Hyundai Ioniq 5: Übersicht mit allen Daten und Preisen
Im Oktober ersetzte der Centriq die Versionen Dynamiq und Techniq, und der Einstiegspreis stieg um 1.000 Euro.
Der Hyundai Ioniq 5 erhält im neuen Modelljahr die neue Ausstattung Centriq; dafür entfallen die Versionen Dynamiq und Techniq. So gibt es künftig nur noch fünf statt sechs Ausstattungsvarianten. Das soll der Kundschaft die Auswahl erleichtern, schreibt der Hersteller. Außerdem gibt es ein längeres Ladekabel und noch ein paar Neuerungen mehr. Die Änderungen finden sich schon in der PDF-Preisliste und im Konfigurator.
Die neue Centriq-Version enthält auch die Wärmepumpe; bei der Grundversion kostet sie nach wie vor 1.400 Euro Aufpreis. Hier die Übersicht über die Ausstattungsumfänge aus der Preisliste:
Auch die Preise wurden erhöht. So kostet die Basisversion des Ioniq 5 nun 44.900 statt 43.900 Euro. Der Hecktriebler mit großer Batterie ist nun ab 53.150 Euro zu haben; dafür bekommt man die neue Centriq-Version; bisher gab es die Motorisierung ab 51.650 Euro, allerdings als Dynamiq. Der Allradler ist nun erst ab N Line zu haben und kostet dann 60.900 Euro; bislang war hier Techniq die Grundausstattung und die Preise begannen bei 59.400 Euro. Der Ioniq 5 N kostet dagegen unverändert 74.900 Euro.
| Ioniq 5 2WD 63 kWh | Ioniq 5 2WD 84 kWh | Ioniq 5 4WD 84 kWh | |
| Ioniq 5 | 44.900 Euro | — | — |
| Centriq | 49.900 Euro | 53.150 Euro | — |
| N Line | — | 57.650 Euro | 60.900 Euro |
| Uniq | — | 58.350 Euro | 61.600 Euro |
| N Line X | — | 59.850 Euro | 63.100 Euro |
Bei N Line erscheint das Hyundai-Logo an Front und Heck nun in Schwarz wie beim 5 N. Das optionale Sitzpaket umfasst künftig neben Leder-Alcantara-Bezügen auch eine Sitzheizung hinten und eine elektrische Kindersicherung an den Fondtüren sowie einen Ausstiegsassistenten. Zudem wird ein Park-Paket eingeführt. Beim N Line X sowie dem darunter positionierten Uniq ist zudem der digitale Fahrzeugschlüssel 2.0 mit UWB-Technik künftig Serie.
Unabhängig von der Ausstattung erhalten alle Ioniq-5-Varianten ein längeres Typ-2-Ladekabel für zu Hause: Es misst nun sieben statt fünf Meter. Außerdem wird die Farbpalette um die neue Mattlackierung in "Celadon Grey" erweitert.
Per Over-the-Air-Update ins Auto kommt ein verbessertes Lademanagement: Neben dem maximalen kann nun auch der minimale Ladestand festgelegt werden. Der zuvor fest definierte Mindestwert von 30 Prozent lässt sich künftig bis auf 10 Prozent absenken. So kann die verfügbare Batteriekapazität insbesondere auf längeren Strecken besser genutzt werden, schreibt der Hersteller.
Motorisierungen
An der Technik ändert sich offenbar nichts. Nach wie vor werden Motor-Akku-Kombinationen angeboten, wenn man das Sportmodell Ioniq 5 N mitzählt. Es bleibt bei den im August 2024 eingeführten größeren Batterien mit 63 bzw. 84 kWh (statt 58 und 77 kWh). All diese Werte sind Brutto-Kapazitäten. Die Maximal-Reichweite des Ioniq 5 beträgt unverändert 570 km.
