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Hyundai will ab 2035 keine Verbrenner mehr in Europa anbieten
Wirklich ambitioniert ist das nicht, da die EU ohnehin ein Verbrenner-Aus für 2035 anstrebt

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
6. Sep. 2021 um 11:12 Uhr
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Am heutigen Montag hat Hyundai auf der IAA Mobility bekanntgegeben, dass man "ab 2035 keine Verbrennerfahrzeuge mehr in Europa verkaufen" will. Wirklich ambitioniert ist das nicht, da die EU ohnehin ein Verbrenner-Aus im Jahr 2035 anstrebt.
Bis 2040 sollen die CO2-Emissionen um 75 Prozent unter das Niveau von 2019 sinken, fünf Jahre später will man bei null ankommen. Hyundais Weg in die Klimaneutralität wird durch drei Säulen charakterisiert:
Säule 1: Mehr E-Autos und FCEVs
Hyundai will den Anteil von emissionsfreien Fahrzeugen (ZEV, zero-emission vehicles) bis 2030 auf 30 Prozent des weltweiten Absatzes erhöhen. 2040 sollen batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEVs) 80 Prozent ausmachen.
Ab 2035 will Hyundai in Europa nur noch ZEVs anzubieten. Bis 2040 sollen Fahrzeuge, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, in den wichtigsten Weltmärkten wegfallen.
Vom Ioniq 5, der seit Juni 2021 in Deutschland angeboten wird, führt der Weg zuerst zum Ioniq 6. Auf der IAA wird aber noch nicht das Serienmodell, sondern nur die Designstudie Prophecy gezeigt.
Bildergalerie: Hyundai Prophecy (2020)

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Was Autos mit Brennstoffzellen angeht, so will Hyundai im Jahr 2023 die nächste Generation des Nexo und ein wasserstoffbetriebenes Mehrzweckfahrzeug (MPV) präsentieren. Ab 2025 plant Hyundai die Einführung eines großen SUV mit Brennstoffzellenantrieb.
Auf der Blue Lane, der Verbindungslinie zwischen Messezentrum und Münchner Innenstadt, können IAA-Besucher neben dem Nexo (sowie Kona und Ioniq 5) auch den Brennstoffzellen-Bus Hyundai Elec City Fuel Cell erproben.
Säule 2: Urbane Mobilität und autonomes Fahren
Diese Säule umfasst unter anderem die Urban Air Mobility (UAM) und autonome Fahrzeuge wie das Robotaxi auf Basis des Ioniq 5, das auf der IAA zu sehen ist. Was die UAM angeht, so verweist Hyundai auf die Studie S-A1, die auf der CES 2020 zu sehen war. 2028 will Hyundai ein vollelektrisches UAM-Modell für den innerstädtischen Verkehr bringen. In den 2030er-Jahren soll dann eine "regionale Luftmobilität" entstehen, die benachbarte Städte miteinander verbindet.
Säule 3: Grüne Energie
Im Juli schloss sich Hyundai der RE100-Initiative der Climate Group an. Im Rahmen dieser Gruppe soll das Hyundai-Werk in Nošovice bis 2022 vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden.
Außerdem fördert Hyundai die Erzeugung und Bereitstellung von grünem Wasserstoff. Dazu hat die Marke bereits in das Start-up H2Pro investiert. Darüber hinaus plant Hyundai den Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur in Ländern mit starker staatlicher Unterstützung und viel erneuerbarer Energie.
Ein weiteres Projekt sind Energiespeicher auf Basis von alten Traktionsbatterien. Ein solches Second Life Battery Energy Storage System (SLBESS) soll ab 2022 in kleinerem Maßstab in Deutschland getestet werden.
Mehr zum Verbrenner-Aus und zum Ioniq 7:
Diese Autohersteller steigen ganz auf Elektroantrieb um
Hyundai Ioniq 7: Alles, was zu dem Elektro-SUV bisher bekannt ist
Bildergalerie: Hyundai-Stand auf der IAA
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Quelle: Hyundai (per E-Mail)
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