Aral führt Plug&Charge ein. Bis zum Jahresende soll das praktische Ladeverfahren an allen Aral Pulse Chargern verfügbar sein. Damit gehört Aral neben Ionity und NewMotion von Shell zu den ersten Ladesäulen-Anbietern, die Plug&Charge implementieren.

Bei Plug&Charge muss man nur das Auto an die Ladesäule anschließen, und der Ladevorgang beginnt. Die Authentifizierung geschieht dabei über das Ladekabel: Säule und Auto einigen sich sozusagen über die Lademodalitäten. Vorteil: Man muss sich nicht mehr eigens per Ladekarte oder App bei der Säule anmelden. Auch die Abrechnung geschieht automatisch: Man erhält eine Rechnung mit allen Ladevorgängen.

Um die Technik nutzen zu können, muss freilich auch das Auto Plug&Charge unterstützen. Das ist erst bei wenigen Modellen der Fall, zum Beispiel beim Mercedes EQS und dem neuen EQE, dem Audi e-tron, dem Porsche Taycan, dem Ford Mustang Mach-E um den Elektro-Smarts. Zudem muss man einen Vertrag mit einem Ladestrom-Anbieter abschließen, der Plug&Charge unterstützt – bei Mercedes Me ist diese Möglichkeit eingeschlossen. 

Aral hat die Technologie in den vergangenen Tagen an der Ladestation in Murr bei Stuttgart getestet – gemeinsam mit Autoherstellern und den Aral-Partnern Alpitronic, has·to·be und Hubject. 

Plug&Charge hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn ein rasantes Wachstum bei der Zahl der Ladevorgänge verzeichnet, wie die folgende Grafik verdeutlicht. Danach verachtfachte sich die Zahl der Inanspruchnahmen. Absolute Zahlen gehen aus der Grafik allerdings nicht hervor. 

Zuwachse von Plug&Charge-Ladevorgängen 2021

Aral will bis Ende des Jahres 500 schnelle Pulse-Ladepunkte in Deutschland haben. Sie verteilen sich auf 120 Aral-Tankstellen. Dabei kann mit bis zu 350 Kilowatt aufgeladen werden. Bisher authentifiziert man sich dort am einfachsten, indem man mit dem Smartphone einen QR-Code einliest und dann den Online-Bezahlvorgang nutzt, heißt es auf der Aral-Website. Außerdem kann man diverse Ladekarten nutzen. Bald soll auch das Bezahlen per Kreditkarte möglich sein.