Toyota Urban Cruiser 2026: Aktionspreise ab 29.471 Euro
Das kleine Elektro-SUV bietet bis zu 426 km Reichweite und drei verschiedene Antriebe (aktualisierte Modellübersicht)
Den Toyota Urban Cruiser gibt es derzeit zu Aktionspreisen ab 29.471 Euro. Das Angebot gilt bei einem Abschluss des Kaufvertrags bis Ende September 2026. Das geht aus den Angaben im Konfigurator hervor. Nach Preisliste kostet die Basisversion 35.990 Euro und damit 4.000 Euro mehr als noch im März.
Bestellbar ist der Toyota Urban Cruiser bereits seit Mai 2025, doch im ganzen ersten Jahr wurden nur zwei Neuzulassungen in Deutschland verzeichnet. Im laufenden Jahr 2026 waren es bis August immerhin 927 Stück. Es gibt drei Motorisierungen und zwei Batterien. Die Basisausstattung heißt Active, die gehobenen Ausstattungen Teamplayer und Lounge.
Maße/Exterieur | Antriebe/Akkus | Interieur | Ausstattungen/Preise
Der bis 2022 gebaute Toyota Urban Cruiser war ein vier Meter langes Verbrenner-SUV, doch die neue Variante ist ein reines Elektroauto. Mit knapp 4,30 Meter kann man das neue Modell als Kompakt-SUV bezeichnen. Es basiert auf dem Urban SUV Concept. Anders als erwartet, hieß die Serienversion nicht bZ2X (was gut zum bZ4X und Chinamodellen wie dem bZ3 gepasst hätte), sondern Urban Cruiser. Auf einen Zusatz wie Elektro, Electric oder e verzichtet der Hersteller. Das Schwestermodell Suzuki eVitara führt dagegen das e im Namen.
Toyota Urban Cruiser
Suzuki eVitara
Maße und Exterieur
Mit 4,28 Meter Länge und 1,64 m Höhe ist das neue Modell etwa so groß wie der Smart #1 und genauso hoch. Der Radstand beträgt wie beim Suzuki eVitara 2.700 mm, Länge und Höhe sind geringfügig größer. Für das Kofferraumvolumen wird neben den 306–310 Litern für aufrecht stehende Rücksitzlehnen noch ein Wert bei umgeklappten Rücksitze von 566 Litern angegeben. Das bezieht sich allerdings auf die Beladung bis zur Gepäckraumabdeckung.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Urban Cruiser | 4.285 mm | 1.800 mm | 1.640 mm | 2.700 mm | 310 Liter |
| Suzuki eVitara | 4.275 mm | 1.800 mm | 1.635 mm | 2.700 mm | k.A. |
| Smart #1 | 4.270 mm | 1.822 mm | 1.636 mm | 2.750 mm | 323–986 Liter |
Das Exterieur wirkt ähnlich kantig wie bei der Studie. Die Räder sind je nach Ausstattung 18 oder 19 Zoll groß. man darf zwischen elf Farbtönen wählen, darunter fünf Zweifarb-Lackierungen mit schwarzem Dach.
Antriebe und Akkus
Technisch ist der Urban Cruiser wie erwähnt ein Schwestermodell des Suzuki eVitara. Die Plattform wurde speziell für batterieelektrische Fahrzeuge entwickelt. Besonderheit: Die Struktur kommt ohne Querträger im Boden aus, sodass mehr Platz für die Batterie zur Verfügung steht.
Drei Motor-Akku-Kombinationen werden angeboten. Inzwischen stehen auch die genauen WLTP-Verbräuche und -Reichweiten fest. Außerdem werden neben den Bruttokapazitäten jetzt auch die Nettowerte genannt:
| FWD Standard Range |
FWD Long Range |
AWD Long Range |
|
| Antrieb | FWD 106 kW | FWD 128 kW | AWD 135 kW |
| Drehmoment | 193 Nm | 193 Nm | 307 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 9,6 Sek. / 150 km/h | 8,7 Sek. / 150 km/h | 7,4 Sek. / 150 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 14,9 kWh | 15,1 kWh | 16,6 kWh |
| Akku netto / brutto | 48 / 49 kWh LFP | 60 / 61 kWh LFP | 60 / 61 kWh LFP |
| WLTP-Reichweite | 344 km | 426 km | 395 km |
Beide Batterien haben eine Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP). Die beiden Fronttriebler dürften die gleiche Motoren-Hardware haben; ein Hinweis darauf ist das gleiche Systemdrehmoment. Die unterschiedliche Systemleistung dürfte durch die maximale Leistungsabgabe der Batterie bedingt sein. Beim Allradler kommt hinten noch Aggregat mit nur 48 kW hinzu. Bei den Motoren handelt es sich laut neuer Preisliste ausnahmslos um Permanentmagnet-Synchronmotoren.
