Toyota bZ4X (2026): Modellübersicht mit allen Daten und Preisen
Die neue Version bietet mehr Auswahl und Reichweite.
Der umfassend verbesserte Toyota bZ4X ist bereits seit Juli 2025 bestellbar, die Auslieferung beginnt aber erst jetzt im Januar, wie wir bei der Fahrvorstellung erfuhren. Im Folgenden stellen wir Exterieur und Interieur vor, nennen Preise und Konkurrenten.
Mit knapp 1.600 in Deutschland verkauften Exemplaren war der Toyota bZ4X im Jahr 2024 kein Topseller – vom etwas größeren Tesla Model Y wurden im gleichen Zeitraum fast 30.000 Stück abgesetzt. Doch 2025 läuft es besser: Bis November wurden etwa 4.800 Stück verkauft, vom Model Y waren es fast 11.000 Exemplare. Doch nun kommt die neue Version. Sie ist ab 42.990 Euro bestellbar. Toyota erwartet allerdings, dass die Long-Range-Variante den Großteil der Verkäufe ausmachen wird; diese gibt es ab 47.990 Euro.
Exterieur
Der neue Toyota bZ4X sieht nicht viel anders aus als der alte. Geblieben sind die kantigen Formen und die großen, schwarzen Teile an den Radläufen; letztere sind nun aber in glänzendem Schwarz gehalten, nicht mehr in mattem Kratzschutz-Plastik. Seitlich wirkt der Wagen coupéhaft. Wie gehabt, besitzen die beiden günstigeren Ausstattungen 18-Zoll-Aluräder, bei der Topversion sind es 20-Zöller.
Toyota bZ4X: Die neue Version für 2026 und folgende
Toyota bZ4X (2022) mit mattschwarzen Kotflügeln
Mit 4,69 Meter Länge gehört das Auto in die Mittelklasse; die Höhe ist mit 1,65 Metern durchschnittlich. Zum Vergleich: Der Opel Grandland hat mit 4,65 m Länge und 1,67 m Höhe ähnliche Maße. Ähnliches gilt für den Skoda Enyaq und den Hyundai Ioniq 5, während das Tesla Model Y mit 4,80 m Länge etwas größer ausfällt.
Interieur
Das Cockpit wurde deutlich überarbeitet. Kollege Christopher Otto nahm es schon im Rahmen des "Kenshiki Forums" in Brüssel in Augenschein. Hier gibt es nun serienmäßig eine neue Mittelkonsole mit gleich zwei induktiven Ladeschalen fürs Smartphone.
Erfreulich auch: Den unförmigen Plastikkasten für das hochgesetzte Instrumentendisplay eliminierte das Designteam. Die immer noch gewöhnungsbedürftige Ansicht wirkt nun etwas dezenter. Wie bisher sieht man die Anzeigen über dem Lenkrad, nicht durch das Lenkrad. Die Materialanmutung hat ebenfalls deutlich zugelegt, ohne aber echte Premiumqualität zu erreichen.
Das neue Cockpit mit Schalen fürs kabellose Handy-Laden
Bisher sahen das Instrumentendisplay und die Mittelkonsole so aus
Neben dem erwähnten Instrumentendisplay mit dem netten Namen Kombimeter und einer Diagonale von 7,0 Zoll gibt es nun einen deutlich größeren Touchscreen: Statt 8 Zoll beim Basismodell und 12,3 Zoll bei den gehobenen Varianten kommt nun stets ein 14-Zoll-Display zum Einsatz.
Die Getriebemodi P, N, R und D werden über ein Drehrad in der Mittelkonsole aktiviert, die Spiegel konventionell über Elemente an der Türinnenseite justiert. Überdies gibt es neue Wippen am Lenkrad zur Einstellung der Rekuperation.