| Ioniq 5 2WD 63 kWh | Ioniq 5 2WD 84 kWh | Ioniq 5 4WD 84 kWh | Ioniq 5 N | |
| Antrieb | RWD 125 kW, 350 Nm |
RWD 168 kW, 350 Nm |
AWD 239 kW, 605 Nm |
AWD 478 kW, 740 Nm |
| 0-100 km/h / Spitze | 8,5 Sek. / 185 km/h |
7,5 Sek. / 185 km/h |
5,3 Sek. / 185 km/h |
3,4 Sek. / 260 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 15,6 kWh | 16,0-17,2 kWh | 16,8-18,2 kWh | 21,2 kWh |
| Akku netto | ca. 60 kWh | ca. 80 kWh | ca. 80 kWh | ca. 80 kWh |
| WLTP-Reichweite | 440 km | 515-570 km | 495-546 km | 448 km |
| Anhängelast | 750 kg | 1.600 kg | 1.600 kg | — |
| Preis (Ausstattung) | 44.900 € (Ioniq 5) | 53.150 € (Centriq) | 60.900 € (N Line) | 74.900 € |
Am weitesten kommt der Hecktriebler mit großer Batterie. Mit den genannten 570 Kilometern Reichweite liegt der Ioniq 5 etwa auf dem Niveau des VW ID.4 Pro und Skoda Enyaq 85, ein Ford Mustang Mach-E schafft bis zu 600 km, das Tesla Model Y kommt in der neuen Premium-Version nun bis zu 622 km weit.
Der Hyundai Ioniq 5 N ist die Sportversion des Ioniq 5; er bietet unendliche Einstellmöglichkeiten, zum Beispiel zur Kraftverteilung. Zudem wirkt das Auto mit ihrem hervorragenden Soundsystem und der simulierten Schaltung wie ein sportlicher Verbrenner, was den Fahrspaß deutlich steigert, wie wir bei unserem Test feststellten.
Bildergalerie: Hyundai Ioniq 5 Facelift (2025)
Details zu den Antrieben
Der Ioniq 5 wird ausschließlich von Permanentmagnet-Synchronmaschinen angetrieben, die vom Konzern selbst entwickelt wurden. Eine technische Besonderheit der Allradler ist die mechanische Kupplung, mit der die Vorderachse automatisch abgekoppelt wird, wenn nicht die komplette Leistung gebraucht wird.
Diese Lösung spart Strom, wenn zum Beispiel beim Dahinrollen auf der Autobahn die hintere Maschine ausreicht. Wenn man die vordere Permanentmagnet-Maschine stromlos schalten würde, würde sie bremsen – anders als eine Asynchronmaschine oder fremderregte Synchronmaschine. Wie die Disconnect Unit technisch realisiert ist, wird in einem Video von Munro Live erklärt. Nach dem Video spart diese Maßnahme 6 bis 8 Prozent Strom. Das Bauteil kostet danach größenordnungsmäßig nur 100 Dollar und war wohl deutlich günstiger als eine höhere Batteriekapazität.
Die Rekuperation lässt sich serienmäßig über Lenkradwippen einstellen. Dabei gibt es die Level 0 (Segeln) bis 4 (starke Rekuperation). Zieht man die Wippen an sich heran, lassen sich zudem noch die Modi Max, Max/i-Pedal und Auto wählen. Max heißt maximale Energie-Rückgewinnung, aber erst in Max/i-Pedal kommt man bis zum Stillstand. Zieht man die linke Wippe länger, wird dieser Modus temporär aktiviert und das Auto verlangsamt bis zum Stand.
Details zu den Batterien
Zum Start gab es Batterien mit 58 und mit 73 kWh. Im Juli 2022 wurde der größere Akku durch eine 77-kWh-Batterie ersetzt. Inzwischen werden wie erwähnt Akkus mit 63 bzw. 84 kWh eingebaut. Die 84-kWh-Batterie wurde beim Hyundai Ioniq 5 N schon ab Marktstart verwendet, als das Facelift in Deutschland noch nicht erhältlich war. Die höheren Speicherkapazitäten dürften sich durch eine verbesserte Chemie ergeben haben; beim Kia EV6 ist das jedenfalls so. Dort hat die Kathode nach wie vor eine NMC811-Chemie, vermutlich wurden also Anode, Elektrolyt oder Additive verändert.