Die angegebenen Reichweiten von 344 km mit dem 48-kWh-Akku bzw. 426 km mit der 61-kWh-Batterie sind etwa so groß wie beim Smart #1. Der schafft mit seiner 47-kWh-Batterie 310 km, mit 62 kWh sind bis zu 440 km möglich. Allerdings ist der Urban Cruiser deutlich schwächer motorisiert: Bei der Einstiegsversion hat der Smart 200 statt 108 kW, beim Topmodell 315 statt 135 kW.
Neu sind auch die Angaben zum Aufladen. Bisher hieß es nur, dass Wechselstrom- und Gleichstromladen serienmäßig möglich sind. Nun werden die folgenden Zahlen genannt:
| FWD Standard Range |
FWD Long Range |
AWD Long Range |
|
| Ladeleistung AC/DC | bis 11 / 53 kW | bis 11 / 67 kW | bis 11 / 67 kW |
| DC-Ladedauer 10-80 % | ca. 45 min | ca. 45 min | ca. 45 min |
| Durchschn. Ladeleistg. | ca. 45 kW | ca. 56 kW | ca. 56 kW |
| Reichweite-Nachladen | 5,4 km/min | 6,6 km/min | 6,1 km/min |
Die DC-Ladedauer ist mit 45 Minuten wirklich lang. Der Wert gilt für beide Akkus. Aus der Nettokapazität der Batterie und der Ladedauer errechnet sich beim kleinen Akku eine durchschnittliche Ladeleistung von etwa 48 kWh × 0,7 / 45 min × 60 min/h = 45 kW, beim großen Akku sind es rund 56 kW. Für ein Stadtauto mag das angehen. Der Renault 5 Electric und der Mini Cooper E kommen auf ähnliche Werte.
Aus den WLTP-Reichweiten und der Ladedauer lassen sich auch Werte fürs Reichweite-Nachladen berechnen. Bei der reichweitenstärksten Version ergeben sich hier 426 km x 0,7 / 45 min = 6,6 km/min. Das bedeutet: Pro Minute Wartezeit kann man durchschnittlich Strom für knapp sieben Kilometer nachladen. Hier hinkt der Urban Cruiser hinterher: Der beste Renault 5 liegt bei 8,8 km/min, der beste Dolphin Surf bei 7,5 km/min.
Alle Versionen bekommen eine Wärmepumpe für die Klimatisierung und eine manuell aktivierbare Batterievorheizung. Außerdem bietet die Allradversion einen Bergabfahrassistent und einen Trail-Modus: Dreht ein Rad durch, wird es abgebremst und das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende Rad umgeleitet. Die Fronttriebler verfügen über einen Schnee-Modus, der laut Toyota "das Antriebsmoment steuert", um die Gefahr durchdrehender Räder auf schneebedeckten Straßen zu verringern. Das bedeutet wohl, dass das Drehmoment einfach verringert wird.
Interieur
Innen gibt es wie üblich zwei Monitore, wobei das 10,25 Zoll große Instrumentendisplay hier niedriger eingebaut wird als der 10,1-Zoll-Touchscreen. Die Fahrmodi P, D, N und R werden mit einem Drehknopf und einer P-Taste in der Mittelkonsole aktiviert. Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation scheint es nicht zu geben.
Dank einer verschiebbaren Rückbank lässt sich das Auto wahlweise für den Transport von Menschen oder Material optimieren. Ungewöhnlich für die Klasse ist, dass sich die Rücksitze im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappen lassen, normalerweise ist nur 40:60 möglich.
