Der Skoda Enyaq ist seit 2020 auf dem Markt; das Elektro-SUV war das erste Elektroauto der Marke nach dem winzigen Citigo und ist derzeit das einzige BEV von dem tschechischen Hersteller.

Nun ist ein Facelift im Busch, das unsere Erlkönigfotografen nun abgelichtet haben. Die Bilder hatten wir am gestrigen Sonntag veröffentlicht. Heute schickten uns unsere Erlkönig-Jäger auch noch Fotos vom entsprechenden Enyaq Coupé:

Bildergalerie: Skoda Enyaq Coupé Facelift als Erlkönig

Technisch basiert der Skoda Enyaq auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) und ist eng mit dem VW ID.4 verwandt. Beide wurden kürzlich auf den neuen 210-kW-Heckmotor umgestellt. Für das Jahr 2025 ist nun jedoch ein Facelift zu erwarten, das sich bereits durch erste Prototypen bemerkbar macht. Die Testwagen sind zur Erprobung in den österreichischen Alpen unterwegs. Im folgenden vergleichen wir den aktuellen Enyaq (als normales SUV) mit den Bildern des entsprechenden Erlkönigs:

Skoda Enyaq iV (2021) im Test
Skoda Enyaq Facelift als Erlkönig

Das Auto erhält offenbar kleinere Modifikationen am Frontstoßfänger sowie bei den Lufteinlässen. Statt des Kühlergrills, den es auch in einer illuminierten Version gibt, soll es außerdem ein "Tech Deck" geben, das zuerst an der Siebensitzer-Studie Vision 7S zu sehen war. An die Stelle der Kühlerrippen tritt dabei dunkles Glas, hinter dem sich die Fahrzeugsensorik verbirgt. Von der neuen Lichtsignatur in Gestalt eines "T" ist auf den Bildern aber nichts zu sehen, weder vorne noch hinten.

Skoda Enyaq iV (2021) im Test
Skoda Enyaq Facelift als Erlkönig

Hat Skoda die Leuchten so geschickt gefaked? Wir schließen es nicht aus, denn die neue T-Optik würde Sinn ergeben: Erstens gibt es entsprechende Branchengerüchte und zweitens wäre es ja seltsam, dem Enyaq ein belangloses Facelift zu geben, wenn man gleichzeitig eine neue Markenoptik (die im Ganzen Modern Solid heißt) einführt.

Skoda Epiq Concept (2024)

Skoda Epiq mit T-förmiger Lichtsignatur vorne ...

Skoda Epiq Concept (2024)

... und hinten

Als Motoren werden wohl weiter die erwähnte 210 kW starke AchsParallele Permanentmagnetmaschine mit rund 550 Nm (APP550) hinten und der altbekannte AKA150-Motor von Magna an der Vorderachse eingesetzt. Wir erwarten jedoch, dass der ebenso altbekannte Akku mit 77 kWh netto durch den neuen 79-kWh-Akku ersetzt wird, der im ID.3 GTX debütiert. Das wird wohl die Reichweite leicht anheben, aber nicht in den Himmel katapultieren: Mit dem Plus bei der Speicherkapazität von gerade mal 2,6 Prozent könnte die reichweitenstärkste Version Enyaq 85 dann 577 statt 563 km schaffen.

Auch die Ladedauer mit Gleichstrom könnte sich noch etwas verkürzen. Hier gibt Skoda bislang 28 min (10-80%) an, während sich die 79-kWh-Batterie im ID.3 GTX in 26 Minuten laden lassen soll. Damit würde die Ladegeschwindigkeit von derzeit 1,9 auf 2,1 kWh/min steigen – möglicherweise ein neuer Bestwert für ein 400-Volt-System.

Ebenfalls weiter optimiert wird wohl bei Konnektivität und Multimedia. Eine willkommene Modifikation wäre zum Beispiel ein Digital Key, der mittlerweile bei vielen Herstellern angeboten wird; damit könnte man das Handy zum Ver- und Entriegeln benutzen und anderen den Zugang gewähren, ohne ihnen den Schlüssel in die Hand drücken zu müssen.

Unter dem Strich

Nächstes Jahr bekommt der Skoda Enyaq eine Auffrischung. Gemunkelt wird über das neue "Modern Solid"-Design mit T-förmiger Lichtsignatur und einer glatten Fläche statt der Kühlerrippen. Auf unseren Erlkönigbildern ist davon allerdings noch nichts zu sehen.

Vermutlich bekommt das Auto zudem eine größere Batterie mit 79 statt 77 kWh und eine um zwei Minuten verkürzte Ladedauer an der DC-Säule. Auch das Cockpit dürfte überarbeitet, die Konnektivität verbessert werden. All das soll die gute Position des Enyaq in den Verkaufs-Statistiken erhalten helfen. Elektrische Verstärkung bekommt der Wagen bald durch den etwas kleineren Elroq und später durch den noch kleineren Epiq sowie die Serienversion des erwähnten Siebensitzer-SUVs Vision 7S.

Bildergalerie: Skoda Enyaq Facelift als Erlkönig

Bild von: Automedia