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ChargingTime: Ladeplanungs-App zeigt nun auch Preise an

Handy-Software für 44,99 Euro jährlich ermöglicht Preisvergleiche

ChargingTime-App: Preisvergleich
Bild von: ChargingTime

ChargingTime ist eine App für die Laderouten-Planung – für alle, deren Elektroauto sowas nicht oder nicht in der nötigen Qualität bietet. Die neueste Software zeigt nun auch die Preise der Ladestationen an.

Noch handelt es sich allerdings um eine Betaversion. Das heißt, die Funktion wird nur für Deutschland, Österreich und die Schweiz angeboten, und nur eine beschränkte Anzahl an Ladestationsbetreibern (Charge Point Operators, CPOs) und an Ladekarten-Anbietern ist enthalten. Alle User von ChargingTime Gold haben die Möglichkeit, das neue Feature zu benutzen. Und zwar "ab Januar", wie der Anbieter schreibt – also wohl ab sofort.

Bildergalerie: ChargingTime-App (2025)

In den Einstellungen der App kann man die Daten der eigenen Ladekarten hinterlegen. Außerdem ist es möglich, Ladestationen auszublenden, an denen die eigenen Ladekarten nicht funktionieren. In der Liste der Ladeparks sieht man dann die jeweils günstigsten Preise, die man mit den hinterlegten Zahlarten erhält – mit Angabe der Ladekarte bzw. Zahlart, die man nutzen sollte, um diesen günstigsten Preis zu erhalten. Standardmäßig angezeigt werden die Preise fürs Ad-hoc-Laden, also für Ladevorgänge ohne Abo oder monatliche Grundgebühr, die man am Kartenterminal der Ladesäule per Kredit- oder Girokarte bezahlt. 

Die neue Funktion wurde aufgrund von User-Feedback integriert: Die Community wünschte sich die Möglichkeit des Preisvergleichs. Denn die Preisunterschiede sind immens. So zahlt man oft drauf, wenn man mit der falschen Ladekarte lädt. Das soll das neue Feature verhindern. An einer flächendeckenden Unterstützung aller Ladestations- und Ladekartenbetreiber werde gearbeitet, so ChargingTIme.

Die App wurde im November 2021 von Felix Geibel entwickelt. Entstanden ist die Software bei einem Familienurlaub, der Geibel vor Augen führte, wie wichtig es für eine gute Reiseplanung ist, dass die Ladestopps mit den Bedürfnissen der Kinder wie Spielen, Essen etc. in Einklang gebracht werden. Mit Google Maps und durch die Integration in das Fahrzeug ist während der Fahrt jederzeit eine flexible Anpassung an aktuelle Gegebenheiten möglich. 

Die App ist in der Standardversion gratis, die Preis-Funktion sowie die Zusatzfilter (wie Restaurant, Kinderspielplatz oder "guter Kaffee") setzt jedoch die Gold-Version voraus, die knapp 45 Euro jährlich kostet. Diese Version unterstützt auch Apple CarPlay und Android Auto. Geibel gründete das Unternehmen 2022. Seit Frühjahr 2022 wird das Team durch Jonas Sulzer verstärkt, der zusammen mit Geibel die App stetig weiterentwickelt. 

Unter dem Strich

Eigentlich sollte jedes Stromer-Navi eine halbwegs brauchbare Lade-Routenplanung bieten. Dass dem noch immer nicht so ist, merken wir immer wieder bei unseren Elektroauto-Tests – ein Armutszeugnis für die Hersteller. So lange das so ist, haben Smartphone-Apps eine Existenzberechtigung. Davon gibt es eine ganze Menge, darunter A Better Routeplanner, ElectricRoutes, EV Navigation, ChargeMap, Pump oder auch ChargingTime, das nun auch Preise anzeigt. 

Allerdings haben diese Apps ihre Grenzen. So berücksichtigen viele weder die Verkehrslage noch den Verbrauch des Fahrzeugs. Es fehle an einer standardisierten Daten-Schnittstelle zu Batterie, Antrieb etc., wird von Testern bemängelt. Bis eine Datenanbindung möglich ist, kann man in manchen Apps zumindest den Fahrzeugtyp und einige Grunddaten wie den Verbrauch oder die  gefahrene Geschwindigkeit hinterlegen. Aber all das sind natürlich nur Notlösungen ...