Toyota C-HR+: Übersicht mit allen Daten und Preisen
Die Version mit 607 km Reichweite kostet 45.990 Euro – rund 5.000 Euro weniger als ein vergleichbarer VW ID.5.
Seit dem 11. Dezember 2025 ist der Toyota C-HR+ bestellbar, eine Preisliste gibt es seit Anfang Januar und inzwischen kann man das Auto auch konfigurieren. Die Auslieferung begann Mitte März. Preise, Ausstattungen und technische Daten stehen nun fest. Wir geben Ihnen eine Übersicht über das Modell.
Die Optik des Toyota C-HR+ wurde bereits im März 2025 vorgestellt. Mit dem Hybridmodell C-HR hat er kaum mehr gemeinsam als den Namen. Basis ist wie beim Toyota bZ4X die Elektro-Plattform e-TNGA; die Technik des großen Bruders wird zum Teil übernommen. Mit 4,52 Meter Länge tritt das coupéhafte Kompakt-SUV unter anderem gegen den Nissan Leaf, den Skoda Elroq, den Peugeot E-3008, den Renault Scenic Electric und den VW ID.4 an.
Exterieur und Maße | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise/Ausstattungen
Bildergalerie: Toyota C-HR+ (2026)
Exterieur und Maße
Der C-HR+ ist zwar 17 cm kürzer als der neue bZ4X, aber der Radstand ist identisch. Das belegt die enge technische Verwandtschaft zwischen den beiden Fahrzeugen:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| C-HR+ | 4.520 mm | 1.870 mm | 1.595 mm | 2.850 mm | 416 – ca. 1.300 Liter |
| bZ4X | 4.690 mm | 1.860 mm | 1.650 mm | 2.850 mm | 452 – 1.500 Liter |
Die Optik des C-HR+ basiert auf dem 2022 vorgestellten Compact SUV Concept. Vorne verzichtet Toyota auf einen Grill, es gibt jedoch Luftkanäle vor den Rädern, um Turbulenzen zu vermeiden. Auch das Entenbürzel-Heck sowie der glatte Unterboden sollen die Aerodynamik verbessern. Insgesamt ergibt sich so ein cW-Wert von 0,26. Wie der bZ4X hat der C-HR+ vorne Bügelgriffe, doch die hinteren Griffe werden durch schwarzes Plastik am Ende der Fondtüren kaschiert. Außerdem fehlen dem C-HR+ die großen schwarzen Elemente an den Radhäusern. Dafür gibt es hier schwarze Elemente an den Schwellern, die den Wagen optisch schlanker erscheinen lassen:
Interieur
Das Cockpit sieht sehr ähnlich wie beim neuen bZ4X aus. Wie dort ist das 7-Zoll-Instrumentendisplay sehr hoch und nahe der Frontscheibe positioniert. Man guckt über das Lenkrad darauf, nicht durch das Steuer. Dazu kommt wie beim Schwestermodell ein 14-Zoll-Touchscreen. Das darauf laufende Navigationssystem plant nun auch Ladestationen ein. Statt eines Handschuhfachs gibt es ein geschlossenes Fach zwischen den Vordersitzen sowie ein offenes in der unteren Etage der Mittelkonsole.
Der Kofferraum fasst 416 Liter und ist damit nur geringfügig kleiner als beim bZ4X, das Maximalvolumen liegt laut Produktmanager Christian Sober bei knapp 1.300 Litern. Einen Frunk besitzt der Wagen nicht. Die Rücksitze lassen sich wie beim bZ4X im Verhältnis 60:40 umklappen, und wie dort gibt es serienmäßig einen variablen Ladeboden. Verschiedene Dachboxen ermöglichen es, bis zu 512 Liter mehr zu transportieren. Abgesehen von der schwachen Basisversion kann der C-HR+ auch 750 bzw. 1.000 kg schwere Anhänger ziehen.
