre eigene Performance-Variante des GLA unter starker Tarnung zu halten.
Eine kürzliche Begegnung zeigt den kommenden Mercedes-AMG GLA Elektro als Erlkönig mit nur leichter Tarnung an der Front, dem Heck und den Seitenschwellern, wo sich die meisten aerodynamischen Upgrades befinden. Den sportlicheren Frontspoiler und den traditionellen AMG-Kühlergrill kann man jedoch bereits erahnen, insbesondere nachdem kürzlich der elektrische AMG CLA 45 gezeigt wurde.
Bildergalerie: Mercedes-AMG GLA elektrisch (2027) als Erlkönig
Die Seitenschweller wirken breiter, was das Tarnband rechtfertigt. Wichtige Modifikationen befinden sich am Heck, darunter ein typischer AMG-Diffusor und ein größerer Dachspoiler. Die Scheinwerfer bleiben unbedeckt, was bedeutet, dass sie unverändert von der Standardvariante übernommen werden.
Basis MMA, Leistung wie im neuen CLA 45?
Ähnlich wie der CLA nutzt der AMG GLA Elektro keine eigenständige AMG-Plattform, sondern die modular aufgebaute MMA-Architektur (Mercedes-Benz Modular Architecture) mit spezifischen Modifikationen. Dazu gehört eine Drei-Motoren-Konfiguration mit Axialflussmotoren. Analog zum AMG CLA 45 ist von einer Systemleistung von 500 kW (671 PS) auszugehen. Der Prototyp des AMG GLA behält die massiven Bremsscheiben bei, die bereits beim AMG CLA 45 zu sehen waren.
Bildergalerie: Mercedes-AMG CLA 45 4Matic+ (2027)
Aufgrund der höheren Crossover-Bauform fällt der GLA schwerer aus, was jedoch nicht den Einsatz gelochter Bremsscheiben erforderlich macht. Das System nutzt stattdessen die Rekuperationsleistung der drei Performance-Motoren, die laut Hersteller bis zu 300 kW Bremsleistung zurückgewinnen können.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dürfte bauartbedingt leicht über den 3,0 Sekunden des flacheren AMG CLA liegen. Durch die integrierte 800-Volt-Architektur dauert ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent mit maximal 330 kW Ladeleistung etwa 22 Minuten.
Ergänzend dazu bildet der reguläre Mercedes GLA Elektro das zivile Basismodell der Baureihe ab. Das Fahrzeug basiert ebenfalls auf der MMA-Plattform und deckt das Segment der kompakten Elektro-SUVs ab. Im Vergleich zu den AMG-Varianten ist der Antrieb hier auf Energieeffizienz und Alltagsnutzung ausgelegt. Das Fahrzeug nutzt ein 800-Volt-Bordnetz für reduzierte Ladezeiten und verwendet im Innenraum die aktuelle Generation des MBUX-Infotainmentsystems sowie erweiterte Fahrassistenzsysteme.
Mercedes-AMG GLA elektrisch (2027) als Erlkönig
Der Mercedes-AMG CLA 45 Elektro fungiert innerhalb dieser Modellfamilie als flach gebautes viertüriges Coupé. Durch den Einsatz von Axialflussmotoren wird eine höhere Leistungsdichte bei geringerem Bauraum erzielt als bei herkömmlichen Radialflussmaschinen. Das Zusammenspiel der drei Elektromotoren ermöglicht eine vollvariable Drehmomentverteilung (Torque Vectoring) an den Rädern.
Quelle: Automedia
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