Ford Explorer (2026): Alle Daten, Preise und der neue Antrieb
Das Elektro-SUV erhält eine neue Basisversion. Unsere aktualisierte Modellübersicht über die ganze Baureihe.
Der Ford Explorer erhielt kürzlich ein Update: Die Basisversion mit 125 kW wurde durch den neuen 140-kW-Antrieb des VW-Konzerns ersetzt; diese Version bekamt zudem den neuen LFP-Akku mit 58 kWh. Grund genug, unseren Modellüberblick zu überarbeiten.
Nicht zu verwechseln ist der rein elektrische Explorer mit dem über fünf Meter langen Plug-in-Hybrid-Modell, das Ford seit 2020 in Europa anbot, und das kurz vor dem Marktstart des Elektromodells auslief. Der elektrische Explorer war beim Bestellstart im März 2024 der erste Ford, der auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) des VW-Konzerns basiert; danach folgte noch der coupéhafte Ford Capri mit ähnlicher Technik.
Antriebe/Akkus | Exterieur | Interieur | Preise/Ausstattung
Bildergalerie: Ford Explorer EV Long Range (2024) im Test
Antriebe und Akkus
Den Explorer gab es zeitweise in vier Motorisierungen, nun sind es nur noch drei. Die entfallene 150-kW-Version mit 79-kWh-Batterie war aber nur kurzzeitig im Sommer 2025 als vorkonfiguriertes Modell verfügbar.
Die Basisversion mit 125 kW und 52-kWh-Akku wurde nun durch eine neue 140-kW-Variante mit neuem 58-kWh-Akku ersetzt. Der alte Antrieb hatte 310 Nm Drehmoment, basierte also auf dem Elektromotor APP310, während die neue Version mit dem sparsameren und drehmomentstärkeren APP350 (350 Nm) vorfährt. Der neue Akku ist größer, lässt sich aber nur mit maximal 105 kW laden; die alte Batterie ermöglichte 145 kW.
Auch bei den beiden stärkeren Versionen gab es eine Änderung bei den Batterien, allerdings schon Anfang 2026: Im Dezember hatte die 210-kW-Version mit Heckantrieb noch eine 77-kWh-Batterie, der 250 kW starke Allradler einen 79-kWh-Akku. Seit spätestens März 2026 ist es andersherum. Bei der Reichweiten hat sich dadurch wenig getan, aber die Ladedaten haben sich geändert. Hier sind die neuen Daten:
| Ford Explorer 140 kW |
Ford Explorer 210 kW |
Ford Explorer 250 kW AWD |
|
| Antrieb | RWD 140 kW 350 Nm |
RWD 210 kW 545 Nm |
AWD 250 kW 134+545 Nm |
| 0–100 km/h / Spitze | 8,0 Sek. / 160 km/h | 6,4 Sek. / 180 km/h | 5,3 Sek. / 180 km/h |
| WLTP-Stromverbrauch | 15,4–16,4 kWh | 14,6–15,7 kWh | 16,3–17,6 kWh |
| Akku netto / WLTP-Reichweite |
58 kWh LFP / 410–444 km |
79 kWh NMC / 564–602 km |
77 kWh NMC / 510–533 km |
| Max. Anhängelast | 1.200 kg | 1.200 kg | 1.800 kg |
Im Folgenden noch die Ladedaten der drei Versionen:
| Ford Explorer 140 kW |
Ford Explorer 210 kW |
Ford Explorer 250 kW AWD |
|
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 105 kW | 11 / 183 kW | 11 / 185 kW |
| DC-Ladedauer 10–80% | 26 min | 29 min | 27 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 1,6 kWh/min | 1,9 kWh/min | 2,0 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 12,0 km/min | bis 14,5 km/min | bis 13,8 km/min |
Wie immer haben wir aus den Herstellerangaben die Ladegeschwindigkeit in kWh pro Minute errechnet. Am schnellsten lädt der Allradler mit 77 kWh x 0,7 / 27 min = 2,0 kWh/min, die 79-kWh-Batterie lädt etwas langsamer. Dafür lädt der 210-kW-Hecktriebler schneller Reichweite nach, hier errechnen sich bis zu 602 km x 0,7 / 29 min = 14,5 km/min. Letzteres bedeutet, dass man pro Minute Ladezeit Strom für knapp 15 km nachladen kann (durchschnittlich im SOC-Bereich zwischen 10 und 80 %).
Exterieur
Mit 4,46 Meter Länge ist der Explorer zwölf Zentimeter kürzer als der technisch verwandte VW ID.4. So ist der Wagen eher mit dem Skoda Elroq vergleichbar. Bei Höhe und Radstand sind jedoch alle drei Modelle fast identisch. Beim Kofferraum des Explorer haben wir das Volumen ohne das Unterbodenfach angegeben, mit diesem sind es 532 Liter. Einen Frunk (d.h. einen Kofferraum unter der Fronthaube) hat keines der drei Modelle.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Ford Explorer | 4.468 mm | 1.872 mm | 1.632 mm | 2.767 mm | 472–1.460 Liter |
| Skoda Elroq | 4.488 mm | 1.884 mm | 1.654 mm | 2.770 mm | 470–1.580 Liter |
| VW ID.4 | 4.584 mm | 1.852 mm | 1.634 mm | 2.771 mm | 533-1.565 Liter |
Die Optik ist recht glatt; harte Ecken und Kanten gibt es kaum. Die Außenspiegel sind in jeder Ausstattungsversion schwarz lackiert, die hinteren Scheiben stets getönt. Die Außengriffe sind als Bügel ausgeführt. Auffällig ist die komplett geschlossene Front mit der Blende in Wagenfarbe. Eine weitere Besonderheit sind die Streifen an der C-Säule. Der Explorer hat in der Basisausstattung Style 19-Zoll-Stahlräder, als Select 19-Zoll-Aluräder und in den beiden höheren Versionen 20-Zoller-Leichtmetallfelgen.
