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Peugeot will gesamte Modellpalette bis 2023 elektrifizieren

Bisher hieß es: eine elektrifizierte Version pro Baureihe bis 2025

Peugeot will seine gesamte Modellpalette bis 2023 elektrifizieren

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

12. Mär. 2021 um 14:16 Uhr

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Hinter dem langweilig klingenden Titel "Eco-Mobilität von Peugeot: Die Power-of-Choice-Strategie" hat Peugeot eine interessante Mitteilung zu seiner Elektrifizierungs-Strategie versteckt: Peugeot "strebt bis zum Jahr 2023 ein zu 100 Prozent elektrifiziertes Angebot an", heißt es darin.

Wenn es sich nicht um einen Übersetzungsfehler von Peugeot handelt, ist die Nachricht eine Wende. Denn bisher wurden zwar einzelne Modelle als Elektroauto oder Plug-in-Hybrid angeboten, aber von einer Komplett-Elektrifizierung war bislang nicht die Rede. Im Juli 2020 schrieb Peugeot, man plane, "bis zum Jahr 2025 vom Kleinwagen über die SUV bis zum leichten Nutzfahrzeug für jedes Modell eine elektrifizierte Version anzubieten."

Dieses Ziel zieht Peugeot nun offenbar vor. Mit 100 Prozent elektrifiziertem Angebot ist vermutlich gemeint: eine elektrifizierte Version in jeder Baureihe. Denn wie gesagt: Peugeot baut auf die Power of Choice; Käufer sollen zwischen Verbrenner, Plug-in-Hybrid und Elektroauto wählen können. 

Unglaubwürdig ist der Plan nicht. 2020 waren immerhin schon 13 Prozent aller verkauften Fahrzeuge elektrisch, beim 208 lag der Anteil sogar schon bei 50 Prozent, wie die Marke im Januar mitteilte. Neben Elektroautos wie e-208 und e-2008 hat Peugeot auch noch eine komplette Riege elektrischer Nutzfahrzeuge. Sie umfasst e-Expert, e-Traveller, e-Boxer (in Kürze bestellbar) und e-Partner/e-Rifter (ab Herbst). 

Hinzu kommen die Plug-in-Hybride auf Basis des Peugeot 3008 und 508 (inklusive Kombiversion SW), darunter auch der neue 508 und 508 SW Peugeot Sport Engineered mit 360 PS und 520 Nm Drehmoment. Auch der kommende 308 soll eine oder mehrere Plug-in-Hybrid-Versionen bekommen.

Es fehlen dann noch die Baureihen 108 und 5008. Der 108 wird demnächst möglicherweise ersetzt, denn Toyota plant angeblich einen neuen Aygo auf Basis seiner TNGA-B-Plattform, der 2022 starten soll. Der Aygo ist baugleich mit dem Peugeot 108 und dem Citroen C-1, und die Fabrik im tschechischen Kolin, in der alle drei gefertigt werden, wurde kürzlich von Toyota übernommen. Wenn der Aygo auf TNGA-B beruht wie der neue Yaris, dann könnte er vielleicht auch den Hybridantrieb erhalten.

Dann bliebe noch der 5008. Der Plug-in-Hybrid-Antrieb passt in ihn wohl wegen der dritten Sitzreihe nicht hinein. Wird Peugeot das Modell also einstellen? Die Verkaufszahlen lassen das nicht vermuten, denn das Auto verkaufte sich 2020 immerhin rund 3.600 Mal. Hier tappen wir noch im Dunklen.

Quelle: Peugeot via Electrive.net

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