Die Konfiguration der großen Batterie ist laut EV-Database 192s2p, das heißt 192 Zellen werden in Reihe geschaltet, was multipliziert mit der Nennspannung einer Lithium-Ionen-Zelle von etwas mehr als 3,6 Volt eine Batterie-Nennspannung von rund 700 Volt ergibt. Die Module enthalten je 12 Pouch-Zellen in der Konfiguration 6s2p, berichtete Munro Live.
Die kleinere Batterie besitzt wieder laut EV-Database die Konfiguration 144s2p. Es werden weniger Zellen in Reihe geschaltet, wodurch sich eine Nennspannung von nur etwa 520 Volt ergibt. Vermutlich nutzt Hyundai hier die gleichen Module wie beim großen Akku, aber nur 24 statt 32.
Aufladen
Der Hyundai Ioniq 5 besitzt ein 800-Volt-Batteriesystem. Durch die hohe Spannungslage lässt sich der Akku sehr schnell aufladen. Beim Facelift stieg die maximale Ladeleistung der großen Batterie nochmals, hier sind nun 260 statt 240 kW möglich. Beim kleinen Akku sind es nach wie vor 180 kW.
| Ioniq 5 2WD 63 kWh | Ioniq 5 2WD 84 kWh | Ioniq 5 4WD 84 kWh | Ioniq 5 N | |
| Akku netto | ca. 60 kWh | ca. 80 kWh | ca. 80 kWh | ca. 80 kWh |
| WLTP-Reichweite | 440 km | 515-570 km | 495-546 km | 448 km |
| Ladeleistung AC/DC | bis 11/180 kW | bis 11/260 kW | bis 11/260 kW | bis 11/260 kW |
| DC-Ladedauer | ca. 18 min (10-80%) | |||
| DC-Ladegeschwindigkeit | ca. 2,3 kWh/min | ca. 3,1 kWh/min | ca. 3,1 kWh/min | ca. 3,1 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 17,1 km/min | 20,0-22,2 km/min | 19,3-21,2 km/min | 17,4 km/min |
Trotz der gestiegenen Batteriekapazitäten soll ein Ladevorgang von 10 bis 80 % unverändert nur 18 Minuten dauern – bei der kleinen wie bei der großen Batterie. Unser Ladeversuch mit dem technisch ähnlichen Kia EV6 ergab, dass die Angaben recht realistisch sind.
Um auch an 400-Volt-Säulen laden zu können, muss die Spannung auf die rund 800 Volt der Batterie hochtransformiert werden. Statt einen so genannten Boost Converter (also einen weiteren DC-DC-Wandler mit eigener Kühlung und Stromversorgung) zu integrieren, nutzt Hyundai die vorhandene Elektronik im hinteren Inverter (der beim DC-Laden ja nicht gebraucht wird), wie Munro herausgefunden hat.
Interieur und Preise
Das Cockpit des Ioniq 5 wird geprägt durch zwei direkt nebeneinander liegenden Displays im Querformat, die jeweils 12,3 Zoll messen. Ein Head-up-Display gibt es optional. Ebenfalls optional verfügbar sind "digitale Außenspiegel" auf Kamerabasis für 1.400 Euro. Dann kommen Monitore innen an den A-Säulen hinzu, wie im folgenden Bild zu sehen:
Das Cockpit der Facelift-Version
Die Preise für den Hyundai Ioniq 5 beginnen nun bei 44.900 Euro. Den technisch ähnlichen Kia EV6 gibt es ab 44.990 Euro, er ist also praktisch gleich teuer. Bei Kia sind aber die stärkeren Varianten günstiger als bei Hyundai, weil es sie in der gleichen Ausstattung gibt wie das Basismodell. So gibt es den reichweitenstarken Hecktriebler mit 84-kWh-Akku schon für unter 50.000 Euro, während man bei Hyundai über 53.000 Euro zahlt.
