Tito: Argentinischer Elektro-Winzling mit Mini-Gesicht
Hinter dem Auto mit dem politischen Namen steckt das Unternehmen Coradir
Kennen Sie Tito? Na klar, werden die historisch Interessierten unter Ihnen sagen: Den einstigen Staatschef von Jugoslawien. Das stimmt, doch jetzt betritt ein weit wenig mächtig wirkender Tito die Bildfläche in Gestalt eines kleinen Elektroautos die Bildfläche.
Hinter dem Mikro-Vehikel mit dem Gesicht des ersten Mini Countryman steckt die argentinische Firma Coradir. Sie hat eine erste Charge von 10 Elektroautos an sein landesweites Netz von Vertragshändlern ausgeliefert und wird bald mit dem Vertrieb des Modells an andere Händler und Privatpersonen beginnen.
Der Tito wurde im Mai dieses Jahres in Argentinien auf den Markt gebracht und hat nach Angaben des Unternehmens "alle Verkaufserwartungen übertroffen". Es ist ein kleines und leichtes Fahrzeug, das für die Stadt konzipiert ist und vier Personen befördern kann. Er gehört zum lokalen Segment A (Citycar), sein Design wurde von dem chinesischen Sunshine M1 übernommen. Sein Konkurrent in Argentinien ist der Volt Motors, der in der Provinz Córdoba hergestellt wird und bereits auf dem Markt ist.
Bildergalerie: Elektro-Stadtauto Tito aus Argentinien
Die Reichweite von Tito beträgt 100 Kilometer und seine Höchstgeschwindigkeit 65 km/h. Die Leistung seines Asynchron-Elektromotors beträgt 4,5 kW, und er verfügt über eine 2000-Zyklen-Lithium-Ferrophosphat-Batterie, deren vollständige Aufladung zwischen sechs und acht Stunden dauert.
Dieses Auto, das 15.000 US-Dollar kostet (der argentinische Peso ist praktisch wertlos), erlaubt auch Teilaufladungen und verwendet eine dreipolige Haushaltssteckdose (Stecker 2073), mit der es auf die gleiche einfache Weise wie jedes andere Haushaltsgerät aufgeladen werden kann.
Er ist mit einer Rückfahrkamera, Parksensoren und einem Multifunktionslenkrad ausgestattet. Er verfügt über eine fünfjährige Garantie, ein Stahlchassis und eine Vollblechkarosserie.
Coradir geht davon aus, dass im ersten Jahr maximal 250 Einheiten verkauft werden, und für die Zukunft ist ein leistungsstärkerer Motor geplant, um eine höhere Endgeschwindigkeit zu erreichen. Das Projekt des Tito-Elektroautos hat die Provinzregierung von San Luis veranlasst, die Nummernschild-Gebühr aller in diesem Bezirk verkauften Hybrid-, Mild-Hybrid- und Elektroautos um 25 Prozent zu reduzieren.
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