Tesla erwirbt ein deutsches Start-up für kabelloses Aufladen
Das Unternehmen Wiferion ist jetzt eine 100-prozentige Tochter des kalifornischen EV-Herstellers ...
Das in Deutschland ansässige Unternehmen Wiferion ist auf das kabellose Aufladen von Elektrofahrzeugen spezialisiert. Das Start-up konzentriert sich aber auf Nutzfahrzeuge. Insbesondere Lastwagen und Gabelstapler. Laut Wiferion bieten die angebotenen Ladegeräte einen Wirkungsgrad von 93 % und eine Toleranz von bis zu 40 Millimetern bei der Positionierung eines Fahrzeugs auf den Ladegeräten.
Das Start-up-Unternehmen hat damit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und Tesla wurde so zu einem echten Interessenten der Technik. Der Autobauer war schon immer sehr daran interessiert, bessere Ladegeräte zu entwickeln. Insbesondere mit dem 2015 vorgestellten Roboterarm. Obwohl die automatisierte Technik den Ladeprozess einfacher machen würde, war er sehr komplex und wohl auch etwas beängstigend.
Auf dem Investorentag von Tesla Anfang März dieses Jahres wurde angedeutet, dass Tesla diese Technologie einführen könnte. Während der Veranstaltung zeigte man deshalb eine Folie mit dem Titel "Can't Forget To Do Cool S***". Auf diesem Slide zeigte Tesla ein Bild eines Supercharging Diner und etwas, das wie kabelloses Laden für Heimanwendungen aussah.
Drei Monate nach dem Investorentag begannen Gerüchte zu kursieren, dass Wiferion eines der Unternehmen sei, das Tesla für die Implementierung dieser Technologie in Betracht zieht. Im Juni dieses Jahres berichtete Business Insider Deutschland dann, dass zwei Wiferion-Mitarbeiter bestätigten, dass Tesla das Start-up übernehmen würde.
Nach Beginn der Verhandlungen kaufte Tesla das Unternehmen für rund 76 Millionen US-Dollar, wie TeslaMag berichtet. Nach der Übernahme wurde die Unterseite der Wiferion-Website mit dem Copyright "Tesla Engineering Germany GmbH 2023 - Alle Rechte vorbehalten" versehen.
Weitere Details sind zwar spärlich, aber Tesla könnte der erste Autohersteller werden, der die kabellose Ladetechnologie in großem Maßstab einsetzt. Ob die Neuauflage des Tesla Model 3 mit dem Codenamen Project Highland oder der Tesla Cybertruck bereits über eine entsprechende Schnittstelle verfügen, bleibt allerdings noch offen.
Quelle: TeslaMag
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