Die maximal zulässige Anhängelast des Ford Mustang Mach-E steigt: Die "Extended Range"-Modelle, das heißt, die Autos mit der größeren Batterie, können künftig 1.000 statt 750 auf Kilo an den Haken nehmen. Dies gilt sowohl für die Varianten mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb. Damit kann man nun auch einen kleinen Wohnwagen oder ein kleines Sportboot transportieren, so Ford.

Außerdem wurde im Rahmen eines Software-Updates die Ladezeit verkürzt: Das Laden von 80 auf 90 Prozent State of Charge dauert künftig nicht mehr 52 sondern nur noch 15 Minuten, so Ford. Auf Nachfrage bestätigte ein Ford-Sprecher, dass sich auf das Laden mit Gleichstrom (DC) bezieht.

In unserer Schnellade-Analyse vom März letzten Jahres hatte sich gezeigt, dass die Ladeleistung des Mustang Mach-E Extended Range bei etwa 80% Ladestand (SoC) abrupt von knapp 80 auf nur noch 12 kW fällt. Damals urteilte Kollege Mark Kane, dass der Mustang Mach-E sein Potenzial nicht ausschöpft. Ford hat dieses Manko nun mit dem Update behoben. Hier die alte Ladekurve:

Das Laden mit dem 11-kW-Bordlader dauert laut Ford unverändert 7h10 (für 10 bis 80 Prozent). Für den gleichen Ladehub an der Schnelladesäule (mit maximal 150 kW) gibt Ford 45 Minuten an. Verbessert wurde aber das Ladeverhalten danach. Wenn man für den Ladehub von 80 auf 90% nur noch 15 (statt den schier unglaublichen 52 Minuten) braucht, verkürzt sich die Ladung von 10 auf 90 Prozent von 97 auf 60 Minuten. Auch hier stellt sich noch die Frage, ob das Laden ab 80% SoC noch lohnt. 

Per Over-the-Air-Update wurde zudem das ESP des Mustang Mach-E optimiert: In den drei Fahrmodi Zahm, Aktiv und Temperamentvoll greift das Stabilitätssystem in der Kurve und insbesondere bei Ausweichmanövern stärker ein. Auch die Dämpfer-Kennlinien wurden angepasst. Zudem sorgt eine Neukalibrierung der One-Pedal-Fahrfunktion dafür, dass sich die Leistung bei niedrigeren Geschwindigkeiten sanfter (das heißt wohl: langsamer) entfaltet.

Der Mustang Mach-E wurde im November 2019 vorgestellt und kam im Frühjahr 2021 auf den deutschen Markt. Die Topversion GT folgte im Sommer. Kürzlich hat Ford die Preise beim Mustang Mach-E drastisch um bis zu 9.000 Euro erhöht. Zudem deuten die im Konfigurator angezeigten Lieferfristen darauf hin, dass man bestimmte Versionen möglicherweise nicht mehr vor Jahresende erhält. Derzeit wird dort für die Basisversion ohne Extras eine Lieferzeit von "ab 28 Wochen" genannt. Das würde heißen, dass man das Auto frühestens in sieben Monaten, also Anfang Dezember erhält. 

Bildergalerie: Ford Mustang Mach-E GT (2021) im Test