Kollege Chris im Toyota bZ4X
Antriebe und Akkus
Zur Technik des Toyota bZ4X haben wir einen separaten Artikel. Daher hier nur die wichtigsten Angaben. Bisher gab es nur einen Fronttriebler mit 150 kW und einen Allradler, der mit 160 kW kaum mehr Leistung bot. Beide wurden stets mit einer 71-kWh-Batterie kombiniert, die Nettokapazität lag bei 64 kWh. Damit waren maximal 513 km am Stück möglich. Künftig werden drei Antriebe und zwei Batterien angeboten. Damit ergeben sich drei Varianten:
| Toyota bZ4X FWD |
Toyota bZ4X FWD Long Range |
Toyota bZ4X AWD |
|
| Antrieb | FWD 123 kW, 268 Nm | FWD 165 kW, 268 Nm | AWD 252 kW, 338 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 8,6 Sek. / 140 km/h | 7,4 Sek. / 140 km/h | 5,1 Sek. / 160 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 13,9 kWh | 13,9-15,4 kWh | 14,5-15,9 kWh |
| Akku brutto / netto | 58 / 54 kWh | 73 / 69 kWh | 73 / 69 kWh |
| WLTP-Reichweite | 444 km | 511-569 km | 471-516 km |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 150 kW | 11 / 150 kW | 22 / 150 kW |
| DC-Ladedauer 10-80 % | 28 min | 28 min | 28 min |
| Max. Anhängelast | 750 kg | 750 kg | 1.500 kg (gebremst) |
| Preis (Ausstattung) | 42.990 Euro (Comfort) | 47.990 Euro (Teamplayer) | 50.990 Euro (Teamplayer) |
Der größere Akku bietet 69 statt 64 kWh netto, also etwa acht Prozent mehr Energieinhalt. Die um rund 50 km größere Maximalreichweite ergibt sich außerdem durch den gesenkten Verbrauch: Beim alten 150-kW-Fronttriebler wurden 14,4-16,7 kWh angegeben, bei der neuen Long-Range-Variante sind es nur 13,9-15,4 kWh.
Aufgeladen wird wie gehabt mit bis zu 150 kW, für die DC-Ladedauer werden nun 28 statt 30 Minuten genannt (10-80 %). Mit Wechselstrom sind beim Allradler nun serienmäßig 22 kW möglich. Damit lässt sich der Akku in 3,5 Stunden von 10 auf 100 Prozent bringen – mit dem sonst eingebauten 11-kW-Lader dauert es doppelt so lang. Anders als bei der alten Version hat der Akku nun serienmäßig eine Vorkonditionierung, die automatisch oder auch manuell aktiviert wird. Zudem wird nun auch die Ladeplanung unterstützt.
Ausstattungen und Preise
Man kann zwischen drei Ausstattungen wählen, die Comfort, Teamplayer und Lounge heißen. Während sich Comfort nur mit der Basismotorisierung kombinieren lässt, sind die anderen beiden Ausstattungen nur für die beiden stärkeren Versionen erhältlich.
Aufgeladen werden beide Akkus mit bis zu 150 kW Gleichstrom und in jeweils 30 min (10-80 %). Mit Wechselstrom sind bei der Ausstattung Lounge serienmäßig 22 kW möglich, bei den anderen Ausstattungen die üblichen 11 kW. Ferner bietet die neue Version eine Batterie-Vorkonditionierung und eine Laderoutenplanung.
| Toyota bZ4X FWD |
Toyota bZ4X FWD Long Range |
Toyota bZ4X AWD |
|
| Comfort | 42.990 Euro | – | – |
| Teamplayer | – | 47.990 Euro | 50.990 Euro |
| Lounge | – | 52.990 Euro | 55.990 Euro |
Die Basisversion Comfort bietet serienmäßig 18-Zoll-Aluräder, einen Abstandstempomat (ACC), einen Spurhalte-Assistenten, einen Totwinkel-Warner, sowie LED-Scheinwerfer mit Fernlichtautomatik. Innen gibt es Sitzheizung, einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, getönte Scheiben, Licht- und Regensensor, elektrisch einklappbare und beheizbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera und Einparkpiepser vorn und hinten sowie ein Smart-Key-System. Ebenfalls Serie sind ein 14-Zoll-Touchscreen mit Navi und Laderoutenplanung sowie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto.
