Nach dem großen E-Transit und dem mittelgroßen E-Transit Custom (einem Rivalen des VW ID. Buzz) wird am Donnerstag offenbar der kleinste Elektrotransporter von Ford enthüllt, der E-Transit Courier und E-Tourneo Courier.

Am 6. April werde die Nutzfahrzeugsparte Ford Pro das nächste Elektromodell vorstellen, twitterte der Hersteller am heutigen Montagvormittag ohne die Uhrzeit zu nennen. Dafür zeigte Ford schon ein Teaservideo von dem Fahrzeug, das die Silhouette und die Lichtsignatur vorne und hinten zeigt:

 

Vor einem Jahr hatte Ford fünf elektrische Nutzfahrzeuge bis zum Jahr 2024 versprochen und auch schon die Modellbezeichnungen verraten und die vordere Lichtsignatur gezeigt:

Ford Europe: Fünf Elektro-Nutzfahrzeuge bis 2024 (vier neue plus der E-Transit)

Damit bleibt als einziges noch nicht vorgestelltes Modell das Zwillingspärchen E-Transit Courier und E-Tourneo Courier. Wie immer bei den Nutzfahrzeugen von Ford bezieht sich "Transit" auf die Variante für Gewerbetreibende und "Tourneo" auf die Freizeitvariante. Auf den Markt kommen soll das Duo im Jahr 2024, hieß es vor einem Jahr.

Als Erlkönig wurde der kommende Tourneo Courier bereits fotografiert; sogar vom Cockpit gelang schon ein Bild. Demnach gibt es innen eine moderne Monitorlandschaft mit zwei Displays im Querformat nebeneinander:

Ford Tourneo Courier als Erlkönig
Ford Tourneo Courier als Erlkönig: Das Cockpit

Der aktuelle Transit/Tourneo Courier ist 4,16 Meter lang und basiert auf der gleichen Plattform wie der Fiesta. Das soll offenbar auch beim kommenden Modell so bleiben – laut Autocar wird der neue Courier-Pärchen die gleiche Plattform namens B2E (Artikel bei Wikipedia) nutzen wie der Fiesta und der 2024 startende Elektro-Puma. Den Courier wird es auch als Verbrenner geben, während die Elektroversion wohl die gleiche Motor-Akku-Kombination(en) erhalten dürfte wie der 2024 startende Elektro-Puma.

So wird der Elektro-Courier im gleichen Werk gebaut wie der Elektro-Puma, nämlich im rumänischen Craiova. Der Fiesta wird in Köln gebaut, doch das Modell läuft im Juni aus. Der Platz wird für die beiden Elektro-SUVs auf Basis von Volkswagens MEB gebraucht – dem Ford Explorer und seiner coupéhaften Variante (die noch nicht vorgestellt wurde).

Zu den Konkurrenten der Elektro-Courier dürften die Stellantis-Transporter Citroen e-Berlingo, Peugeot e-Partner, Opel Combo-e und Fiat E-Doblo gehören. Diese werden von einem 100-kW-Frontmotor angetrieben; mit einer Ladung des 50-kWh-Akkus schaffen sie rund 280 km. Beim e-Berlingo beginnen die Preise bei knapp 38.000 Euro. An diesen Modellen dürfte sich auch der Elektro-Courier orientieren.

Vom Transit/Tourneo Connect soll es offenbar keine Elektrovariante geben, zumindest zunächst nicht. Die 2022 eingeführte Verbrennerversion (Bericht bei Motor1) basiert auf dem VW Caddy V. Wie bei VW gibt es zwei Radstände; damit ist das Auto 4,50 Meter bzw. 4,87 Meter lang.