Elektrischer Mercedes GLA startet mit 657 km Reichweite
Zum Start gibt es die Elektroversionen GLA 200, GLA 250+ und GLA 350 4Matic, die Preise beginnen bei 48.600 Euro
Wie angekündigt wurde der Mercedes GLA am heutigen Mittwoch, den 29. Juli 2026 in Warschau vorgestellt. Das betrifft auch die Elektroversion. Davon gibt es gleich zum Start drei Varianten, nämlich GLA 200, GLA 250+ und GLA 350 4Matic. Die Listenpreise beginnen bei 48.600 Euro, Bestellstart ist am Donnerstag, den 30. Juli 2026.
Was das Exterieur angeht, so erhält der GLA den Grill, der typisch für alle kommenden Mercedes-Modelle sein soll. Das neue Modell sei ein "urbanes SUV mit selbstbewusstem Charakter und sportlicher Abenteuerlust – designt, um zu beeindrucken", schreibt der Hersteller. Entsprechend groß fällt der silbrig glänzende Grill aus, den wir mittlerweile vom elektrischen GLC und von der elektrischen C-Klasse kennen – während der CLA und der GLB andere Grillformen aufweisen.
Exterieur | Antriebe/Batterien | Interieur | Ausstattungen
Bildergalerie: Mercedes GLA elektrisch (2026)
Exterieur
Der neue Mercedes GLA ist rund 15 Zentimeter länger als die auslaufende Verbrenner-Version, auch der Radstand ist um 61 Millimeter länger, während die Höhe geringer ausfällt:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| GLA (2020) | 4.412 mm | 1.834 mm | 1.616 mm | 2.729 mm | 425–1.430 Liter kein Frunk |
| Differenz | ca. 15 cm | ca. 4 cm | ca. 1 cm | ca. 6 cm | |
| GLA elektrisch | 4.565 mm | 1.873 mm | 1.604 mm | 2.790 mm | 410–1.400 Liter 107 Liter Frunk |
Seitlich soll die flach liegende Frontscheibe ins Auge fallen. Den cW-Wert gibt Mercedes mit 0,27 an. Die Bilder zeigen den GLA mit flächenbündigen Griffen, doch vermutlich besitzt die Basisversion wie beim Schwestermodell CLA traditionelle Bügelgriffe.
Die Radgrößen reichen von 18 bis 20 Zoll. Abhängig von der Ausstattungslinie gibt es schwarz glänzende Radlaufverkleidungen und ebenfalls schwarz glänzende Schweller sowie einen "optischen" Unterfahrschutz vorne und hinten. Die Dachreling unterstreicht die funktionale Seite des GLA. Chromteile vorn und hinten setzen exklusive Akzente.
Der Grill mit illuminiertem Rand und teilbeleuchtetem Zentralstern
Der Grill der Elektroversion hat serienmäßig einen Chromrahmen, ein Panel mit Gitterstruktur in Rauchglas-Optik und einen mittigen Mercedes-Stern. Auf Wunsch gibt es eine Lichtlinie um den Grill und ein illuminiertes Grillgitter. Dabei werden 608 Plastikelemente von hinten beleuchtet. Optional blinken sie zur Begrüßung, begleitet von einem passenden Sound. Der Zentralstern ist je nach Markt ganz oder zum Teil beleuchtet. Da er beim europäischen CLA teilbeleuchtet ist, dürfte das auch beim GLA so sein.
Der um die Rückleuchten herum führende Rahmen ist in der Mitte durchbrochen. Er ist eine GLA-Spezialität
Scheinwerfer und Heckleuchten bekommen das bekannte Stern-Design. Vorn wie hinten gibt es einen Stern pro Seite. Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer tragen aber nur einen verchromten Stern, erst bei den optionalen Matrix-LED-Scheinwerfern ("Multibeam") ist das Tagfahrlicht in der Form eines Sterns gestaltet. Am Heck gibt es dagegen stets einen leuchtenden roten Stern pro Seite. Die beiden Heckleuchten werden von roten Lichtbögen umrahmt, die jedoch mehrfach durchbrochen sind und sich in der Mitte nicht treffen. In Kombination mit Matrix-LED-Scheinwerfern blinkt das Band zur Begrüßung und zum Abschied.
