In Indien entsteht eine Autofabrik, in Indonesien ein Akku-Werk

Elon Musk will mit seinen Elektroautos nach Indien expandieren. Am Sonntag hat nun der Ministerpräsident des südindischen Bundesstaates Karnataka angekündigt, Tesla werde dort eine Autofabrik bauen. Das Werk soll in der Nähe von Bangalore entstehen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung nun meldet.

Schon im Oktober hatte Musk eine Expansion nach Indien angekündigt. Im Dezember hatte dann Indiens Transportminister Nitin Gadkari erklärt, Tesla werde im Frühjahr mit dem Verkauf von Elektroautos in Indien beginnen und später auch eine Produktion auf dem Subkontinent aufziehen. 

Die Regierung von Narendra Modi steht hinter dem Pariser Klimaabkommen und will bis 2030 das Land auf Elektromobilität umstellen. Doch bislang gibt es in Sachen Elektroautos wenig Fortschritte. Der Auto-Markt in dem knapp 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Land war im Jahr 2019 etwa vier Millionen Autos groß. Darunter sind aber nur wenige Elektroautos. Auch eine Ladeinfrastruktur fehlt bislang.

Zu den angebotenen Elektroautos in Indien gehören günstige einheimische Modelle wie der Tata Tigor EV, Tata Nexon EV und Mahindra e-Verito sowie Mahindra e2o. Aber auch der MG ZS und der Hyundai Kona Elektro sind erhältlich und seit Oktober auch der Mercedes EQC. Das für indische Verhältnisse extrem teure Elektro-SUV aus Stuttgart hat sich seit dem Marktstart gerade 31 Mal verkauft, so die FAZ. 

Auch in Indonesien will Tesla vorankommen. Derzeit verhandeln die Amerikaner mit der Regierung über eine Batteriefertigung. Damit will sich Elon Musk offenbar den Zugriff auf die Nickel-Ressourcen des Landes sicher, wo Indonesien mit jährlich rund 800.000 Tonnen Weltmarktführer ist. Tesla ist dabei aber nicht alleine: Auch der chinesische Batteriehersteller CATL will in Indonesien 5 Milliarden Dollar investieren.

Auch in Singapur gibt es nun wieder Teslas. Nachdem Musk den Markt vor rund zehn Jahren wegen der zu geringen Förderung verlassen hatte, kehrt die Elektromarke nun zurück. Vor wenigen Tagen erhielten offenbar zwei Model-3-Versionen eine Emissionseinstufung, die auch eine Förderung mit 25.000 Singapur-Dollar ermöglicht. Tesla stellte nun am 9. Februar den Online-Konfigurator für Singapur online. Danach kostet die Model-3-Basisversion mit Heckantrieb und 448 km Reichweite 112.845 Singapur-Dollar, umgerechnet rund 70.000 Euro.