Zu den Konkurrenten gehört unter anderem das Tesla Model Y. Deren Basisversion gibt es nun schon ab knapp 40.000 Euro. Diese "Standard"-Variante bietet mit 534 km deutlich mehr Reichweite als der Basis-Ioniq-5, ist zudem viel schneller beim Sprint (7,2 Sekunden), lädt aber als 400-Volt-Modell wohl langsamer.
Test und Beurteilung
Der Hyundai Ioniq 5 wird oft von Journalistinnen und Journalisten genannt, wenn man fragt, welches Elektroauto sie sich kaufen würden. Das liegt sicher zu einem Gutteil an der schicken Optik, aber auch an dem 800-Volt-Batteriesystem und Gimmicks wie der Fähigkeit zum bidirektionalen Laden, den Rückspiegel-Kameras oder dem Relax-Paket mit verschiebbaren Rücksitzen und Relax-Sitzen vorne. Seit einiger Zeit kommt auch noch das Fahrspaß-Wunder Ioniq 5 N hinzu.
Optisch wirkt der Wagen auf Bildern manchmal wie ein Kompaktwagen à la VW Golf, aber in Wirklichkeit ist er deutlich größer – wir stufen ihn als Mittelklasse-SUV ein. Marktstart für das 4,64 Meter lange und 1,61 Meter hohe Fahrzeug war im Juni 2021. Als technische Basis fungiert die Electric Global Modular Platform (E-GMP), die auch die Schwestermodelle Kia EV6, Genesis G60 und Hyundai Ioniq 6 trägt.
Wir haben den Ioniq 5 bereits mehrfach gefahren. Bei uns lesen Sie
- einen Test mit dem alten 73-kWh-Akku und Allradantrieb,
- einen Test der Basisversion mit dem kleinen 58-kWh-Akku und sehen
- einen Video-Test der Version mit der alten 73-kWh-Batterie und Heckantrieb
- einen Test des Hyundai Ioniq 5 N
- einen Alltags- und Reichweiten-Test des Hyundai Ioniq 5 N
Gefallen hat uns die technische Anmutung, die das Auto ausstrahlt. Dazu gehören auch die Inserts mit Kamerabildern vom toten Winkel, die im Instrumentendisplay erscheinen, sobald man den Blinker setzt. Der Kofferraum (527-1.587 Liter) wirkt groß und ist gut nutzbar. In unserem Reichweite-Vergleichstest schnitt der Hyundai Ioniq 5 in der Vor-Facelift-Version ebenfalls recht gut ab: Er kam auf Platz 4 von 12 getesteten Autos.
Technische Daten des Hyundai Ioniq 5
- Heck- oder Allradantrieb mit Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSMs)
- Systemleistung: 125, 168, 239 oder 478 kW
- Drehmoment: 350, 605 oder 740 Nm
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 8,5-3,4 Sek. / 185 bzw. 260 km/h
- WLTP-Stromverbrauch: 15,6-21,2 kWh/100 km
- Akku: 63 bzw. 84 kWh brutto, ca. 60 bzw. 80 kWh netto
- WLTP-Reichweite: 440-570 km
- Ladeleistung: bis 11 kW AC, bis 180 bzw. 260 kW DC
- DC-Ladedauer (10-80%): 18 min (beide Akkus)
- Maße: 4.655 mm Länge / 1.890 mm Breite / 1.605 mm Höhe / 3.000 mm Radstand
- Kofferraum: 520-1.580 Liter (plus 57 Liter Frunk, 24 Liter beim Allradler)
- Marktstart: Juni 2021, Facelift im Sommer 2024
- Basispreis: 44.900 Euro
Letzte Änderung am 24. Oktober 2025: Neue Ausstattung Centriq, geänderte Preise, generell aktualisiert.
Quelle: Preisliste (PDF)
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