Schon im November haben wir gemeldet, dass der Peugeot E-Rifter ein Facelift und deutliche technische Änderungen erhält. Zum Bestellstart gibt Peugeot nun auch die Preise bekannt.

Die Ausstattungen heißen wie bisher schon Allure und GT; zudem kann man unverändert zwischen zwei Längen wählen: L1 mit 4,41 Metern und L2 mit 4,76 Metern. Das Basismodell gibt es für 38.440 Euro. Damit ist es 3.500 Euro günstiger als das entsprechende Vorgängermodell, für das 41.940 Euro verlangt wurden. Das erinnert an den e-Berlingo, bei dem die Preise ähnlich stark sanken.

Ausschnitt aus der Preisliste. Es gibt auch Benziner und Diesel, doch die haben wir weggelassen

Der Peugeot E-Rifter ist das Schwestermodell des Citroen e-Berlingo, Opel Combo Electric und Fiat E-Doblo. Er kam (noch mit kleinem e, also also e-Rifter) vor knapp zwei Jahren auf den Markt. Nun spendiert ihm der französische Hersteller eine neue Außenoptik, ein neues Cockpit mit Wippen zur Einstellung der Rekuperation und vor allem mehr Reichweite: Während der E-Rifter zum Marktstart im Herbst 2021 nur rund 280 km schaffte, sollen es nun 340 km nach WLTP sein, also 60 km mehr.

Doch nach wie vor hat das Modell einen 50-kWh-Akku und einen 100 kW starken Frontantrieb. Auf das neue Stellantis-System mit 54 kWh und 115 kW wird das Auto also nicht umgestellt. Der Stromverbrauch sank von 19,9-20,5 kWh auf 19,1 kWh/100 km (bei der Basisversion). Wie man das angestellt hat, verrät Peugeot nicht. Serienmäßig gibt es nun jedoch eine Wärmepumpe, die den realen Stromverbrauch im Winter senkt. 

Aufgeladen wird in Deutschland serienmäßig mit einem dreiphasigen 11-kW-Bordlader; alternativ kann man den Akku mit bis zu 100 kW Gleichstrom aufladen. Damit soll ein Ladehub von 0 auf 80 Prozent etwa 30 Minuten dauern. An einer 11-kW-Wallbox dauert eine Komplettladung rund 5h05.

Peugeot E-Rifter (2024)

Neuer E-Rifter

Peugeot e-Rifter beim Laden

Peugeot e-Rifter von 2021

Was die Optik angeht, so ist die neue Version am leichtesten an der neuen Lichtsignatur mit den drei Punkten pro Seite erkennbar – sie stehen für die markentypischen "Krallen" der Löwenmarke. Aber auch der Grill wurde modifiziert und das neue Peugeot-Logo angebracht. Als neue Farben kommen Sirkka Grün und Kiama Blau hinzu. 

<p>Altes Cockpit</p>

Altes Cockpit

Peugeot E-Rifter (2024): Das Cockpit

Neues Cockpit

Innen gibt es eine neue Armaturentafel. Es beliebt jedoch beim markentypischen "i-Cockpit", also dem kleinen Lenkrad mit den Instrumenten darüber, nicht dahinter. Neu sind jedoch der 10-Zoll-Touchscreen und das 10-Zoll-Instrumentendisplay. Außerdem baut Peugeot ein neues Lederlenkrad mit Heizung und Bedientasten ein. Neu ist auch eine Sprachbedienung, die per Lenkradtaste oder mit "OK Peugeot" aktiviert wird.

Peugeot E-Rifter (2024): Das Lenkrad mit Wippen zur Rekuperations-Einstellung

Wie der e-Berlingo erhält auch der E-Rifter erstmals Wippen am Lenkrad zum Einstellen der drei Rekuperations-Stärken. Zusätzlich gibt es die bekannte B-Taste für verstärkte Rekuperation am Getriebe-Wahlschalter (neben P, N, R und D). 

Peugeot E-Rifter (2024): Zusätzlich zu den Wippen gibt es die bekannte B-Taste in der Mittelkonsole für starke Rekuperation

Die Mittelkonsole mit Ladeschale fürs Handy und dem bekannten B-Knopf

In der Mittelkonsole befindet sich eine induktive Ladestation für Smartphones. Außerdem gibt es hier nun zwei USB-Schnittstellen. Der bisher an dieser Stelle angeordnete Drehknopf für die "Grip Control" mit Antriebsmodi für verschiedene Untergründe dagegen entfällt offenbar.

Zu den Fahrerassistenzsystemen gehört erstmals auch ein Abstandstempomat (ACC). Die Einparkhelfer wurden mit 12 Sensoren rundum sowie einer hochauflösenden Rückfahrkamera mit 180-Grad-Umgebungsansicht verbessert.

Die Langversion L2 hat einen größeren Radstand und bietet so mehr Platz im Innenraum. So gibt es für diese Variante in der Ausstattung Allure auch zwei zusätzliche Sitze für Reihe 3. Gegen 750 Euro Aufpreis wird der E-Rifter so zum Siebensitzer. Serienmäßig sind beide Varianten (L1 und L2) jedoch wie gehabt Fünfsitzer. In Reihe zwei gibt es drei Einzelsitze, die sich auch einzeln umklappen lassen. Ein- und Ausstieg erfolgen über zwei seitliche Schiebetüren; dazu kommt noch eine große Heckklappe mit separat zu öffnendem Fenster.  

Der Kofferraum bietet 775 Litern bei der Standardversion in fünfsitziger Konfiguration und bis zu 4.000 Liter bei der Langversion mit umgeklappten Rücksitzen und Beladung bis zum Dach. Der E-Rifter ist ab sofort bestellbar.

Unter dem Strich

Das Facelift bringt beim Peugeot E-Rifter die gleichen Neuerungen wie beim Citroen e-Berlingo. Für uns bleibt unverständlich, warum man die entsprechenden Stellantis-Nutzfahrzeugvarianten (auch der Opel Combo Electric und der Fiat E-Doblo gehören in diese Kategorie) nicht einfach zusammenlegt; die Unterschiede sind marginal, wenn man mal vom i-Cockpit absieht. 

Bildergalerie: Peugeot E-Rifter (2024)