Alpine A390: erhält drei E-Motoren für aktives Torque Vectoring
Außerdem gibt es neue Bilder des Elektro-Crossovers (Update)
Der Alpine A390, vom Hersteller als "die A390" verweiblicht, wird am 27. Mai vorgestellt. Das gab die sportliche Marke des Renault-Konzerns bereits am 20. Februar bekannt. Nun verrät die zum Renault-Konzern gehörende Marke offiziell, dass das Modell drei Elektromotoren hat, womit aktives Torque Vectoring möglich wird. Das ist keine große Überraschung, den auch die Studie hatte drei Motoren. Außerdem gibt es neue Bilder.
Ebenfalls noch nicht bekannt war, dass das Auto fünf Fahrmodi bekommt. Darunter ist ein Track Mode für die Rennstrecke. Diese Modi sowie das ESP und das Torque Vectoring wurden nun auf einer gewässerten Strecke am Testzentrum in Ladoux (bei Clermont-Ferrand) erprobt. Dabei werden auch die 20- und 21-Zoll-Reifen von Michelin getestet – dem Reifenhersteller gehört offenbar auch das Testgelände.
Den getarnten Prototypen kennen wir bereits von Wintertests im kühlen Norden, die Alpine im März veröffentlichte. Darauf waren bereits etliche interessante Details erkennbar, so zum Beispiel der kleine Spoiler unter der Heckscheibe. Auch der Frontspoiler sowie die Leuchten vorne und hinten sind viel besser zu sehen als auf unseren bisherigen (inoffiziellen) Erlkönigbildern. Neu ebenfalls: Unter den schlitzartigen Frontleuchten gibt es eine Gruppe beleuchteter Dreiecke, die Alpine Cosmic Dust nennt und die an einen Kometen erinnern sollen.
Bildergalerie: Alpine A390 (offizielle Erlkönigbilder, 3/25)
Zudem werden nun auch die Maße genannt: Mit 4.615 mm Länge, 1.532 mm Höhe und 1.885 mm Breite hat der Wagen ähnliche Abmessungen wie der Cupra Tavascan oder der Ford Capri. Auch ein erstes Bild vom Cockpit gönnt uns Alpine; es zeigt allerdings nur das Lenkrad mit diversen Bedienknöpfen: OV steht für Overtake, RCH für Recharge, der Drive-Modes-Schalter ermöglicht den Zugriff auf Fahrmodi wie den Track Mode.
Die Enthüllung des A390 findet im nordfranzösischen Dieppe statt, wo auch das Alpine-Werk steht. Das neue Modell wird in der Pressemeldung von Alpine als fünfsitziger Sport Fastback bezeichnet. Ein Fastback besitzt laut Wikipedia eine durchgehend fallende Linie vom Dach zum Heck. Die meisten Fastbacks haben danach eine große Heckklappe, nicht nur einen Kofferraumdeckel.
Beim A390 handelt es sich um das zweite Elektromodell nach dem Kleinwagen A290. Das Auto basiert auf der Plattform AmpR Medium, die auch den Renault Scenic, den Megane Electric sowie den Nissan Ariya trägt (wobei Nissan die Plattform allerdings nach wie vor mit dem alten Namen CMF-EV bezeichnet). Als Studie wurde das Modell bereits im Oktober präsentiert.
Bildergalerie: Alpine A390_β (Studie 10/24)
Wie das Serienmodell wurde schon das Concept Car von drei Elektromotoren angetrieben: einem vorne und zwei hinten. So wird ein aktives Torque Vectoring an der Hinterachse möglich. Dieses Feature dürfte allerdings dem Topmodell vorbehalten sein. Leistungsmäßig darf man hier deutlich über 300 kW erwarten, denn schon der stärkste Ariya hat 320 kW. Standardmäßig wird es wohl einen zweimotorigen Allradantrieb geben.
Als Erlkönig wurde der Wagen bereits im September 2024 erwischt, also noch vor der Präsentation der Studie. Danach wurde der Neuling im Februar nochmals fotografiert, wie die Kollegen von Motor1 berichteten. Das Modell wirkte genauso sportlich wie die Studie; wir würden das Auto als Crossover einstufen.
Bildergalerie: Alpine A390 als Erlkönig (2/25)
Auf den Erlkönigbildern sah es so aus, als hätte der Wagen kein so riesiges Glasdach wie die Studie. Nach Gerüchten soll der Wagen nur rund 4,40 Meter lang werden und damit ähnlich groß sein wie der elektrische Scenic, und nicht fast 4,70 m messen wie der Ariya. Ob all das stimmt, wissen wir aber erst in drei Monaten genau. Wie gesagt: Den 27. Mai sollte man sich im Kalender markieren.
Bildergalerie: Alpine A390 als Erlkönig (9/24)
Unter dem Strich
Früher hieß die Sportmarke des Konzerns Renault R.S., die Autos waren eigentlich immer gelb. Seit dem Comeback der Marke Alpine sind die Sportmodelle eher himmelblau. Der Erstling war der Kleinwagen A290 mit einer Karosserie, die sich kaum vom entsprechenden Renault 5 Electric unterschied, doch beim A390 ist eine völlig neue Karosserie zu erwarten, mit einer deutlich sportlicheren Optik als beim Scenic. Das sportlichste Modell aber wird wohl der neue A310 werden, der als elektrischer Nachfolger des Verbrenner-Coupés A110 gehandelt wird und angeblich 2026 startet.
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