Interieur
Im Cockpit hat Ford einiges gegenüber dem VW ID.4 verändert. Am Steuer blickt man allerdings auch hier auf ein kleines Instrumentendisplay mit 5 Zoll Diagonale. Doch der 14,6-Zoll-Touchscreen ist hier senkrecht eingebaut. Er lässt sich wie beim Capri nach oben klappen; dahinter kommt dann eine Art Geheimfach ("My Private Locker") zum Vorschein. Ein konfigurierbarer Startbildschirm und große Touchscreen-Schieberegler für die Klimaeinstellungen sollen die Bedienung vereinfachen. Die Fahrmodi P, N, R und D werden über den klobigen Hebel rechts an der Lenksäule aktiviert.
Dazu kommt eine Mittelkonsole ("MegaConsole") mit viel Stauraum. Zwei USB-C-Anschlüsse sind vorhanden, zwei weitere befinden sich an den Rücksitzen.
Ausstattung
Den Ford Explorer gibt es in vier Ausstattungen namens Style, Select, Premium und Collection. Hier sind die neuen Listenpreise laut Preisliste. Derzeit darf man gedanklich noch einen Rabatt von 5.000 Euro abziehen, der bis Ende Juni 2026 gilt:
| Ford Explorer 140 kW |
Ford Explorer 210 kW |
Ford Explorer 250 kW AWD |
|
| Style | 39.900 Euro | — | — |
| Select | — | 48.900 Euro | 52.900 Euro |
| Premium | 46.900 Euro | 52.900 Euro | 56.900 Euro |
| Collection | — | 53.900 Euro | 57.900 Euro |
Wie man sieht, gibt es die 140-kW-Motorisierung nur in den Ausstattungen Style und Premium, während die beiden starken Motorisierungen in den höheren drei Ausstattungen angeboten werden.
Die Basisausstattung Style umfasst LED-Licht, einen Regensensor, 19-Zoll-Stahlfelgen, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Parkpiepser vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, kabelloses Android Auto und Apple CarPlay und einen Kofferraum-Einlegeboden. Zu den serienmäßigen Assistenzsystemen gehören ein Abstandstempomat (ACC), ein Spurhalteassistent, ein Totwinkelwarner und ein Anti-Kollisionssystem. Sitz- und Lenkradheizung gibt es als Paket für 1.500 Euro Aufpreis.
Bei Select kommen 19-Zoll-Aluräder, schlüsselloses Ver- und Entriegeln sowie beleuchtete Türgriffe außen hinzu. Das Winterpaket mit Sitz- und Lenkradheizung kostet hier 500 Euro. Premium umfasst auch Matrix-LED-Scheinwerfer, 20-Zöller, Sitz- und Lenkradheizung, eine elektrische Einstellung und eine Massagefunktion für den Fahrersitz, eine Durchladeluke in der Fondbank, eine sensorgesteuerte Heckklappe und das kabellose Laden fürs Smartphone.
Die noch recht neue Collection-Version, die von Ford als Sondermodell bezeichnet wird, bietet die exklusive Farbe Cactus Grey, schwarze Felgen, ein schwarzes Dach und schwarze Grafiken an Türen und Heck. Innen setzen orangefarbene Akzente an Sitzen, Gurten und Lautsprechern Kontraste, während ein 2D-Strickeinsatz in den Sitzen an Sportbekleidung erinnern soll.
Die Extra-Liste beim Explorer enthält ein Fahrerassistenzpaket mit Head-up-Display und Rundumsicht-System, ein Audiosystem von B&O, ein Panorama-Glasdach sowie eine Anhängerkupplung. Eine Wärmepumpe kostet bei allen Versionen 1.050 Euro Aufpreis.
Das in unseren Augen attraktivste Explorer-Modell, die 210-kW-Variante, kostet nach Liste 48.900 Euro (rabattiert 43.900 Euro), während der technisch ähnliche VW ID.4 Pro mit 52.835 Euro (rabattiert 48.835 Euro) zu Buche schlägt. Der entsprechende Skoda Elroq 85 liegt mit seinem Basispreis von 47.130 Euro in der Mitte. Zu den Rivalen des Explorer gehören auch viele andere Elektro-SUVs zwischen 4,31 und 4,60 Meter Länge.
Gebaut wird der Ford Explorer in Köln; die Produktion begann im Juni 2024. Dort entsteht auch die coupéhafte Variante Ford Capri. Im Jahr 2025 wurden laut KBA-Statistik rund 10.900 Explorer und 3.900 Capri verkauft. Von den Modellen ID.4 und 5 zusammengenommen waren es fast 27.000 Stück, vom Elroq wurden über 25.000 verkauft.
Unter dem Strich
Der Ford Explorer verkauft sich nicht so gut wie der VW ID.4 oder der Skoda Elroq, ist aber zumindest einen Seitenblick wert. Denn er hat die gleiche Technik wie die bekannteren Modelle aus dem VW-Konzern, ist jedoch zumindest als 210-kW-Hecktriebler günstiger.
Letzte Änderung am 29. April 2026: Anhängelasten eingefügt.
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