Die meisten Exemplare will Toyota aber mit der mittleren Ausstattung Teamplayer ausliefern. Hier gibt es zusätzlich ein 360-Grad-Kamerasystem, eine Diebstahlsicherung mit Einbruchs- und Neigungssensor sowie eine Außenbeleuchtung mit "Footlight-Funktion". Die Topausstattung Lounge schließlich setzt noch 20-Zoll-Leichtmetallräder, einen Einparkassistenten, einen kamerabasierten Innenspiegel, einen automatischen Spurwechsel, Kunstledersitze mit Sitzkühlung vorn sowie Sitzheizung hinten, eine beheizbare Frontscheibe und den erwähnten 22-kW-Bordlader drauf.
Der von Toyota erwartete Verkaufsanteil der einzelnen bZ4X-Versionen (Chart von der Pressekonferenz)
Die Lackpalette umfasst insgesamt acht Farbtöne, darunter drei Zweifarb-Lackierungen mit schwarzem Dach und schwarzen Außenspiegeln, die ausschließlich für die Ausstattungsvariante Lounge angeboten werden.
Seit Anfang 2026 bietet Toyota den bZ4X mit einer so genannten Deutschlandprämie an; damit wird das Leasing deutlich günstiger. Für monatlich 40 Euro ist auch ein Rundum-Sorglos-Paket ("Wartung+") erhältlich. Es deckt die Kosten für Inspektionen, Wechsel der Betriebsflüssigkeiten, einen jährlichen Check sowie die Hauptuntersuchung ab. Zum Start des neuen Modells erhält man bei Abschluss eines Leasingvertrages inklusive "Wartung+" eine 11-kW-Wallbox dazu, die sich über die "My Toyota"-App steuern lässt.
Bildergalerie: Toyota bZ4X (2025)
Konkurrenten
Elektro-SUVs in der Mittelklasse gibt es in rauen Mengen; das Problem liegt hier darin, aus der unübersichtlichen Vielfalt das richtige Modell für den eigenen Bedarf auszuwählen. Zu den wichtigsten Kriterien gehören für uns der Antrieb, aber mehr noch die Reichweite, das Schnellladen und der Preis. Hier eine kleine Vergleichstabelle für die Long-Range-Variante und vergleichbare Modelle ähnlicher Größe:
| Antrieb | Reichweite | Nachladen | Basispreis | |
| Toyota bZ4X LR | FWD 165 kW | bis 568 km | bis 13,3 km/min | 47.990 Euro |
| Opel Grandland | FWD 157 kW | bis 521 km | bis 10,5 km/min | 46.950 Euro |
| Skoda Enyaq | RWD 210 kW | bis 578 km | bis 14,5 km/min | 48.500 Euro |
| Hyundai Ioniq 5 | RWD 168 kW | bis 570 km | bis 22,2 km/min | 53.150 Euro |
| Tesla Model Y Standard | RWD 220 kW | 534 km | ca. 15,5 km/min | 39.990 Euro |
| Tesla Model Y Premium | RWD 220 kW | 622 km | ca. 16,1 km/min | 49.990 Euro |
Unter dem Strich
Der Toyota bZ4X wurde deutlich verbessert. So gibt es mehr Auswahl: Es gibt nun drei statt zwei Antriebe und zwei Batterien statt nur einer. Die Maximalreichweite stieg ebenfalls etwas. Auch der Innenraum wurde deutlich modernisiert und wertiger gestaltet. Am 25. November haben wir den Wagen getestet und er schlug sich besser als das alte Modell.
Letzte Änderung am 28. Januar 2026: Leasing-Aktion ausgegliedert in eigenen Artikel.
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