Am gestrigen Dienstag wurde der Citroen e-C3 enthüllt, der mit seinem Basispreis von 23.300 Euro zu den günstigsten Elektroautos auf dem Markt gehören wird. Eine 2025 folgende Version soll sogar nur 19.990 Euro kosten. Der niedrige Preis wird von der Smart Car Platform ermöglicht. Auf dieser Basis soll es auch noch ein siebensitziges SUV geben – und Modelle von anderen Stellantis-Marken.

Das Siebensitzer-SUV kündigte der Hersteller am Ende der Präsentation des Citroen e-C3 in Paris an. Citroen-Chef Thierry Koskas zeigte am Schluss des Events ein kurzes Teaser-Video zu dem neuen Modell. Wenn Sie sich die kurze Passage ansehen wollen, spulen Sie in der oben eingebundenen Video-Aufzeichnung des Events bis auf etwa 40:00 min vor. 

Im Anschluss sagte uns ein Citroen-Sprecher, dass es sich um den C3 Aircross handelt und dass dieser auf der gleichen Plattform wie der e-C3 basieren wird.

Citroen C3 Aircross (Teaserbild)

Gleiche Lichtsignatur, gleiche Front wie beim e-C3: Der kommende Citroen C3 Aircross

In dem Clip ist ein Auto zu sehen, das die gleiche Lichtsignatur hat wie der e-C3, von oben aber deutlich länger aussieht (siehe unser Titelbild). Dann taucht der Schriftzug "7 Seater SUV" auf und es wird eine 2-3-2-Sitzkonfiguration gezeigt.

Man darf wohl annehmen, dass es auch vom C3 Aircross eine Elektroversion geben wird. Aber das soll noch nicht alles sein. Auf die Frage, ob der e-C3 eine reine Citroen-Angelegenheit bleiben werde, hieß es, der Konzern sei bekannt dafür, eine Plattform für mehrere Fahrzeuge zu nutzen.

Der Verantwortliche für die Smart-Car-Plattform Renaud Tourte sagte gegenüber Reuters, dass Stellantis "etwa sieben" Derivate auf Basis der Smart Car Platform plant. Dazu gehörten neben einer größeren Version (offenbar der C3 Aircross) auch Autos anderer Stellantis-Marken, die 2024 starten sollen. Auf die Frage, ob der Fiat Panda eines davon sei, meinte Tourte, es sei "nicht völlig dumm, das zu denken." Auch Opel-Deutschland-Chef Florian Hüttl hat kürzlich ein Elektroauto für rund 25.000 Euro angekündigt. 

Fiat Panda (2024) als Rendering von Motor1.com

Auch der elektrische Fiat Panda dürfte auf der Smart Car Platform basieren (Bild: spekulatives Rendering)

Nach dem Bericht ist die Smart Car Platform von der bekannten Common Modular Platform (CMP) abgeleitet, die in ihrer Elektroversion eCMP viele B-Segment-Fahrzeuge wie den Opel Mokka Electric oder den Peugeot E-208 trägt. Die neue Architektur sei die fünfte Plattform des Konzerns neben STLA-Small, STLA-Mid, STLA-Large und STLA-Frame.

Die Plattform soll Stellantis zu günstigen Elektroautos verhelfen, um gegen in China produzierte günstige Konkurrenten wie den Dacia Spring Electric antreten zu können. e-C3 und C3 werden im slowakischen Trnava gebaut. Doch Autos auf Basis der neuen Plattform könnten auch in anderen Stellantis-Werken, in Europa oder auch in Marokko, produziert werden, wird Trout von Reuters zitiert.