Home

Tesla

News

Tesla-Crash in Texas: Autopilot war wohl nicht aktiviert

Haben die getöteten Insassen fälschlicherweise geglaubt, er wäre aktiviert?

Vorläufiger Untersuchungsbericht zum Tesla-Crash in Texas

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

11. Mai 2021 um 11:08 Uhr

Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen

Teilen

Am 17. April kamen zwei Insassen eines Tesla Model S in Texas zu Tode. Seit die Polizei davon sprach, dass zum Unfallzeitpunkt keine Person auf dem Fahrersitz saß, wird gemutmaßt, dass einer der Insassen den Autopilot aktiviert und im Vertrauen auf das autonome Fahrsystem den Fahrersitz verlassen hatte. Nach dem vorläufigen Untersuchungsbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde ist dieses Szenario nun unwahrscheinlicher geworden.

Laut Bericht des NTSB (National Transportation Safety Board) war das Model S P100D von 2019 mit dem Autopilot ausgestattet. Tests mit einem gleichartigen Fahrzeug am Unfallort zeigten, dass zwar die Traffic Aware Cruise Control (der Abstandstempomat) eingeschaltet werden konnte, aber die Autosteer-Funktion nicht verfügbar war. Damit dürfte der Autopilot nicht aktiv gewesen sein, denn dieser setzt sowohl eine aktivierte Traffic Aware Cruise Control als auch aktiviertes Autosteer voraus.

Der Bericht stützt insofern die Aussagen von Elon Musk, der nach dem Unfall getwittert hatte, der Autopilot könne an der Unfallstelle nicht aktiviert werden:

 

Aus der Pressemeldung des NTSB geht nicht hervor, ob die Insassen möglicherweise fälschlich davon ausgegangen sind, dass der Autopilot aktiv war. Das wäre interessant zu wissen, denn wenn sie gewusst hätten, dass der Autopilot nicht aktiv war, hätten sie sich wohl kaum vom Fahrerplatz entfernt – es sei denn, in selbstmörderischer Absicht. Eine gesicherte Rekonstruktion des Unfallhergangs lässt der NTSB-Bericht also wohl noch nicht zu.

Mehr zum Tesla Autopilot:

Tesla-Autopilot und FSD: Hat Elon Musk zu viel versprochen?

Tesla Autopilot fährt auch ohne Person auf dem Fahrersitz

Dem Bericht zufolge geschah der Unfall sehr nahe am Wohnsitz des Tesla-Besitzers. Aufnahmen von den Sicherheitskameras des Hauses zeigen, wie der Tesla-Eigentümer auf dem Fahrersitz Platz nimmt, und wie der Beifahrer auf den Beifahrersitz steigt. Das Video zeigt auch, wie die beiden langsam losfahren. Das Auto fuhr jedoch nur etwa 170 Meter weit, bevor es in einer Kurve von der Straße abkam und gegen zwei Schächte sowie einen Baum prallte.

Das Feuer nach dem Unfall zerstörte laut NTSB das Datenspeichergerät des Tesla – daher lassen sich daraus wohl keine Informationen mehr gewinnen. Das beschädigte Datenspeicherungs-Modul des Rückhaltesystems, wird derzeit noch ausgewertet. Es könnte Informationen zur Fahrzeuggeschwindigkeit, zu Beschleunigung und zum Status der Gurte und Airbags liefern. Ebenfalls noch vom NTSB ausgewertet werden Daten zur Unfalldynamik und Ergebnisse toxikologischer Tests an den Leichen.

Quelle: NTSB via InsideEVs USA

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Mehr zur Technik des Tesla Roadster: Bis zu 1.000 kW, 500 km Reichweite und Düsenantrieb



BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer



Tesla Roadster hebt mit Kaltgastriebwerken ab: Produktion soll 2028 starten



Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition



Tesla Model 3: Mehr Reichweite und schnellerer Sprint



Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen



Tesla Model Y (2026): Facelift wird bei Intax zum Taxi