Bis 2025 will der Stellantis-Konzern alle Baureihen elektrifizieren

VW hat gerade einen großen Aufschlag gemacht mit seiner Accelerate-Strategie. Jaguar versprach letzte Woche, ab 2030 keine Verbrenner mehr zu verkaufen, ähnlich wie Ford und Volvo. Renault verkündete kürzlich eine Renaulution. Da will Stellantis, der neue Verbund aus PSA und FCA, nicht abseits stehen. Über einige Pläne von Konzernchef Carlos Tavares berichtete nun Automotive News Europe.

14 Marken umfasst Stellantis nun, von Peugeot in Frankreich über Fiat in Italien, Jeep und Ram in den USA bis hin zu Opel in Deutschland. Noch will sich Tavares nicht auf einen Zeitpunkt für den Abschied vom Verbrenner festlegen. Doch er hat den Trend erkannt, und der geht "in Richtung eines Verbots von Verbrennungsmotoren".

"Wir geben bei batterieelektrischen Fahrzeugen Vollgas", so Tavares diese Woche bei der Bekanntgabe der Konzernergebnisse zum vierten Quartal 2020. "Wir glauben nicht, dass wir noch milde Hybride oder Plug-in-Hybride haben werden", sagte er. Denn zum Beispiel Großbritannien will bereits ab 2030 keine Neuwagen mit Verbrenner mehr zulassen. Das gleiche Jahr hat die Stadt Paris als Enddatum für Benziner und Diesel festgelegt, während im Rest von Frankreich erst 2040 Schluss sein soll. Kalifornien will ab 2035 dem Verbrenner den Garaus machen.

Zehn neue Plug-in-Hybride und BEVs im laufenden Jahr

Bis 2025 will Stellantis vollelektrische oder Hybridversionen in allen europäischen Baureihen sowie in allen leichten Nutzfahrzeugen in den USA anbieten. Im laufenden Jahr will Stellantis zehn neue Hochvolt-Fahrzeuge (also Elektroautos und Plug-in-Hybride) auf den Markt bringen, so Tavares. Darunter sind auch vollelektrische Varianten von Kleintransportern – womit wahrscheinlich der Elektro-Ducato gemeint ist.

Jeep Wrangler Electric Concept
Der Elektro-Wrangler als Röntgen-Bild

Bisher hat Stellantis Plug-in-Hybrid-Versionen von Jeep Renegade, Compass und demnächst Wrangler sowie Grand Cherokee im Angebot, auch eine Elektroversion des Wrangler ist geplant und sogar ein elektrifizierter Pick-up von Ram. Dazu kommen die Plug-in-Hybride von PSA (Peugeot 3008 Hybrid und 508 Hybrid, Opel Grandland-X Hybrid etc.), die Elektroautos auf Basis der CMP-Plattform (Opel Corsa-e und Mokka-, Peugeot e-208 und e-2008, Citroen e-C4, DS 3 Crossback E-Tense etc.) und den rein elektrisch angetriebenen Fiat 500.

Außerdem hat PSA die Elektroplattform e-VMP angekündigt. Laut Tavares wird dieser Baukasten erstmals 2023 für den neuen Peugeot 3008 eingesetzt. Die Plattform kann eine 100-kWh-Akku aufnehmen und bietet dann eine Reichweite von über 600 km. Die Plattform soll kompakte und mittelgroße Elektroautos tragen, daneben soll es eine neue Version der CMP-Plattform namens e-CMP geben für kleine und kompakte Autos.

Bildergalerie: Peugeot 3008 (2021)