Antriebe und Batterien
Toyota bietet den C-HR+ mit zwei Frontantrieben und einem Allradantrieb an. Der Preisliste war bis vor Anfang Januar noch zu entnehmen, dass beide Batterien Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) haben, doch dabei handelte es sich um einen Fehler: Es wird eine NMC-Chemie verwendet, wie man uns bei der Fahrvorstellung sagte. Die kleine Batterie ist ausschließlich mit dem 123-kW-Frontantrieb kombinierbar, die übrigen zwei Varianten bekommen den 72-kWh-Akku:
| C-HR+ FWD | C-HR+ FWD Long Range | C-HR+ AWD | |
| Antrieb | FWD 123 kW | FWD 165 kW | AWD 252 kW (165 & 87 kW) |
| Drehmoment | 268 Nm | 268 Nm | 338 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 8,4 Sek. / 140 km/h | 7,3 Sek. / 160 km/h | 5,2 Sek. / 180 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 13,4 kWh | 13,4 kWh | 15,5-15,7 kWh |
| WLTP-Verbrauch Autobahn | 18,7 kWh | 18,3 kWh | 20,2-20,5 kWh |
| Akku netto / brutto | 54,0 / 57,7 kWh | 72,0 / 77,0 kWh | 72,0 / 77,0 kWh |
| WLTP-Reichweite | 458 km | 607 km | 501-507 km |
| Anhängelast | — | 750 kg | 1.500 kg |
Die Antriebe basieren auf den neuen eAxles von Toyota, bestehend aus selbst entwickelten Permanentmagnetmotoren (PSMs), Siliciumcarbid-Invertern und Getriebe. Leistung und Drehmoment stimmen exakt mit den Antrieben des neuen bZ4X überein, während sich die Akkus offenbar unterscheiden.
Bei allen drei Motorisierungen wird die gleich Motoren-Hardware an der Vorderachse eingesetzt; bei der Basisversion wird deren Leistung offenbar per Software oder durch die Batterie begrenzt, beim Allradler kommt hinten noch eine 87-kW-Maschine hinzu. Eine mechanische Kupplung zum Abkoppeln der Hinterachse hat der C-HR+ laut Produktmanager Christian Sober nicht; wenn nicht die volle Power gebraucht wird, wird der Motor geringfügig bestromt, damit er nicht bremst.
Die kleine Batterie besteht aus 78, die große aus 104 Zellen von Prime Energy, einem Joint Venture mit Panasonic. Die Rekuperation lässt sich über Lenkradwippen vierstufig einstellen. Maximal ist eine Verlangsamung von 0,15 g möglich, aber kein One-Pedal-Driving.
Was das Aufladen angeht, so ist ein 11-kW-Bordlader Serie, der Allradler lädt sogar mit bis zu 22 kW. Beim DC-Laden sind bis zu 150 kW möglich, und zwar bei beiden Batterien. Zum Vergleich: Der 77-kWh-Akku des VW ID.4 und ID.5 lässt sich je nach Version mit 135 oder mit 175 kW laden.
| C-HR+ FWD | C-HR+ FWD Long Range | C-HR+ AWD | |
| Akku netto | 54,0 kWh | 72,0 kWh | 72,0 kWh |
| WLTP-Reichweite | 458 km | 607 km | 501-507 km |
| Ladeleistung AC/DC | bis 11 / 150 kW | bis 11 / 150 kW | bis 22 / 150 kW |
| DC-Ladedauer (10-80 %) | 28 min | 28 min | 28 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 1,4 kWh/min | 1,8 kWh/min | 1,8 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 11,5 km/min | 15,2 km/min | bis 12,7 km/min |
Der übliche Ladehub von 10 auf 80 Prozent soll beim C-HR+ 28 Minuten dauern, was wieder für beide Akkus gilt. Aus diesem Wert und der Batteriekapazität des großen Akkus von 72 kWh errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 72 kWh x 0,7/28 min = 1,8 kWh/min. Für ein 400-Volt-Auto ist das ein guter Wert, der VW ID.4 Pro liegt mit 1,9 kWh/min nur minimal besser. Beim Reichweite-Nachladen errechnen sich für den C-HR+ FWD Long Range 607 km x 0,7/28 min = 15,2 km/min. Das bedeutet: Pro Minute kann man Strom für etwa 15 km nachladen. Hier liegt der Toyota besser als der VW (14,3 km/min).
Die Vorkonditionierung der Batterie lässt sich sowohl automatisch als auch manuell aktivieren. So soll der Standard-Ladevorgang bei minus 10 Grad etwa 30 Minuten dauern, also nur zwei Minuten länger als bei Normaltemperatur. Ohne Vorheizen der Batterie würde es rund 20 Minuten länger dauern, so Toyota. Die serienmäßige Wärmepumpe kann auch die in der Außenluft enthaltene Energie fürs Aufheizen der Kabine nutzen.
