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Tesla-Ökostrom: Elon Musk reichen E-Autos und Raketen nicht

Zusammen mit einer Solaranlage und einem stationären Stromspeicher entsteht ein komplettes "Öko-System"

Tesla bietet nun auch Ökostrom in Deutschland an

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

29. Nov. 2021 um 13:09 Uhr

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Elon Musk baut Elektroautos, stationäre Stromspeicher, Solaranlagen, Raketen und will mit seiner Boring Company auch Tunnels bohren. Als neues Betätigungsfeld kommt nun auch noch der Strommarkt hinzu: Zusammen mit Octopus Energy bietet Tesla einen Ökostrom-Tarif in Deutschland an.

Ein Tesla-Elektroauto muss man nicht besitzen, um den Tarif zu nutzen, Voraussetzung ist jedoch eine eigene Photovoltaik-Anlage sowie eine Tesla Powerwall – so heißt der stationäre Stromspeicher fürs Eigenheim, den die US-Firma bereits seit 2015 anbietet. Zu einer Powerwall gehören ein Lithium-Ionen-Akku samt Flüssig-Kühlsystem und eine Ladesteuerung, welche die Vernetzung mit einem Smart Home ermöglicht. Stromausfälle sollen automatisch erkannt und mit Strom aus den Akkus überbrückt werden, so Tesla auf seiner Website.

Die zweite Generation des Stromspeichers (Powerwall 2) speichert 13,5 kWh und liefert 4,6 kW elektrische Leistung auf einer Phase – zum Schnellladen eines Elektroautos ist der Stromspeicher also nicht geeignet. Bis zu zehn solcher Geräte können pro Eigenheim installiert werden. 

Dazu passt der neue Ökostrom-Tarif von Tesla: Liefert die Solaranlage mehr Strom als gerade gebraucht wird, speichert ihn die Powerwall. Liefert sie zu wenig Strom, bezieht man Ökostrom vom Tesla-Partner Octopus Energy.

Dafür fällt eine monatliche Grundgebühr von drei Euro an sowie ein ortsabhängiger Fixbetrag für den Netzbetreiber – für München sind das laut Octopus-Onlinerechner zum Beispiel 5,18 Euro pro Monat. Hinzu kommt noch der Arbeitspreis von knapp 29 Cent pro Kilowattstunde (in München). Insgesamt ergeben sich so knapp 68 Euro pro Monat, wenn man von einem Strombedarf aus dem Netz von 2.500 kWh pro Jahr ausgeht.

Für normalen Haushaltsstrom zahlt man in Deutschland durchschnittlich 32 Cent. Bei 2.500 kWh pro Jahr ergibt das 800 Euro, also etwa 67 Euro monatlich – kaum weniger als der Ökostrom von Tesla kostet. Zumindest für Stromtarif-Laien wie uns klingt das nicht schlecht.

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Quelle: Tesla via Wirtschaftswoche

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