Der chinesische Autohersteller BYD will noch dieses Jahr seine ersten Autos in Deutschland verkaufen. Im September soll es Informationen über die angebotenen Modelle geben, ab Oktober wird man sie sich im Showroom ansehen können und die Auslieferungen sollen im vierten Quartal beginnen, also irgendwann zwischen Oktober und Dezember. Ähnliches gilt auch für den Markteintritt in Schweden.

Distribution, Verkauf und Kundendienst soll die Hedin Mobility Group übernehmen. Die Firma ist laut BYD eine der größten privaten Autohausgruppen in Europa, betreibt über 230 Autohäuser in acht Ländern, darunter auch Deutschland und Skandinavien. Im Jahr 2021 hat die Gruppe mehr als 125.000 Fahrzeuge verkauft.

Die Händlergruppe wurde nun zum "Dealer+" für BYD-Pkw ernannt. Angeboten werden wohl nur Elektroautos und/oder Plug-in-Hybride, denn reine Verbrenner bietet BYD gar nicht mehr an.

Ab Oktober wird man sich die BYD-Modelle auch im Showroom anschauen können. Dann soll der erste von mehreren deutschen Verkaufsräumen eröffnen. Wo das sein wird, gab BYD allerdings noch nicht bekannt. In Schweden soll im Oktober ein Showroom in Stockholm eröffnet werden. Zudem nimmt BYD am Pariser Autosalon (17. bis 23 Oktober) teil.

Ebenfalls im Oktober soll eine deutsche Kundenwebsite (www.bydauto.de) eingerichtet werden. Derzeit wird man dort noch auf die englischsprachige Website von BYD Europe weitergeleitet. Auch dort werden aber keine konkreten Autos vorgestellt, es sind nur einige Bilder des BYD Tang zu sehen.

Bildergalerie: BYD Tang (2021)

Möglicherweise gehört dieses Elektro-SUV auch zu den Autos, die in Deutschland angeboten werden sollen. Der Tang sei in Norwegen sehr erfolgreich, schreibt BYD. Diesen und weitere ausgewählte SUVs solle man in Deutschland "besichtigen und erproben" können. Das neueste Modell von BYD, die Elektrolimousine Seal, wird dagegen in der Pressemitteilung nicht erwähnt. Vermutlich konzentriert man sich lieber auf die hierzulande so beliebten SUVs.

Bildergalerie: BYD Seal (Bilder von 08/22)

Zusammen mit Hedin will BYD nun Händler aus verschiedenen Regionen in Deutschland auswählen, welche die Marke BYD-Pkw vertreten sollen. In Schweden dagegen sollen die Autos über Hedin Bil verkauft werden, die schwedische Tochter von Hedin. 

Mit Deutschland und Schweden tut BYD den nächsten Schritt in Sachen Internationalisierung. Im Februar war der Markteintritt in Australien erfolgt, im Juli folgte Japan und für September ist der Start in den Niederlanden angekündigt.