Flexibel geteilt umklappbare Rücksitze
Ausstattungen und Preise
Den Toyota Urban Cruiser gibt es in drei Ausstattungen, die nun Active, Teamplayer und Lounge genannt werden. Die Basisausstattung ist nur mit der Basismotorisierung kombinierbar, die Topausstattung nur mit dem Allradantrieb. Die mittlere Motorisierung ist dagegen in zwei Ausstattungen verfügbar:
| FWD Standard Range | FWD Long Range | AWD Long Range | |
| Active | 35.990 Euro (rabattiert 29.471 €) |
— | — |
| Teamplayer | — | 38.990 Euro (rabattiert 32.261 €) |
— |
| Lounge | — | 42.990 Euro (rabattiert 35.980€) |
44.990 Euro (rabattiert 37.841 €) |
Die Basisausstattung Active umfasst unter anderem 18-Zoll-Alufelgen, ein Smart-Key-System, die verschiebbare Rückbank, LED-Scheinwerfer, Parkpiepser vorne und hinten, den 11-kW-Bordlader, eine Wärmepumpe sowie eine Batterievorheizung und den neuen Aufmerksamkeitsassistenten. Das Navi soll eine Laderoutenplanung bieten.
Wer eine Sitzheizung will, muss schon zur Ausstattung Teamplayer greifen. Hier sind auch Lenkrad- und Spiegelheizung an Bord, eine Frontscheibenwischer-Enteisung und eine Fußraumheizung für die zweite Sitzreihe.
Die Top-Ausstattung Lounge bietet zusätzlich ein Glasdach, adaptives Fernlicht, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein 360-Grad-Rundumsicht-System, einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz und ein JBL-Soundsystem. Der Lounge-Version vorbehalten sind auch die Bicolor-Lackierungen.
Was den Marktstart angeht, so wurde er bereits mehrmals verschoben. Ende 2023 hieß es, dass der Urban Cruiser in der ersten Jahreshälfte 2024 starten sollte. Anfang 2024 war dann nur noch von einer Markteinführung im Jahr 2024 die Rede. Im Januar 2025 verkündete die Marke dann, die Auslieferungen an die Kundschaft sollten im Spätsommer 2025 beginnen. Doch auch bis Ende des Jahres wurden wie erwähnt nur zwei Exemplare zugelassen.
Der Urban Cruiser ist das kleinste Modell in der neuen Elektropalette von Toyota, die außerdem das neue Kompakt-SUV C-HR+ umfasst und das Mittelklasse-SUV Toyota bZ4X, der nun ein Facelift mit mehr Power und Reichweite bekommt. Daneben bleibt die Brennstoffzellen-Limousine Mirai auf dem Markt. Bis 2026 will Toyota 15 emissionsfreie Fahrzeuge anbieten, darunter sechs batterieelektrische Fahrzeuge.
Unter dem Strich
Der neue Toyota Urban Cruiser bietet klassentypische Reichweiten, die Antriebe sind allerdings ziemlich schwach. Beim Laden liegt das Modell auf dem Niveau anderer Stadtautos. Interessant machen kann sich das Auto eigentlich nur über den Preis. Hier hilft Toyota derzeit mit Aktionspreisen nach. Ob sie nach Ende September verlängert werden, ist nicht sicher, aber angesichts der vielen Elektroauto-Rabatte auf dem Markt wahrscheinlich.
Letzte Änderung am 10. September 2026: Preise, Rabatte und Zulassungszahlen aktualisiert, durchschnittliche Ladeleistung aufgenommen
Auch interessant
Toyota Corolla Cross EV (2028) als Erlkönig erwischt
Nissan Pixo: Neuer Elektro-Kleinstwagen startet bei 19.990 Euro
Toyota Sora: Neuer Brennstoffzellenbus schafft über 300 km
Audi A2 e-tron: So machen Inverter, Elektromotor und Getriebe ihn effizienter
Opel Grandland Electric: Jetzt optional mit 22-kW-Bordlader erhältlich
Renault Megane und Scenic ab 2028 mit Heckantrieb und bis zu 750 km Reichweite?
VW ID. Polo 2026: Nun gibt es die 85-kW-Version auch in der Ausstattung Life