Preise und Ausstattung
Die Preise beginnen bei 38.990 Euro. Das ist der Einführungspreis für die 123 kW starke Basisversion mit kleiner Batterie und der Ausstattung Action. Ab Juli 2026 kostet diese Version dann 41.990 Euro. Für die anderen beiden Varianten gibt es offenbar keinen Einführungsrabatt: Die Long-Range-Version mit großer Batterie und 165 kW ist für 45.990 Euro zu haben, die Allradvariante mit 252 kW kostet 53.990 Euro. Mit der Wahl der Motorisierung ist jeweils eine Ausstattung verknüpft:
| Toyota C-HR+ FWD | Toyota C-HR+ FWD Long Range | Toyota C-HR+ AWD | |
| Active | 38.990 Euro (ab Juli 41.990 Euro) |
— | — |
| Teamplayer | — | 45.990 Euro | — |
| Lounge | — | — | 53.990 Euro |
Bereits die Einstiegsversion Active ist gut ausgestattet. Sie bietet Matrix-LED-Scheinwerfer, ein 7-Zoll-Instrumentendisplay und einen 14-Zoll-Touchscreen, ein Navigationssystem, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, zwei kabellose Smartphone-Ladestationen, Sitz- und Lenkradheizung, eine Wärmepumpe, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel sowie 18-Zoll-Alufelgen. Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören ein Anti-Kollisions-System, ein Fernlichtassistent, der Abstandstempomat (ACC) und der Spurhalteassistent sowie ein Totwinkel-Warner.
In der mittleren Ausstattungslinie Teamplayer kommen noch getönte Fenster und eine elektrisch bediente Heckklappe hinzu. Die Topversion Lounge bietet zusätzlich 20-Zoll-Alufelgen, einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz, eine beheizbare Frontscheibe, ein Rundumsicht-System, einen 22-kW-Bordlader und einen Einpark-Assistenten sowie einen digitalen Schlüssel. Die Optik wird durch eine Bicolor-Lackierung mit schwarzem Dach und schwarzen Außenspiegeln Kontrastfarbe aufgepeppt.
Generell kann man wählen zwischen den Außenfarben Orange (siehe Titelbild), Weiß, zwei verschiedenen Grautönen und Schwarz. Ohne Aufpreis gibt es Cement Grey Metallic, für die übrigen Farben werden 790 bzw. 1.090 Euro Aufpreis verlangt. Optional gibt es sonst nur eine Anhängervorrichtung für 940 Euro und beim Topmodell ein Sky & Sound Paket für 1.600 Euro, welches ein Premium-Soundsystem und ein Panoramadach umfasst.
Die Auslieferung in Deutschland soll im ersten Quartal 2026 beginnen. Zusammen mit dem neuen Urban Cruiser und dem deutlich verbesserten bZ4X verfügt Toyota dann über drei Elektromodelle, welche die SUV-Segmente der Kleinwagen-, Kompakt- und Mittelklasse abdecken (B-SUV, C-SUV und D-SUV).
Unter dem Strich
Endlich gibt die Hybridmarke Toyota auch bei der Elektromobilität Gas. Der Erstling bZ4X blieb mit weniger als 1.600 Verkäufen im Jahr 2024 ein Nischenmodell. Die neue Version ist deutlich besser. Und mit dem C-HR+ hat Toyota nun auch ein kleineres Modell im Köcher, das mit 607 km sogar eine höhere Maximalreichweite bietet.
Zudem scheint die Long-Range-Version günstig zu sein: Knapp 46.000 Euro sind etwa 5.000 Euro weniger als VW für den ID.5 Pro verlangt. Der bietet mehr Power, aber weniger Reichweite und kostet nach Auslaufen des Herstellerrabatts nun 51.270 Euro. Einen Ford Capri mit 210 kW und 627 km Reichweite bekommt man ebenfalls erst ab 51.400 Euro.
Letzte Änderung am 19. März 2026: Informationen von der Fahrvorstellung eingefügt (fehlendes Handschuhfach, maximales Kofferraumvolumen, Zellenzahl, Infos zum Allradantrieb und verlängerte Gültigkeit des Einführungspreises).
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