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Elon Musk wendet sich aus Klimaschutzgründen vom Bitcoin ab
Noch im Februar legte Tesla viel Geld in der Kryptowährung an, jetzt folgt die Kehrtwende

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
13. Mai 2021 um 10:10 Uhr
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Noch im Februar fand Elon Musk die Kryptowährung Bitcoin prima. Tesla legte nicht weniger als 1,5 Milliarden Dollar in der Digitalwährung an und gab bekannt, dass künftig bei der Bezahlung der Autos auch Bitcoin akzeptiert würden. Doch nun folgt die Kehrtwende: Tesla wendet sich vom Bitcoin ab, wie Bloomberg und FAZ.net berichten.
Als Grund gab Musk Umweltbedenken an: Für die Herstellung (dem so genannten Mining) und bei den Transaktionen würden zu viel fossile Energieträger verbrannt, so Musk am gestrigen Mittwoch auf Twitter:
Bloomberg und die Frankfurter Allgemeine Zeitung verstanden den Tweet so, dass Tesla auch keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptiere. Diese Information ist aber in dem von Musk zitierten Text (möglicherweise aus einer Pressemitteilung) nicht explizit enthalten. Dort ist nur davon die Rede, dass man Bitcoin wieder für Transaktionen nutzen wolle, wenn das Mining umweltfreundlicher würde.
Ähnlich wie die positive Äußerung im Februar den Bitcoin-Kurs in ungeahnte Höhen katapultierte, so folgte nun der Absturz: Der Preis für die Kryptowährung sank schlagartig um Tausende Dollar. Zeitweise lag der Kurs um 15 Prozent niedriger als einen Tag zuvor. Allerdings gaben auch andere Kryptowährungen nach, und zwar schon vor dem Tweet von Musk.
Bitcoins werden durch aufwendige Computer-Berechnungen erzeugt, bei denen viel Strom verbraucht wird. Wenn dieser Strom mit fossilen Energieträgern erzeugt wird, entsteht dabei CO2, was von Umweltschützern bereits seit Längerem kritisiert wird.
Nach dem Bitcoin Energy Consumption Index der Online-Plattform Digiconomist werden durch die Digitalwährung jährlich 116 Terawattstunden elektrische Energie verbraucht – was etwa dem Energiebedarf der Niederlande entspricht. Außerdem entstehen dadurch etwa 55 Megatonnen CO2 jährlich, also etwa so viel wie der Stadtstaat Singapur pro Jahr erzeugt. Dem Index ist auch zu entnehmen, dass sich der Energiehunger des Bitcoins in den letzten Jahren deutlich erhöht hat.
Nach den Tweets von Elon Musk will Tesla künftig eher andere Kryptowährungen nutzen, die zu geringeren CO2-Emissionen führen. Dazu rechnet Musk offenbar auch den Dogecoin:
Zum Dogecoin äußert sich Elon Musk bereits seit Ende Januar positiv – und pusht damit den Kurs dieser Währung. Insgesamt wird man den Verdacht nicht los, dass hinter den Tweets von Musk auch finanzielle Interessen stecken könnten; schließlich verdankt Tesla einen nicht gerade kleinen Teil seiner Gewinne Spekulationen mit Digitalwährungen. So verdankte Tesla seinen Gewinn im ersten Quartal 2021 nicht zuletzt dem Handel mit Bitcoins, wie unter anderem Tagesschau.de meldete.
In seinem oben abgebildeten Tweet teilte Musk zwar vorsorglich gleich mit, dass er die Bitcoins in seinem Portfolio behalten will. Doch das sagt nichts darüber, ob Tesla nicht vielleicht über andere Finanzinstrumente von einem Absturz des Bitcoin und einem Kursanstieg des Dogecoin profitiert.
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