Der Antriebsstrang bleibt aber unverändert

An diesem Sonntag beginnt das Rennen Mexican 1000 der National Off-Road Racing Association (NORRA) auf der mexikanischen Halbinsel Baja. Volkswagen ist mit dabei, allerdings ohne Benzin im Gepäck. Der Autohersteller schickt einen modifizierten VW ID.4 ins Rennen, der den serienmäßigen Antriebsstrang beibehält, aber mit einer Reihe von Upgrades ausgestattet ist, die ihm helfen sollen, das Gelände zu meistern.

Rhys Millen Racing, zusammen mit dem Profi-Rennfahrer Tanner Foust und Tanner Foust Racing, modifizierten den ID.4 mit einer Vielzahl von Upgrades für die zermürbende Herausforderung. Der VW verfügt über Federbeine im Rallye-Stil, röhrenförmige untere Querlenker und kastenförmige hintere Unterlenker.

Das Team verbesserte das Kühlsystem und fügte 3/8-Zoll-Stahlkufenplatten zum Schutz des Chassis hinzu. Die serienmäßigen 19-Zoll-Räder wurden durch 18-Zoll-Einheiten ersetzt, die mehr Seitenwandfläche für die Traktion haben. Zudem liegt der Offroad-ID.4 rund fünf Zentimeter höher als die Serienversion.

Bildergalerie: VW ID.4 Offroad von Rhys Millen Racing

Der ID.4 behält seinen serienmäßigen Antriebsstrang, einschließlich des 77-kWh-Akkus. Das Team hofft, 98 Prozent der Rennetappen ohne Nachladen zu absolvieren, und es wird dem Rennwagen mit einem tragbaren 50-kWh-Schnellladegerät, das Biokraftstoffe verwendet, wieder Saft zuführen. Der Motor leistet seine serienmäßigen 204 PS (150 Kilowatt), da das Unternehmen keine Änderungen vorgenommen hat. Schon bald bringt VW übrigens selbst einen ID.4 GTX mit um die 300 PS Leistung.

Foust unternahm mehrere Testfahrten mit dem Auto und stellte fest, dass der Geländewagen am besten funktioniert, wenn er im normalen Fahrmodus mit aktivierter Traktionskontrolle und Batterierückgewinnung betrieben wird.

VW ist kein Unbekannter bei den NORRA Mexican 1000. Das Unternehmen nahm am ersten Rennen im Jahr 1967 teil und gewann es mit einem Meyers Manx auf Käferbasis. Das diesjährige Rennen begann am Sonntag, den 25. April, und dauert bis zum 29. April, wo die Teilnehmer über 1.141 Meilen (rund 1.800 Kilometer) um den Sieg fahren werden.

Foust wird den ID.4 zusammen mit der Autorin und Offroad-Rennfahrerin Emme Hall steuern. VW hat den Innenraum modifiziert, indem Funktionen wie das HVAC-System entfernt wurden, während ein Überrollkäfig, Rennsitze und neue Bildschirme, die wichtige Fahrzeuginformationen anzeigen, eingebaut wurden. Etwas skurril mutet hingegen das beibehaltene helle Lenkrad an, was im Wüstenstaub wohl schnell seine Farbe ändert.