Abarth plant beliebte Sondermodelle auch bei Elektroautos
Auch simulierte Gangwechsel à la Hyundai Ioniq 5 N hat man wohl getestet
Für die extrem emotionale Marke Abarth mit ihren vielen eingefleischten Fans ist der Umstieg auf die Elektromobilität sicher mit noch mehr Überzeugungsarbeit verbunden als anderswo. Ganz viel hat sich geändert, seit es surrt und nicht mehr röhrt, aber eines soll definitiv gleich bleiben: die Verführung der Anhänger mit limitierten Special Editions.
Wie das Magazin Top Gear berichtet, hat Produktchef Guillaume Clerc bestätigt, dass es heiße Sondermodelle des noch immer recht frischen 500e und des sehr frischen 600e geben wird. "Es ist Teil der Abarth-Seele. Ein großer Teil unserer Kunden ist komplett verrückt nach der Marke und sie wollen diese Spezial-Serien haben."
Clerc will sich allerdings noch nicht festlegen, welche Sondereditionen es künftig geben wird. Erst wolle man den 600e vernünftig in den Markt einführen und man konzentriere sich auf das Auto, wie es derzeit ist, mit dem Scorpionissima, der ja als Launch Edition ohnehin schon eine Art Sonderserie sei. Aber mittelfristig werde man die Autos animieren, wie man das auch in der Vergangenheit getan habe.
Wer sich in den letzten Jahren ein bisschen mit dem Skorpion beschäftigt hat, wird wissen, dass der Markt mit Special Editions der Verbrenner-Modelle 595 und 695 geradezu geflutet wurde. 2024 brachte man sogar nochmal ein Sondermodell des 695 zur Feier des 75. Firmenjubiläums. Und das, obwohl der elektrische 500e da längst bei den Händlern stand.
Bildergalerie: Abarth 600e (2024) Fahrbericht
Der 600e Scorpionissima, der uns im ersten Test überraschend gut gefiel, wird auf 1949 Einheiten limitiert sein. Im Vergleich zum Basismodell erhält er einen Soundgenerator, größere Bremsen und ein Torsen-Sperrdifferenzial. Alles Zutaten, die wir auch in künftigen 600e-Sondereditionen sehen dürften.
Und darüber hinaus? Irgendwelche überraschenden Gimmicks, die eher traditionell eingestellte Freunde der Marke abholen könnten? Nun, Abarth hat tatsächlich simulierte Gangwechsel mit Lenkradpaddles getestet, wie wir sie etwa vom Hyundai Ioniq 5 N kennen.
Man habe darüber gesprochen und einige Möglichkeiten ausprobiert, sagt Abarth-Marketingchef Francesco Morosini gegenüber Top Gear. Am Ende wird es wohl eine Frage des Geldes gewesen sein. Letztlich habe man einen Kompromiss machen müssen, gesteht Morosini, und da habe man sich auf die Features konzentriert, welche die Performance verbessern und nicht auf Spielereien. Vielleicht sind die Spielereien ja dann wiederum etwas für künftige Sondermodelle.
Quelle: Top Gear
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