Kleines Elektro-SUV im Juke-Format soll gegen Opel Mokka-e & Co. antreten

Gegen Ende des Jahres bringt Nissan den Ariya auf den Markt, ein 4,59 Meter langes Elektro-SUV im Format eines VW ID.4. Ähnlich wie bei dem Kompakt-SUV aus Wolfsburg dürften die Preise bei rund 40.000 Euro beginnen. Im Segement darunter (dem B-Segment) fehlt noch ein Angebot. Doch Nissan plant noch ein weiteres Elektro-SUV, das die Lücke füllen soll, wie AutoExpress nun bereichtet.

Das Elektro-SUV soll die Größe des Nissan Juke haben, also etwa 4,20 Meter lang sein. Damit würde der Wagen gegen Opel Mokka-e, Peugeot e-2008, Kia e-Soul, Hyundai Kona Elektro und MG ZS EV antreten. Das neue Modell soll auf einer verkürzte Version der CMF-EV-Plattform verwenden, die auch vom Ariya und vom kommenden Elektro-Mégane von Renault.

Dass weitere Elektroautos in der Mache sind, deutete auch Nicolas Bozek, der Produktplanungs-Verantwortliche bei Nissan Europe, gegenüber AutoExpress an. Das neue elektrische Allradsystem E-4orce, das im Ariya debütiert, bestätigte Bozek, dass das System auch für andere Autos geplant ist. "Wir sind ziemlich stark im B-Segment. Es könnte ziemlich interessant für diese Art von Auto sein", so Bozek.

Bildergalerie: Nissan Ariya (2021)

Ähnlich wie den Ariya, den es in zwei Frontantriebs- und drei Allradversionen gibt, soll auch das kleinere Modell mit Front- und Allradantrieb angeboten werden. Dabei dürften die Fronttriebler den Schwerpunkt bei den Verkäufen bilden.

Als Akku wird wohl die kleinere Batterie des Ariya eingesetzt, die 63 kWh bietet. Beim Ariya mit Frontantrieb reicht sie für 360 km, beim kleinen Bruder dürften es über 400 km sein. Der schwächste Antrieb aus dem Ariya ist mit 160 kW wohl zu stark.

Das neue Modell soll eine ähnliche Front wie der Ariya bekommen, dazu eine Bicolor-Lackierung mit einem Dach in Kontrastfarbe. Auch eine Coupé-SUV-Variante des Neulings ist möglich, heißt es in dem Artikel. Dank der Packaging-Vorteile einer dedizierten Elektroplattform wie CMF-EV dürfte das kleine SUV innen geräumiger sein als der Juke, glaubt AutoExpress.

Als Konkurrent von Opel Mokka-e, Hyundai Kona Elektro & Co. müsste der neue Nissan wohl im Preisbereich um die 30.000 Euro starten. Der optionale Allradantrieb wäre ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Segment.

Bildergalerie: Nissan Gripz Concept (2015)