Auf 13 Elektroautos kommt derzeit ein öffentlicher Ladepunkt. Aber wie verteilen sich E-Autos und die Lademöglichkeiten auf Deutschlands Bundesländer und Landkreise? Auskunft darüber gibt der neue Energieatlas des Energieversorgers E-On. 

Mit rund 284.000 zugelassenen E-Autos ist Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter bei der Zahl der reinen Elektroautos (BEVs). Hier verdoppelte sich die Zahl der Stromer hier sogar; das Plus gegenüber dem Herbst 2022 betrug 116 Prozent. Auch der Süden Deutschlands ist mit rund 248.000 Stromern in Bayern und 213.000 in Baden-Württemberg weit vorn in Sachen Elektroautos.

Am anderen Ende der Stromer-Zahl liegt laut dem interaktiven Energie-Atlas von E.On Bremen mit nur rund 6.600 E-Autos. Dabei spielt aber natürlich auch die Bevölkerungszahl eine Rolle. In Sachsen allerdings, das mit über vier Millionen Einwohnern auch kein kleines Bundesland ist, sind nur etwa 31.000 E-Autos zugelassen. Damit gibt es in dem ostdeutschen Flächenland kaum mehr Stromer als in Hamburg mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern. 

Insgesamt waren in Deutschland rund 1,3 Millionen BEVs zugelassen. Bei den Landkreisen liegen Berlin (rund 34.000 E-Autos) und München (etwa 33.000 Stromer) vorne. Basis dieser Auswertung sind die KBA-Statistiken mit Stand vom Oktober 2023.

Knapp 100.000 Ladepunkte in Deutschland

Was die Zahl der öffentlichen Ladepunkte angeht, so gibt es inzwischen bundesweit rund 98.000 Ladestecker. Dabei liegt Bayern mit über 20.300 Ladepunkten vorne. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Nordrhein-Westfalen (17.960) und Baden-Württemberg (17.370).

Aber Ladepunkt ist nicht gleich Ladepunkt; an einem 350-kW-Lader sind schließlich ungleich mehr Ladevorgänge möglich als an einer 11-kW-Säule. Daher spielt auch die installierte Ladeleistung eine wichtige Rolle. Auch hier liegen Bayern (608 Megawatt), Nordrhein-Westfalen (570 MW) und Baden-Württemberg (505 MW) vorne. In Deutschland insgesamt stehen derzeit fast 3.200 MW zur Verfügung.

Pro zugelassenem E-Auto sind je nach Bundesland zwischen 1,7 und 4,7 Kilowatt Ladeleistung installiert. In NRW, wo die meisten Stromer zugelassen sind, sind es zwei Kilowatt Ladeleistung pro batterieelektrischem Auto, in Bayern mehr als 2,4 kW. Noch besser ist die Abdeckung in Mecklenburg-Vorpommern, wo es 4,7 kW sind. Allerdings sind dort auch nur circa 11.500 E-Autos zugelassen.

Die Datenexperten von E.On haben erstmals auch die CO2-Einsparungen durch die E-Autos errechnet. Danach werden in Deutschland über drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart – vorausgesetzt, es wird ausschließlich mit Grünstrom, geladen. Mit dem deutschen Strommix geladen, sind es über zwei Millionen Tonnen.

Unser Titelbild zeigt Elektroautos an einer Schnellladestation in Bayern.