Antriebe und Batterien
Zum Start sind wie erwähnt drei Varianten bestellbar, eine Variante mit 71-kWh-Batterie (NMC) folgt Anfang 2027. Dabei dürfte es sich um die 250er-Variante (ohne Plus) handeln, bei der die Nettokapazität der großen Batterie per Software auf 71 kWh reduziert wird. Wir haben die Variante schon einmal in Klammern in unsere Tabelle eingetragen:
| GLA 200 elektrisch | GLA 250 elektrisch | GLA 250+ elektrisch | GLA 350 4Matic elektrisch | |
| Antrieb | RWD 165 kW, 335 Nm |
RWD 200 kW, 335 Nm |
RWD 200 kW, 335 Nm |
AWD 260 kW, 515 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 8,1 Sek. / 210 km/h | (ca. 7,3 Sek. / 210 km/h) | 7,3 Sek. / 210 km/h | 5,4 Sek. / 210 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 14,8–17,0 kWh | (ca. 15,1 –17,3 kWh) | 15,1–17,3 kWh | 15,1–17,6 kWh |
| Akku netto | 58 kWh LFP | 71 kWh NMC | 85 kWh NMC | 85 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 394–447 km | (ca. 540 km) | 577–657 km | 555–643 km |
| Max. Anhängelast | 1.500 kg | (1.500 kg) | 1.500 kg | 2.000 kg |
| Listenpreis | 48.600 Euro | k.A. | 54.978 Euro | 58.108 Euro |
Für den Antrieb sorgen ausschließlich Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSMs). Wie beim CLA gibt es an der Hinterachse ein Zweiganggetriebe sowie einen Siliciumcarbid-Inverter für erhöhte Effizienz des Heckmotors. Beim Allradler kommt eine zweite Elektromaschine an der Vorderachse hinzu. Wird sie nicht gebraucht, kann sie per Kupplung (Disconnect Unit) abgekoppelt werden – auch das spart Strom. Die Rekuperation lässt sich mit einem Wählhebel hinter dem Lenkrad in vier Stufen einstellen.
Die Maximalreichweite von 657 Kilometern nach WLTP erzielt der GLA 250+. Damit schafft das SUV rund 130 Kilometer weniger als der entsprechende CLA 250+ (bis 791 km). Schnelles DC-Laden ist an 800-Volt-Säulen mit einer Ladeleistung von bis zu 320 kW möglich. Wie beim CLA und GLC kann man 400-Volt-Ladesäulen nur mit dem optionalen DC-DC-Konverter nutzen. Die AC-Ladeleistung beträgt serienmäßig 11 kW, optional gibt es einen 22-kW-Lader. Die Anhängelast beträgt beim Allradler bis zu zwei Tonnen – das sind 200 Kilogramm mehr als der entsprechende CLA 350 4Matic ziehen kann.
Interieur
Das GLA-Cockpit mit dem dreiteiligen Superscreen. Der Hyperscreen ohne die schwarzen Stege zwischen den Monitoren aus GLC und C-Klasse wird hier nicht angeboten
Innen gibt es ein Multifunktionslenkrad mit einer Walze für die Lautstärkeregelung sowie einer Wippe für den Abstandstempomat. Serienmäßig werden ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay sowie ein 14-Zoll-Touchscreen verbaut. Optional kann man einen weiteren 14-Zoll-Monitor vor dem Beifahrersitz ordern, womit das System zum Superscreen wird. Ist kein Beifahrerdisplay verbaut, führt ein Zierteil mit Sternenmuster die Glasoptik in diesem Bereich fort.
Bei dem optionalen Sky-Control-Panoramadach kann man die Transparenz verändern. Bei Nacht kann man einen Sternenhimmel anzeigen lassen
Neben einem normalen Panoramadach soll später auch das Sky-Control-Glasdach angeboten werden. Zudem hebt Mercedes den Sprachassistenten mit Künstlicher Intelligenz hervor. Der Helfer kann auch mehrteilige Gespräche führen.
Er kombiniert ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Er beantwortet auch bei Fragen zu Sehenswürdigkeiten, verfügbaren Ladesäulen, Parkplätzen und mehr. Auch über die Aktienkurse kann er informieren, hilft bei der Währungsumrechnung und kennt neben dem Wetter sogar die Pistenbedingungen. Zu den angebotenen Unterhaltungs-Apps gehören YouTube, Sony Ridevu, Disney+ und mehr. Ein Surround-Soundsystem von Burmester sorgt optional für die Beschallung.
