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Bis Mai 16% weniger BEVs verkauft als im Vorjahreszeitraum

Nur noch 12 Prozent BEV-Anteil bei den Zulassungszahlen für die ersten 5 Monate des Jahres

Tesla Model Y in Blau (Symbolbild, zeigt das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

7. Jun. 2024 um 13:21 Uhr

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Normalerweise berichten wir nur quartalsweise über die Zulassungszahlen, aber da wir neugierig sind, wie stark die vielzitierte Nachfrageschwäche bei Elektroautos wirklich ist, machen wir eine Ausnahme. Nun sind die KBA-Zahlen für Mai und damit für die ersten fünf Monate des Jahres da. 

Nach dieser Statistik wurden in den ersten fünf Monaten 140.713 reine Elektroautos in Deutschland neu zugelassen; über alle Antriebsarten hinweg waren  es 1.174.312 Autos. Damit lag der BEV-Anteil bei mageren 12,0 Prozent. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2023 lag dieser Wert bei 18,3 Prozent. 

In den ersten fünf Monaten des letzten Jahres wurden 167.256 Elektroautos und insgesamt 1.116.731 Autos abgesetzt. Damit lag der BEV-Anteil bei 15,0 Prozent. Verglichen mit Januar bis Mai 2024 wurden damals also weniger Autos, aber mehr BEVs verkauft.

Die BEV-Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent. Damit könnte der VDA mit seiner Prognose richtig  liegen: Der Branchenverband hat ein Absatz-Minus von 17 Prozent fürs Gesamtjahr prophezeit.

Marke BEV-Verkäufe 1-5/24 BEV-Verkäufe 1-5/23 Differenz 1. VW 19.815 25.583 - 23 % 2. Tesla 16.601 28.370 - 41% 3. BMW 14.868  9.973 + 49% 4. Mercedes 13.345 13.383 +- 0%  5. Audi  9.405 11.836 - 21 % 6. Skoda  7.311  5.833 + 25% 7. Smart  6.923  6.562  + 6% 8. Hyundai/Genesis  6.557  9.484 - 31% 9. MG  6.354  5.745 + 11% 10. Volvo  6.229  3.592 + 73 % Alle Marken 140.713 167.256 - 16 %

Tesla verkaufte in den ersten fünf Monaten 16.601 Autos in Deutschland, im Vorjahreszeitraum waren es noch 28.370 Stück. Damit war das Absatzminus mit 41 Prozent hier noch deutlich stärker als im BEV-Gesamtmarkt. Auch verkaufte Tesla weniger als die Marke VW, die 19.815 Fahrzeuge absetzte. Die VW-Stromer waren jedoch ebenfalls weniger gefragt als letztes Jahr, als von Januar bis Mai 25.583 Stück verkauft wurden. Damit lag das Minus bei knapp 23 Prozent.

BMW, als drittstärkste Marke beim Elektroauto-Absatz, kam auf 14.868 Stück. Anders als Tesla und VW verzeichnete BMW ein deutliches Plus von 49 Prozent bei seinen BEV-Verkäufen, denn von Januar bis Mai 2023 verkaufte die Münchner Marke nur 9.973 Elektroautos. Mercedes folgte auf Platz vier mit 13.345 Stück; damit blieb der Absatz hier ziemlich konstant.

Audi blieb unter 10.000 Stück und musste ein etwa ebenso starkes Minus hinnehmen wie VW. Skoda dagegen verzeichnete ein Plus von 25 Prozent. Die tschechische Marke verkaufte rund 7.300 Elektroautos. Dichtauf folgen vier weitere Marken. Hier sticht Hyundai (inklusive Genesis) mit einem dicken Minus von 31 Prozent heraus. Dabei büßten alle drei verkaufsstarken Korea-Modelle ein – Kona, Ioniq 5 und Ioniq 6. 

Mit MG schaffte es zumindest eine chinesische Marke unter die Top Ten. Auch Volvo qualifizierte sich für die Top Ten. Wie erwartet, profitierte die Schweden-Marke stark vom neuen EX30, der mit 3.742 Stück mehr als die Hälfte der Verkäufe ausmachte und die kompakte Baureihe EX40/EC40 (1861+626=2.487 Stück) deutlich hinter sich ließ.

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Unter dem Strich

Die Nachfrageschwäche bei Elektroautos hält an; zuletzt wurden in Deutschland 16 Prozent weniger BEVs verkauft als im Vorjahreszeitraum. Tesla leidet besonders stark, aber auch Hyundai, VW und Audi müssen bluten. Gegen den Trend zulegen können Volvo, BMW und Skoda.

Nach wie vor das meistverkaufte Elektromodell in Deutschland ist das Tesla Model Y (unser Titelbild) mit 13.316 Stück von Januar bis Mai 2024. Auch dieses Modell verkaufte sich aber deutlich schlechter als im Vorjahreszeitraum (21.727 Stück), das ist ein Minus von knapp 39 Prozent.

Quelle: KBA-Statistik FZ10 für Mai 2024

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