Voraussichtlich Mitte des Jahres 2022 wird der erste rein elektrische 7er-BMW präsentiert. Sein Name: i7. Weil BMW wie viele Hersteller immer stärker auf die E-Mobilität setzt und der i7 keinen direkten Vorgänger hat, geizt man nicht mit Teaserbildern. Jetzt zeigt sich der getarnte i7 bei Akustik-Tests in den hauseigenen Laboren.

Interessant daran ist aber nicht nur die verpflichtende Verbrauchsangabe: Stromverbrauch kombiniert: 22,5 – 19,5 kWh/100 km gemäß WLTP. BMW erklärt, wie der i7 für maximale Ruhe im Innenraum sorgen soll. E-Autos sind zwar per se schon leiser als Verbrenner, aber Wind- und Abrollgeräusche können durchaus präsent sein.

Das Wohlbefinden im Innenraum der rein elektrisch angetriebenen Luxuslimousine wird maßgeblich davon geprägt, störende Geräusche von den Insassen fernzuhalten. Dabei sind eine Vielzahl von möglichen Geräuschquellen zu berücksichtigen. Entsprechend umfangreich fällt das Testprogramm aus, das seriennahe Prototypen des BMW i7 und aller weiteren Modellvarianten der künftigen BMW 7er Reihe im Rahmen der Akustikerprobung absolvieren.

Bildergalerie: BMW i7 (2022) im Akustik-Testlabor

Im Münchner Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) überprüfen die Test- und Entwicklungsingenieure sämtliche Schallemissionen und -immissionen des Fahrzeugs. Dabei werden sowohl die Antriebs- und Abrollgeräusche als auch die Aeroakustik und der Schwingungskomfort detailliert analysiert, um die Akustikeigenschaften der neuen Luxuslimousinen in all ihren Facetten zu erfassen.

Dazu gehört auch die präzise Abstimmung des akustischen Fußgängerschutzes und des im Innenraum des BMW i7 ausgestrahlten Antriebsklangs, der im Rahmen von BMW IconicSounds Electric in einer Kooperation zwischen der BMW Group und dem Hollywood-Filmmusikkomponisten Hans Zimmer entwickelt wurde.

Der Anspruch an den BMW i7 ist es, auch hinsichtlich des Akustikkomforts die hohen Standards des Luxussegments neu zu definieren. Insbesondere auf die lautlose Kraftentfaltung des elektrischen Antriebes wurde größter Wert gelegt. Dazu tragen die akustische Optimierung der elektrischen Antriebseinheiten, das modellspezifische Lagerungskonzept und eine neuentwickelte Geräuschkapselung für die Elektromotoren bei.

BMW i7 (2022) im Akustik-Testlabor

Auch die erhöhte Karosseriesteifigkeit im Bereich des Vorderwagens sowie Reifen, bei denen ein Schaumstoffabsorber im Inneren für eine integrierte Geräuschdämmung sorgt, heben den Akustik- und Schwingungskomfort BMW zufolge auf ein "herausragendes Niveau".

Um die Wirksamkeit aller Maßnahmen auch unter extremen klimatischen Bedingungen testen zu können, nutzen die Entwicklungsingenieure im FIZ Projekthaus Nord den eigens dafür konzipierten Akustik-Klimaprüfstand. Dort können alle weltweit relevanten Bedingungen nachgebildet und insbesondere bei sehr niedrigen oder hohen Temperaturen verschiedenste Geräuschquellen wie beispielsweise die Akustik der Klima- und Lüftungsanlage im Gesamtfahrzeug analysiert und optimiert werden.

Ebenso wie die Antriebs- und die Reifenabrollakustik lassen sich auch die Umströmungsgeräusche gezielt reduzieren. Im Akustik-Windkanal wird daher auch die Aeroakustik des BMW i7 perfektioniert. Die klar gestalteten Karosserieflächen, bündig integrierte Türgriffe und aerodynamische optimierte Außenspiegel tragen ebenso wie der nahezu vollständig geschlossene Unterboden zur Optimierung bei.

Für eine hochwirksame und zugleich gewichtsoptimierte Geräuschdämmung sorgen BMW zufolge Materialien, die im Rahmen des Akustik-Leichtbaus entwickelt wurden. Die herausragende Abschirmung von Außen- und Eigengeräuschen wird unter anderem mit Hilfe von Schallabsorbern erzielt, die in die Säulenverkleidungen, die Sitze, den Dachhimmel und die Fondablage eingearbeitet sind.

Hinzu gesellt sich eine Komfortverglasung, die einen störenden Geräuscheintrag über die Scheiben verhindert. Zusätzlich mindern Vliese in den Türen und auf der Schweller- und Radhausverkleidung die Abrollgeräusche.