Neues von den Opel-Nutzfahrzeugen: Der Opel Combo-e (der seit Kurzem Combo Electric heißt) und der Zafira-e alias Zafira Electric erhalten mehr Reichweite. Beim Combo sind nun 330 km ohne Aufladen möglich statt maximal 285 km, also 45 km mehr. Beim größeren Zafira erhöht sich der WLTP-Wert von maximal 322 auf 350 km.   

Nach wie vor arbeitet beim Combo ein 100-kW-Motor mit 260 Newtonmeter an der Vorderachse. Keine Umstellung auf den neue Stellantis-Motor mit 115 kW also. Der Akku speichert unverändert 50 kWh. Die Reichweitensteigerung ergebe sich durch "die konsequente Weiterentwicklung des vollelektrischen Antriebsstrangs sowie die hocheffiziente Wärmepumpe", so Opel.

Bildergalerie: Opel Combo und Zafira Electric Facelift (2024)

Eine Wärmepumpe gab es bisher im Combo in der Tat weder für Geld noch gute Worte, aber dass sich deren Einbau auf den Normverbrauch auswirken soll, wundert uns, denn soweit wir wissen, wird der WLTP-Normzyklus bei moderaten Temperaturen absolviert.

Was mit dem weiterentwickelten Antrieb gemeint ist, bleibt offen. Auch der technisch eng verwandte Citroen Berlingo erhielt kürzlich ein Update. Das Schwestermodell bekam dabei ebenfalls mehr Reichweite und eine Wärmepumpe. Zudem änderte sich die Batteriechemie: Künftig wird ein LFP-Akku (mit unverändert 50 kWh) eingebaut. Es würde uns wundern, wenn es bei Opel anders wäre. Wie der Berlingo erhält jedenfalls auch der neue Combo Paddles hinter dem Lenkrad, mit denen sich die Rekuperation dreistufig einstellen lässt. 

Opel Combo Electric (2024)

Opel Combo Electric (2024)

Den Combo gibt es als 4,41 Meter langen Fünfsitzer und als 4,76 Meter lange XL-Version mit optional sieben Sitzen. Je nach Version und Sitzkonfiguration und bietet der Wagen 775 bis 4.000 Liter Ladevolumen. 

Wer noch mehr Platz braucht, wird beim Zafira Electric fündig. Der Großraum-Van (der baugleich mit dem Citroen Spacetourer ist) wird mit 4,98 und mit 5,33 Meter Länge angeboten und bietet bis zu neun Personen Platz. Ein- und ausgestiegen wird über elektrische Schiebetüren auf beiden Seiten. Maximal lassen sich damit 4.200 bzw. 4.900 Liter Gepäck befördern.

Für den Antrieb sorgt wie gehabt ein 100-kWh-Motor. Als Energiespeicher kann man wie bekannt zwischen Akkus mit 50 und 75 kWh wählen. Mit der größeren Batterie, die laut Opel "weiterentwickelt" wurde, sind nun bis zu 350 Kilometer ohne Ladestopp drin – rund 20 Kilometer mehr als zuvor. Wie der kleinere Combo erhält auch der Zafira Lenkradwippen zur Einstellung der Rekuperation.

Außerdem ändert sich bei beiden Modellen die Optik. Vor allem tragen sie nun den "Opel Vizor". Auch bei der Sicherheit wurde nachgerüstet. So fährt der Combo erstmals mit LED-Matrix-Licht vor und es gibt neue Assistenzsysteme. 

Die Bestellbücher für die verbesserten "Großraum-Pkws", wie Opel die beiden Modelle nennt, sollen demnächst öffnen. Zu den Preisen und zum genauen Datum der Markteinführung äußert sich der Hersteller noch nicht. Bisher gab es den Combo Electric ab 43.050 Euro, den Zafira ab 63.250 Euro.