Die Zukunft der Track-Day-Autos beginnt mit dem Ariel Hipercar. Der britische Hersteller hat den ersten Prototyp eines extremen Elektro-Rennwagens vorgestellt.

Ariel, Erfinder des sehr leichten Atom und Konkurrent von Modellen wie dem KTM X-Bow oder dem BAC Mono,verspricht eine Leistung von fast 1.200 PS, Mit einer ausschließlich auf die Rennstrecke ausgerichteten Abstimmung soll das Hipercar eine außergewöhnliche Performance bieten. Übrigens ist der Name nicht etwa ein Schreibfehler bei "Hypercar" ...

Das Hipercar (der Name ist eine Kombination aus "High Performance Carbon Reduction") wurde mit zwei klaren Zielen geboren. Zunächst einmal ist die Batterie für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt, wo die Energieabgabe 10 Mal höher sein kann als bei einem normalen Elektroauto. Außerdem soll der neue Ariel die Rundenzeiten der stärksten Verbrennermodelle der Welt unterbieten.

Ariel Hipercar
Ariel Hipercar
Ariel Hipercar

Daher wandten sich die Konstrukteure an Delta Cosworth, die ein patentiertes 62,2-kWh-Batteriepaket der neuen Generation mit 18650er-Zellen lieferten. Das Hipercar nutzt eine 800-Volt-Architektur und vier Elektromotoren (einen an jedem Rad), um 1.196 PS und 1.819 Nm zu generieren. Aber das ist noch nicht alles.

Der Elektroantrieb genügt für eine Strecke von rund 240 km, aber die Reichweite ist natürlich nur theoretisch, wenn man auf der Rennstrecke unterwegs ist. Dafür bietet Ariel ein spezielles Range-Extender-System an, das aus einer Turbine besteht, die 110.000 Umdrehungen pro Minute erreichen kann.

Letztere bringt zusätzliche 50 PS und wird automatisch (durch Berechnungen der Batteriemanagement-Software) oder manuell über eine Steuerung im Cockpit aktiviert. Ariel macht keine Angaben zur höheren Kilometerleistung, erklärt aber, dass das 35-Liter-Tanksystem mit E-Fuel und Wasserstoff betankt werden kann, um die Emissionen zu minimieren.

Ariel Hipercar

Der Ariel Hipercar (4,30 m lang, 2,15 m breit mit Spiegeln, 1,35 m hoch und 1.556 kg schwer) sprintet in 2,09 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 160 km/h in 4,42 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h.

Kurz vor Kampfjet also. Darüber hinaus machen die aggressiven Formen der Karosserie sofort deutlich, dass es sich um kein gewöhnliches Auto handelt.

Ariel Hipercar

Und auch der Preis ist natürlich nicht jedermanns Sache. Ariel rechnet damit, dass das Serienmodell (voraussichtlich ab 2024) rund eine Million Pfund (1,16 Millionen Euro) kosten könnte.

Bildergalerie: Ariel Hipercar