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VW-Werk Wolfsburg produziert ab 2023 einen Teil des ID.3
Hannover baut den Artemis, Leipzig den Elektro-Macan und Neckarsulm den Audi A6 e-tron

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
9. Dez. 2021 um 16:09 Uhr
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Mit der "Planungsrunde 70", einer Art Fünf-Jahres-Plan, legt VW nun die Aufteilung der neuen Elektroautos auf die europäischen Standorte fest. Neben Zwickau und Emden (wo ab 2023 der Elektro-Passat alias Aero B gebaut wird) werden nun weitere europäische Standorte elektrifiziert.
Die Belegung der einzelnen Werke beschloss der Aufsichtsrat des Konzerns am heutigen Donnerstag. Das folgende Bild gibt eine erste Übersicht:

Wolfsburg: Trinity und ID.3
Ab 2024 wird ein Teil der ID.3-Produktion nach Wolfsburg verlagert. Schon davor ist eine Teilfertigung mit Belieferung aus Zwickau vorgesehen. Zudem wurde die Fertigung des Trinity bestätigt. Das für 2026 geplante Modell soll in einem neuen Werk gefertigt werden, das auf der grünen Wiese gebaut wird, wie VW-Markenchef Brandstätter kürzlich verriet. Ab 2030 soll eine zweite moderne E-Auto-Fertigung auf dem jetzigen Werksgelände aufgebaut werden. Zudem entsteht in Wolfsburg der Campus Sandkamp, ein neues Forschungszentrum.
Leipzig: Elektro-Macan und ein weiteres PPE-Auto
In Leipzig werden zwei Porsche-Modelle auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) gefertigt. Eines davon ist wohl der Elektro-Macan.

Porsche Macan mit Elektroantrieb als Rendering
Salzgitter: Alle Batterieaktivitäten
Der Standort Salzgitter wird weiter zum europäischen Batterie-Hub ausgebaut: Der Konzern investiert rund 2 Milliarden Euro, um dort ab 2025 die Einheitszelle für Elektroautos zu produzieren. Auch Entwicklung, Planung und Produktionssteuerung der Batterieaktivitäten sollen in Salzgitter gebündelt werden – in einer eigenen Gesellschaft europäischen Rechts. Diese Gesellschaft soll auch die kürzlich vereinbarten Partnerschaften mit Umicore, 24M und Vulcan Energy verantworten.
Hannover: Artemis und drei Versionen des ID.Buzz
So soll das Nutzfahrzeugwerk in Hannover mittelfristig vollständig elektrisch werden. Dort soll auch das erste Artemis-Fahrzeug gebaut werden. Auch die Karosseriefertigung für ein neues Bentley-Modell wurde bestätigt. Mit dem ID.California (die Campingversion des ID.Buzz), dem autonom fahrenden ID. Buzz AD und den Shuttles von Moia kommen drei Varianten des 2022 startenden ID.Buzz hinzu.

VW I.D. Buzz als Studie

Audi A6 e-tron Concept
Neckarsulm: Wohl der A6 e-tron
Im Audi-Werk Neckarsulm werden derzeit A4, A5 Cabrio, A6, A7 und A8 gebaut. Künftig soll dort die "Audi-Fahrzeugfamilie E6" gefertigt werden. Das dürfte der geplante A6 e-tron sein, der wohl 2023 startet.
Osnabrück und Dresden: Noch keine Entscheidung
Für das ehemalige Karmann-Werk in Osnabrück soll das künftige Produktionsprogramm erst in der nächsten Planungsrunde (der Planungsrunde 71) entscheiden werden. Kürzlich hatte VW-Chef Diess Überlegungen zu einem neuen Cabrio von VW oder Audi bestätigt, das dann wohl in Osnabrück gefertigt werden soll. Auch für Dresden wurden noch kein Nachnutzungskonzept entwickelt. Dort wird derzeit der ID.3 (in kleineren Stückzahlen als in Zwickau) gebaut.
Komponentenwerke
Der Standort Hannover soll zudem Hardware für Ladeinfrastruktur und Achsen für MEB-Modelle fertigen. In Braunschweig, Salzgitter und Kassel soll die bestehende Fertigung von MEB-Teilen wie Batteriesystem, Rotor/Stator und E-Motor ausgeweitet werden. Zusätzlich bereiten sich die Standorte bereits auf die Fertigung wesentlicher Komponenten der Scalable Systems Platform (SSP) vor, die 2026 startet.

Brüssel: Q8 e-tron
Wie bereits vorab bekannt wurde, erhält Brüssel (wo bisher der e-tron gebaut wird) ab 2026 den neuen Audi Q8 e-tron.
Martorell und Pamplona: Wohl ID.1 und ID.2
Die spanischen Mehrmarkenwerke Martorell (bei Barcelona) und Pamplona (bei Bilbao) sollen ebenfalls bald Elektroautos bauen. Ab 2025 sollen in Martorell kompakte E-Autos (vermutlich der Kleinwagen ID.1) entstehen, in Pamplona Elektro-SUVs (vermutlich der ID.2, die Serienversion des VW ID.Life).
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52 Milliarden Euro für E-Mobilität bis 2026
Die Gesamtinvestitionen des Konzerns in den nächsten fünf Jahren sollen 159 Milliarden Euro betragen. Davon entfallen 89 Milliarden oder 56 Prozent auf die Zukunftsbereiche E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung. Der zusätzliche Investitionsbedarf entsteht überwiegend durch den beschleunigten Hochlauf der E-Mobilität sowie die eigenen Batteriefabriken.
Etwa ein Drittel der Gesamtinvestitionen, nämlich 52 Milliarden, fließen in die Elektromobilität. Für die "Brückentechnologie" Hybridisierung (also wohl die Entwicklung von PHEVs) werden im Gegenzug rund 30 Prozent weniger eingeplant, nämlich nur noch 8 Milliarden. Für die Digitalisierung (insbesondere die neuen Software-Dienste, mit denen VW künftig Geld verdienen will, aber auch fürs autonome Fahren) werden bis 2026 30 Milliarden Euro vorgesehen.
Quelle: VW
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