Das günstigste Elektrofahrzeug von Opel, den Rocks Electric, kann man für 8.340 Euro kaufen – oder jetzt auch für 79 Euro monatlich leasen. Damit ist das Fahrzeug vielleicht auch für Jugendliche erschwinglich; gefahren werden darf es nämlich schon ab 15 Jahren. Voraussetzung ist der Führerschein der Klasse AM.

Das neue Leasingangebot gilt für eine Laufzeit von drei Jahren und inklusive einer Laufleistung von 5.000 Kilometern jährlich. Die nach Abschluss des Vertrages fällige "Sonderzahlung" liegt bei 750 Euro. Alternativ kann man das Elektro-Leichtfahrzeug für 8.340 Euro kaufen. Die Überführungskosten von 350 Euro sind dabei schon enthalten. Deshalb ist das Auto seit der Markteinführung (als Rocks-e) vor rund zwei Jahren nicht teurer geworden – damals kostete der Winzling noch 7.990 Euro, aber zuzüglich Überführung.

"Mit dem Opel Rocks Electric machen wir Jugendliche ab 15 Jahren mobil – zu Preisen, die sich junge Fahrer auch leisten können. Für gerade einmal 79 Euro monatlich können sie zu zweit auf vier Rädern und mit serienmäßigem Panorama-Glasdach in der Stadt sowie im Umland durchstarten", sagt Opel-Deutschland-Chef Patrick Dinger.

Opel Rocks-e (2021): Exterieur

Mit 2,41 Meter ist der Rocks Electric über einen Meter kürzer als ein Fiat 500

Der kleine Opel ist so schnell wie ein 50er-Roller: Er erreicht 45 km/h. Mit seiner 5,5-kWh-Batterie schafft er wegen des geringen Fahrzeuggewichts von unter 500 Kilo bis zu 75 km. Wenn der Saft zur Neige geht, schaltet das Auto automatisch in den Schildkrötenmodus. Um Strom zu sparen steht dann die Leistung (normalerweise 8 kW) nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Eine komplett geleerte Batterie soll sich an der Haushaltssteckdose in etwa vier Stunden wieder aufladen lassen.

Mit einem Wendekreis von nur 7,20 Meter kommt man auch gut durch das Gewusel der engen Innenstadt, und dank nur 2,41 Meter Länge findet sich auch leichter ein Parkplatz als mit einem normalen Auto. Dazu kommt die sympathische Optik: Mit seinem drolligen Aussehen und den asymmetrisch öffnenden Türen (auf der Beifahrerseite normal, auf der Fahrerseite gegenläufig) ist er immer noch ein Hingucker. 

Opel Rocks-e (2021): Interieur

Innen bietet der Rocks Electric nur das Nötigste. Es gibt ein Lenkrad, ein Zündschloss, einen kleinen Tacho, eine Lüftung und eine Handy-Halterung mit USB-Anschluss, mit dem man navigieren kann. Bald kommt ein neues Feature hinzu: Opel will dem Wägelchen einen "Rocks Switch" spendieren, einen Schalter am Lenkrad, mit dem man das Handy per Bluetooth mit dem Auto verbinden kann. Damit soll man seine Lieblingsmusik hören, telefonieren und navigieren können. 

Wie das funktioniert, geht aus der Pressemeldung nicht klar hervor. Vielleicht kann man die Musik auf dem Handy über die Auto-Lautsprecher hören? Nun, der Rocks hat keine eingebauten Lautsprecher; stattdessen gibt es eine Bluetooth-Box als Zubehör. Möglicherweise verbindet der Switch das Handy mit der Box.

Gekauft oder geleast wird der Opel komplett online – oder auf Wunsch auch beim Händler vor Ort. Vorteil beim Online-Abschluss: Man hat die gesetzlichen 14 Tage Widerrufsrecht. Im Handel gibt es dafür auch die Möglichkeit, den Rocks Electric zu finanzieren.

Unter dem Strich

Der Opel Rocks Electric ist mit 8.340 Euro günstiger als ein normales Auto und auch wendiger, aber mangels Knautschzonen nicht so sicher. Im Vergleich mit einem Elektroroller ist er teurer, aber zumindest etwas sicherer, weil man auf vier Rädern bei Glätte immer stabiler fährt als auf zwei. Zu den Nachteilen gehört, dass man mit 45 km/h mitunter ein Verkehrshindernis ist, und das schon in der Stadt.

Bildergalerie: Opel Rocks-e (2022) im Dauertest