ACC produziert ab 2027 Batteriezellen für Mercedes
Der zweite Produktionsblock im französischen Billy-Berclau soll 12,9 GWh Kapazität bieten
ACC baut derzeit Zellen für die 97-kWh-Batterien von Stellantis, die in den Long-Range-Varianten des Peugeot E-3008, Peugeot E-5008, Jeep Compass Elektro, Lancia Gamma, DS N°7, DS N°8, Citroën e-C5 Aircross und Opel Grandland Electric zum Einsatz kommen. Ab 2027 will man auch Zellen für Mercedes-Modelle liefern. Dazu soll nächstes Jahr ein zweiter Produktionsblock in Betrieb gehen.
Bisher hat ACC bereits fünf Millionen Batteriezellen in Nordfrankreich produziert. Fast 40.000 Elektroautos fahren bereits mit den ACC-Zellen. Das meldete das Konsortium nun auf dem Pariser Autosalon 2026. ACC (Automotive Cells Company) ist ein Joint Venture des französischen Batterieherstellers Saft, Stellantis und Mercedes. Es wurde 2020 gegründet. Die prismatischen Lithium-Ionen-Zellen mit NMC-Chemie werden in der Gigafactory im nordfranzösischen Billy-Berclau/Douvrin (bei Lille) produziert.
Citroën e-C5 Aircross: Die Long-Range-Version mit 97-kWh-Batterie gehört zu den Modellen, die Zellen von ACC erhalten
Der erste Block der Gigafactory arbeitet im 5x8-Schichtsystem an sieben Tagen pro Woche. Das heißt, die Fabrik läuft an allen Wochentagen, aber die Beschäftigten arbeiten jeweils fünf Acht-Stunden-Tage. Die Ausschussquoten nähern sich stetig den Zielwerten an, so ACC. Der Produktionshochlauf geht weiter. Die Zellen werden von ACC auch zu Modulen zusammengesetzt. Allein im September wurden so viele Module gebaut wie im ganzen Jahr 2025, schreibt das Unternehmen. Der zweite Produktionsblock mit einer Kapazität von 12,9 GWh soll 2027 in Betrieb gehen und Zellen für Elektroautos von Mercedes liefern, so ACC.
Das ACC-Werk in Frankreich liegt bei Lille in Nordfrankreich und hat rund 600 Beschäftigte
Die Fertigung von ACC gehört neben der VW-Fabrik in Salzgitter zu den wenigen Fabriken in Europa, die Zellen in Großserie fertigen – vor allem, wenn man nur Unternehmen betrachtet, die nicht zu asiatischen Konzernen wie LG oder CATL gehören. Deshalb hat das Werk eine hohe wirtschaftspolitische Bedeutung. ACC fordert deshalb, dass die EU ihren Industrial Accelerator Act nun zügig umsetzt. Die Regelung soll "Made in Europe"-Produkte stärker fördern.
Prismatische Batteriezellen von ACC
Unter dem Strich
97 kWh: Die Batterien der Long-Range-Versionen von Stellantis sind wirklich groß für die Mittelklasse. Damit lassen sich WLTP-Reichweiten um die 700 km erzielen. Die Zellen produziert das Joint Venture ACC in Nordfrankreich. Im nächsten Jahr soll ein zweiter Produktionsblock in Betrieb gehen, mit dem sich die Fertigungskapazität etwa verdoppeln wird. Die Zellen gehen dann an den anderen Autokonzern im ACC-Konsortium. Für welche Modelle sie eingesetzt werden, ist noch nicht bekannt.
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