Die fünfte Generation des Mini-Dreitürers steht an. Nun verkündet der Münchner Hersteller erstmals offiziell Daten zu dem neuen Kleinwagen. Es gibt zwei Leistungsstufen und zwei Batterien.

Die Karosserie des Mini Cooper Electric ist nach wie vor dreitürig, wenn man die Heckklappe mitzählt. Innen bietet der Wagen vier Sitzplätze. Die Basisversion hat wie der auslaufende Elektro-Mini 135 kW, heißt nun aber Mini Cooper E. Mehr Power bietet der neue Mini Cooper SE mit 160 kW. Diese beiden Versionen erhalten auch unterschiedliche Akkus: Die Batterie des Cooper E hat eine Speicherkapazität von 40,7 kWh, der Energiespeicher des Cooper SE liegt bei 54,2 kWh.

Auch wenn die Nachkommastellen Exaktheit vortäuschen: Es ist nicht bekannt, ob es sich um Brutto- oder Netto-Werte handelt. Doch sollen sich Reichweiten zwischen 300 und 400 Kilometern liegen, schreibt Mini. 

  Antrieb Akku WLTP-Reichweite Basispreis
Mini Cooper E RWD mit 135 kW 40,7 kWh ca. 380 km k.A.
Mini Cooper SE RWD mit 160 kW 54,2 kWh ca. 480 km k.A.

Kürzlich machte Mini-Chefin Stefanie Wurst bereits recht detaillierte Angaben zum Elektro-Mini. Sie gab deutlich höhere Reichweiten an, nämlich etwa 380 bzw. 480 km. Wie der bisherige Dreitürer soll auch die Neuauflage rund 3,80 Meter lang sein, aber einen größeren Radstand haben – bisher waren es 2,50 Meter, was wohl auch die kleine Batterie erklärt.

Technische Basis für den neuen Elektro-Mini ist erstmals keine Verbrenner-Plattform mehr, sondern eine gemeinsam mit dem chinesischen Partner Great Wall entwickelte Elektro-Architektur, die nach dem Namen des Joint Ventures meist als Spotlight-Plattform bezeichnet wird. So wird das neue Modell auch in China gebaut.

Wie der neue Cooper Electric aussieht, ist bereits von offiziellen Bildern bekannt (siehe unser Titelbild). Noch mit Tarnung fanden kürzlich Vorserienfahrten für ausgewählte Medien statt, wie die folgenden Bilder zeigen:

Bildergalerie: Mini Cooper Electric (2024) bei Vorserientests

Nachdem die Angaben zu dem neuen Modell schon so konkret sind und auch die Optik bekannt ist, dürfte die offizielle Vorstellung wohl nicht mehr lang auf sich warten lassen. Marktstart hat der Elektro-Cooper nach den Angaben von Stefanie Wurst erst im Mai 2024, also in einem Jahr. Schon zuvor, nämlich im Februar 2024, startet der Elektro-Countryman, während der Aceman erst im Januar 2025 folgt.

Diese von Wurst verkündeten Termine sind offenbar die Daten, ab denen die Autos beim Händler stehen. Produziert wird der Elektro-Countryman nämlich nach den neuen, offiziellen Daten schon ab November 2023 im BMW-Werk Leipzig, wo auch der technisch eng verwandte BMW iX1 entsteht. Der Aceman wird offenbar ab 2024 gebaut; das Modell wird zwischen dem Cooper und dem Countryman positioniert und dürfte auch als elektrisches Äquivalent zum Mini Fünftürer fungieren. Ein Elektro-Cabrio wird ebenfalls erwartet, soll aber nicht vor 2025 starten.

Mini Concept Aceman

Mini Aceman als Studie

Der auslaufende Elektro-Mini startete im Jahr 2020 und wird nur in der Version Cooper SE mit 135 kW. Der Antrieb wurde vom BMW i3s übernommen. Anders als dort treibt die Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM) mit erhöhtem Reluktanzanteil jedoch die Vorderräder an. 

Die Batterie ist mit brutto 33 kWh und 29 kWh netto deutlich kleiner als bei den neuen Varianten. So liegt die Reichweite bei nur 203-233 Kilometern. Dennoch wurde der Elektro-Mini zum mit Abstand beliebtesten Mini-Modell. So fährt jeder fünfte Mini mit elektrischem Antrieb. Weltweit verkaufte Mini im vergangenen Jahr über 43.000 Einheiten des 3,85 Meter langen Stadtautos. Dazu dürfte der verhältnismäßig günstige Preis von derzeit 37.300 Euro beigetragen haben.

Bildergalerie: Mini Cooper (Teaserbilder)