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Mercedes CLA Shooting Brake: Premiere wohl schon am Dienstag

Überraschung: Kombi soll schon am 15. Juli vorgestellt werden

Mercedes CLA Shooting Brake als Erlkönig
Bild von: Automedia

Update: Der erste Elektro-Kombi von Mercedes wurde tatsächlich am 15. Juli vorgestellt; dazu gibt es einen neuen Artikel.

Der Mercedes CLA als Limousine wurde am 13. März vorgestellt, die Kombiversion folgt offenbar schon am morgigen Dienstag. Das melden die beiden inoffiziellen Mercedes-Portale MBPassion und JesMB. Dass sie Recht haben könnten, zeigen zwei Teaser auf Facebook, in denen der CLA Shooting Brake angekündigt wird – wenngleich ohne Datum.

Dass die Premiere schon jetzt erfolgt, ist eine Überraschung. Denn wie etliche andere Medien hatten wir die Premiere erst für den Herbst erwartet. Aber da muss ja schon wieder das nächste Fahrzeug vorgestellt werden: der GLC mit EQ-Technologie wird am 7. September im Vorfeld der IAA enthüllt.

 

Technische Basis ist die Mercedes Modular Architecture (MMA). Die Antriebe dürften von der Limousine übernommen werden; zu erwarten sind also ein CLA 250+ mit 200-kW-Heckantrieb und ein CLA350 4Matic mit einem 260 kW starken Allradantrieb. Möglicherweise bietet uns Mercedes aber noch eine weitere Version; wegen der bereits aufgetauchten Erlkönige wäre der AMG CLA 45 vorstellbar.

Die Akkus dürften vom normalen Mercedes CLA übernommen werden. Dort wird bislang nur die 85-kWh-Batterie mit NMC-Chemie und Siliciumanode angeboten, der LFP-Energiespeicher mit 58 kWh lässt noch auf sich warten. Die Reichweite mit dem NMC-Akku dürfte wegen der strömungstechnisch nicht ganz so optimalen Karosserie etwas hinter den 792 km der Limousine zurückbleiben. Dafür gibt es mehr Kofferraum hinten: Die Limousine bietet 405 Liter plus einen 101 Liter großen Frunk. Das maximale Volumen bei Beladung bis zum Dach ist noch nicht bekannt; vor allem dieses wird beim Kombi größer sein. 

Die Karosserieform kennen wir von Erlkönigen schon recht gut; im März gelangen Automedia erste Schnappschüsse. Den Nummernschildern nach handelte es sich um die Verbrennerversion, doch die Elektrovariante wird fast genauso aussehen.

Wie beim Coupé wird sich die Silhouette kaum vom aktuellen Modell unterscheiden. Selbst die Überhänge sind nicht kürzer – schließlich muss vorne nach wie vor ein Vierzylinder hineinpassen. Außerdem gehört die gleiche Optik zur neuen Strategie: Verbrenner und Stromer sollen den gleichen Look bekommen. Mercedes stellt sich offenbar vor, dass die Kundschaft zuerst die Marke (natürlich Mercedes), dann die Karosserie und erst als drittes den Antrieb wählt.

Mercedes CLA Shooting Brake als Erlkönig

Mercedes CLA Shooting Brake als Erlkönig

Bild von: Automedia
Aktueller Mercedes CLA Shooting Brake (als Plug-in-Hybrid)

Aktueller Mercedes CLA Shooting Brake (als Plug-in-Hybrid)

Bild von: Mercedes-Benz

Der Erlkönig hat plan integrierte Türgriffe; diese sind wohl (wie bei der Limousine) ab der AMG Line serienmäßig, während die Basisversion Bügelgriffe erhält. Natürlich erhält der Elektro-Kombi das neue "Sternenlicht", also die Lichtsignatur in Form des Markenlogos sowie die mit illuminierten Sternen bedeckten Grill. Das zeigen auch die Teaserbilder.

Mercedes CLA (2025): Das Interieur

Das Cockpit dürfte das gleiche sein wie bei der Limousine

Bild von: Mercedes-Benz

Das Heck wird ähnlich aussehen wie beim aktuellen Modell. Unter einem Dachspoiler wird es ein ziemlich kleines Heckfenster geben. Eine wirklich gute Rundumsicht ist wegen der abfallenden Karosserielinie und den spitz endenden Seitenfenstern nicht zu erwarten – ein Nachteil im Großstadtgetümmel, aber ein (aerodynamischer) Vorteil auf Landstraße und Autobahn. Wie vorne erscheint das Markensymbol auch in den Rücklichtern, hier ist der Stern aber von einem Kreis umgeben.

Mercedes CLA Shooting Brake als Erlkönig

Mercedes CLA Shooting Brake als Erlkönig

Bild von: Automedia
Aktueller Mercedes CLA (als Plug-in-Hybrid)

Aktueller Mercedes CLA (als Plug-in-Hybrid)

Bild von: Mercedes-Benz

Vorne und hinten werden Permanentmagnet-Motoren eingesetzt, wobei bei den Allradlern die vordere Maschine per Disconnect Unit (DCU) abgekoppelt werden kann, während der hintere Antrieb stets mit einem Zweigang-Getriebe kombiniert wird. Beide Antriebseinheiten besitzen effizient arbeitende Siliciumcarbid-Inverter.

Mercedes CLA (2025): Vorschau auf den Elektro-Antriebsstrang

Auf diesem Bild ist die (ziemlich kleine) DCU des Vorderachsantriebs im rechten Bildteil zu sehen

Bild von: Mercedes-Benz

Aufgeladen wird dank 800-Volt-System mit bis zu 320 kW. Der Standard-Ladehub (10-80%) dauert bei der großen Batterie 22 Minuten; damit liegt der Mercedes hier deutlich hinter dem Porsche Taycan und Hyundai Ioniq 5 & Co, die beide nur 18 min brauchen. Aufgeladen wird hinten rechts

Bildergalerie: Mercedes CLA Shooting Brake (Erlkönig)

Unter dem Strich

Die Modell-Pipeline von Mercedes ist prall gefüllt. Deshalb zeigt die Marke den CLA Shooting Brake schon Mitte Juli und nicht erst im Herbst. Optisch ähnelt der Kombi stark dem alten Modell; die Front kennen wir bereits von der Limousine. Das gleiche gilt für die Technik.

So ist das neue Modell bereits größtenteils bekannt. Um trotzdem mehr als ein Achselzucken beim Publikum zu erreichen, könnten wir uns gut ein Schmankerl vorstellen. Da käme die AMG-Version in Frage, die für Emotionen sorgen könnte. Die kleinere Batterie dürfte sich Mercedes für später aufheben; die bekommt wohl nur eine Einstiegsversion, mit der man weniger Geld verdient. Und wann startet der CLA Shooting Brake? Bisher waren wir von 2026 ausgegangen, aber wegen der frühen Vorstellung sind wir uns da jetzt nicht mehr so sicher ...