Konfigurierbar ist der Smart EQ Fortwo schon seit einem Jahr nicht mehr, aber der Winzling sollte noch bis Mitte 2024 gebaut werden, um eingegangene Bestellungen abzuarbeiten. Nun endete die Produktion in Hambach (Lothringen) doch schon Ende März, wie unter anderem der Spiegel berichtete. Der elektrische Zweisitzer, der 2009 auf den Markt kam, soll jedoch einen Nachfolger erhalten.

Smart-Europa-Chef Dirk Adelmann bestätigte nun, dass man mit der Entwicklung eines zweisitzigen Smart #2 begonnen hat, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.  Markteinführung soll nach dem Bericht allerdings erst Ende des Jahrzehnts sein, also frühestens in fünf Jahren. Das könnte allerdings auch ein Missverständnis sein, denn nach einem Artikel von Automotive News Europe soll das Marktstart-Datum noch nicht feststehen. Nach Gerüchten vom letzten Herbst sollte der Smart #2 schon 2025 starten.

Smart EQ Fortwo (Coupé)

Der Smart EQ Fortwo wurde von 2009 bis 2024 gebaut, davor gab es schon eine Kleinserie zu Versuchszwecken

Das neue Einstiegsmodell soll jedenfalls ein Zweisitzer werden, der sich auch bei der Länge am 2,70 Meter langen Fortwo orientiert. Die elektrische Reichweite solle jedoch doppelt so hoch liegen und mindestens 250 Kilometer betragen, so Adelmann.

"Wir stehen zwar noch ganz am Anfang, haben aber einen konkreten Plan", sagte der Manager. Derzeit entwickle man eine neue Plattform, die mehrere Modelle tragen und auch anderen Herstellern angeboten werden soll. Diese soll die Bezeichnung Electric Compact Architecture (ECA) haben. Das darauf basierende Auto soll "vier oder fünf Sterne im EuroNCAP-Crashtest erreichen" und Assistenzsysteme ähnlich wie der #1 und #3 haben, so Adelmann.

Smart #1 Pro (2023)

Der Smart #1 startete erst im Februar 2023 in Europa

Smart #3: Das Exterieur

Der Smart #3 folgte erst Anfang 2024

Damit der Smart #2 realisiert werden kann, wird nun nach Partnern gesucht, mit denen man sich die Kosten teilen kann. Diese Partner dürften dann wohl auch die Plattform nutzen. Gebaut werden könnte der Smart #2 auch in Europa – anders als der Smart #1 und #3, die von Geely in China gefertigt werden. Denn der Großteil des Zweisitzers soll auch in Europa verkauft werden. In Betracht soll dabei eine Auftragsfertigung kommen.

Auch beim Preis will sich Smart am Fortwo orientieren. Zuletzt hatte die geschlossene Version 21.940 Euro gekostet. Ob der Smart #2 so günstig wird, wollte Adelmann nicht versprechen, aber die rund 30.000 Euro der Final Edition wolle man deutlich unterbieten.

Unter dem Strich

Der springende Punkt bei elektrischen Klein- und Kleinstwagen sind die Kosten. Es ist nicht so leicht, kleine Stromer mit Preisen zwischen 25.000 und 30.000 Euro zu bauen. Tesla soll den Plan angeblich aufgegeben haben, der VW-Konzern bringt seine 25.000-Euro-Modelle erst 2025. Einzig der Citroen e-C3 und die anderen Stellantis-Modelle auf Basis der Smart Car Platform vollbringen das Kunststück schon jetzt. Der geliftete Dacia Spring ist zwar auch sehr günstig, wird aber genauso wenig Crashsicherheit bieten wie die alte Version.