Die Navigation basiert auf Google Maps. Die Ladeplanung arbeitet dynamisch und berücksichtigt Staus ebenso wie eine veränderte Fahrweise. Zu den sonstigen Funktionen gehören eine "transparente Motorhaube" sowie ein assistierter Spurwechsel. Neben Eco, Comfort, Sport und Individual verfügen die 4Matic-Modelle über das Fahrprogramm Terrain für unbefestigte Straßen.
Die Fondsitze sind serienmäßig im Verhältnis 40/20/40 geteilt umklappbar. Beim Umklappen entsteht ein nahezu flacher Ladeboden.
Ausstattungen
Standardmäßig wird der GLA in der Style Line ausgeliefert. Hierzu gehören der beschriebene Grill mit Chromrahmen und Panel in Silberchrom (Silver Shadow), LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, Front- und Heckschürze mit Alu-Zierleisten und Türpanele mit Chrom-Zierleiste sowie 18-Zoll-Aluräder. Innen gibt es ein Kunstleder-Lenkrad und Komfortsitze mit schwarzem Stoffbezug.
Ab der Progressive Line ist die Kontur des Grills illuminiert, optional auch das Panel. Weitere Merkmale sind ein Lederlenkrad und Sitzheizung. Erstmals ist für diese Ausstattung ein Night-Paket erhältlich. Dieses dürfte schwarze Details, schwarze Felgen und getönte Scheiben umfassen.
Die AMG Line bietet einen Grill mit einem Panel in Dark Shadow Chrome und beleuchtetem Rahmen. Weitere Merkmale sind eine Frontschürze mit Lufteinlässen, eine spezifische Heckschürze in Wagenfarbe sowie Stoßfängerunterteile und Türpaneele in glänzendem Schwarz. Die Radlaufverkleidungen sind in Wagenfarbe oder optional in glänzendem Schwarz gehalten. Die Räder haben serienmäßig die Größe 19 Zoll. Beim Öffnen der Tür wird man von einem animierten Lichtteppich begrüßt. Innen gibt es ein Sport-Lederlenkrad mit Wippen und Edelstahl-Pedale mit schwarzen Gumminoppen.
Erstmals ist für den GLA auch eine AMG Line Plus erhältlich. Sie ergänzt die AMG Line um eine schwarz glänzende Abrisskante, weitere Zierelemente in glänzendem Schwarz, 20-Zoll-Räder und einen schwarzen Fahrzeugschlüssel. Innen finden sich Sportsitze mit verstellbaren Kopfstützen sowie rote Sicherheitsgurte und weitere rote Details.
Zusätzlich ist eine Night-Edition erhältlich, die die AMG Line und das Night-Paket beinhaltet. Sie bietet eine mattschwarze Lackierung ("Kosmosschwarz magno"), einen schwarz glänzenden Unterfahrschutz, glänzend schwarze Schweller sowie schwarze 20-Zöller. Auch innen gibt es diverse schwarze Details.
Zur weiteren Individualisierung stehen vier Ausstattungspakete und neue Lackfarben zur Verfügung wie Aquamint und Klarblau metallic. Innen gibt es die neuen Polsterfarben Ivorybeige und Beechbrown. Zierteile gibt es in offenporigem Holz, gebürstetem Aluminium und mehr. Gebaut wird der neue GLA im Wert Rastatt.
Unter dem Strich
Das Interessanteste am elektrischen Mercedes GLA ist die Optik: Sie war bisher nur teilweise aufgrund von Erlkönigbildern bekannt. Nun wissen wir genau, wie der Grill, die Scheinwerfer und die Rückleuchten aussehen. Bei Antrieben und Akkus gibt es dagegen nichts Neues und auch die meisten Ausstattungselemente waren bereits von den anderen Modellen auf Basis der Mercedes Modular Architecture (MMA) bekannt. Nachdem der CLA, der CLA Shooting Brake, der GLB und der GLA nun bekannt sind, fehlt nur noch die elektrische A-Klasse. Nach Gerüchten soll diese aber erst 2028 starten.
Quelle: Mercedes
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