Erstes reines Elektroauto-Werk des Konzerns meldet neuen Produktionsrekord

Das Volkswagen-Werk im sächsischen Zwickau beschleunigt schrittweise die Produktion und hat nun einen neuen Meilenstein erreicht: 1.000 Elektroautos rollen täglich vom Band. Vor einem Monat waren es noch 800 pro Tag.

Nach dem Produktionsstart des neuen Audi Q4 e-tron fertigt das Werk den VW ID.3 und ID.4, den Audi Q4 e-tron und im Pilotmaßstab auch schon den VW ID.5, der im zweiten Halbjahr 2021 starten soll. Der Cupra Born wird bald ebenfalls in Zwickau gebaut. 

Insgesamt sollen sechs Modelle in Zwickau gebaut werden. Vermutlich ist das sechste Modell die Sportback-Version des Q4 e-tron, möglicherweise aber auch eine Seat-Version des Born.

 

1.000 Autos pro Tag sind allerdings noch nicht das letzte Wort. Ziel von VW ist es, den Output auf über 1.400 pro Tag (bei drei Schichten) zu steigern. "Ziel ist es, im Sommer mehr als 1.400 Fahrzeuge pro Arbeitstag zu produzieren, um die hohe Nachfrage nach dem Weltauto und der ID.-Familie zu bedienen", so Volkswagen.

Das entspricht rechnerisch fast 10.000 pro Woche, rund 40.000 pro Monat und über 500.000 pro Jahr. Die nominale Jahresproduktion soll jedoch bei 330.000 Fahrzeugen (verteilt auf alle sechs Modelle) liegen. 

 

Das Werk Zwickau ist der Schlüssel für die Elektrifizierungs-Welle von Volkswagen mit den neuen Modellen auf Basis des Modularen Elektro-Baukastens (MEB). In den nächsten Jahren soll es eine zweistellige Anzahl von Werken geben, in denen MEB-Fahrzeuge produziert werden.

Bislang werden MEB-Fahrzeuge auch in China (zwei Werke) und in Tschechien (Skoda Enyaq iV) produziert. In Deutschland sollen auch die Werke Emden und Hannover in die Produktion eingreifen; in Dresden wird bereits der ID.3 gebaut, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab als in Zwickau. Nächstes Jahr soll auch das Werk Chattanooga in den USA hinzukommen; dort dürfte der ID.6 gebaut werden.