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BYD Atto 2 nun konfigurierbar – zu Preisen ab 31.990 Euro

Das kleine SUV ist ein Stadt- oder Zweitwagen, und zwar einer mit viel Ausstattung

BYD Atto 2 (2025): Das Exterieur
Bild von: BYD

Der BYD Atto 2 ist nun konfigurierbar. Anders als gedacht, beginnen die Preise nicht bei etwa 30.000, sondern erst bei rund 32.000 Euro. Dafür gibt es einen 4,31 Meter langes Elektro-SUV mit 130-kW-Fronttantrieb. Mit 312 km Reichweite eignet sich das Auto primär als Stadtauto.

Die Blade-Batterie mit LFP-Chemie speichert 45 kWh. Aufgeladen wird sie entweder über Wechselstrom (serienmäßig mit 11 kW) oder mit bis zu 65 kW Gleichstrom. Am Schnelllader soll der Standard-Ladevorgang (10-80%) in 37 Minuten beendet sein. Auch diesen Daten ist zu entnehmen, dass der Atto 2 nicht für die Langstrecke gemacht ist.

BYD Atto 2 (2025): Das Exterieur

Zu den Besonderheiten des Atto 2 gehören die Rücklichter mit einer Lichtsignatur in Form einer liegenden Acht

Bild von: BYD

Angeboten werden zwei Ausstattungen: Active für 31.990 Euro und Boost für 34.990 Euro. Bei unserem Test des Atto 2 im Februar wurden noch 29.990 bzw. 31.990 Euro genannt, allerdings mit dem Hinweis, dass das noch nicht die endgültigen deutschen Preise seien.

Die Ausstattung ist für ein Einsteigermodell hervorragend. Schon Comfort bietet (neben dem erwähnten 11-kW-Bordlader) auch eine Wärmepumpe, 17-Zoll-Alufelgen, LED-Licht mit Lichtsensor, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, ein Smart-Key-System zum Ver- und Entriegeln über NFC, elektrisch verstellbare Vordersitze, ein Glasdach mit elektrischem Rollo, Parkpiepser hinten, Rückfahrkamera, Zu den Assistenzsystemen gehören Abstandstempomat (ACC), Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Anti-Kollisionssystem.

BYD Atto 2 (2025): Das Interieur
Bild von: BYD

Im Cockpit gibt es ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay und einen elektrisch drehbaren Touchscreen (10,1 Zoll), wobei auf Letzterem ein Navigationssystem läuft. Das Handy wird vorne über einen USB-C- oder einen USB-A-Anschluss angestöpselt, hinten gibt es einen weiteren USB-C-Slot. Android Auto und Apple Carplay werden unterstützt.

Bei Boost kommen für 3.000 Euro Aufpreis noch die Anklappfunktion der Spiegel, Sitz- und Lenkradheizung, Ambientelicht, ein größerer Touchscreen (12,8 Zoll), ein Rundumsicht-System und kabelloses Handy-Laden hinzu. Was die Farben angeht, so ist bei beiden Ausstattungen eine dunkelgraue Metallic-Lackierung ohne Aufpreis erhältlich. Alternativ gibt es das eher beigefarbene "Hiking Green" auf unseren Fahrzeugbildern sowie Weiß und Schwarz. Beim Interieur hat man die Wahl zwischen Schwarz und Beige.

Zu den Konkurrenten des Atto 2 gehören unter anderem die kleineren Modelle Fiat Grande Panda, Renault 4 Electric, Ford Puma Gen-E, Smart #1, Kia EV3, sowie größere Autos wie der Opel Frontera Electric. Hier eine kleine Übersicht, bei der wir die Modelle nach Basispreis geordnet haben:

  Länge Kofferraum Leistung Reichweite Basispreis
Fiat Grande Panda 4,00 m 361-1.315 L 83 kW 320 km 24.990 €
Opel Frontera 4,39 m 460-1.251 L  83 kW 305 km 28.990 €
R4 90 kW 4,14 m 420-1.405 L 90 kW 322 km 29.400 €
BYD Atto 2 4,31 m 400-1.340 L 130 kW 312 km 31.990 €
Kia EV3 4,30 m 460-1.251 L  150 kW 408 km 35.990 €
Ford Puma  4,21 m 574-1.283 L 124 kW 347-376 km 36.900 €
Smart #1 4,27 m 323-986 L 200 kW 310 km 36.990 €

Man sieht: In dieser Klasse gibt es ganz verschiedene Charaktere, vom fast schon übermotorisierten Smart #1 bis zum Opel Frontera, der weniger als die Hälfte der Leistung, dafür aber deutlich mehr Kofferraum bietet, vom günstigen Grande Panda für rund 25.000 Euro bis zum 7.000 Euro teureren Smart, vom Frontera mit 305 km Reichweite bis zum EV3, der etwa 100 km mehr schafft. Der Atto 2 liegt preislich etwa in der Mitte unserer kleine Auswahl, die Reichweite ist eher unterdurchschnittlich, aber die Ausstattung wie erwähnt reichhaltig.

Bildergalerie: BYD Atto 2 (Eigene Bilder zum Test)

Unter dem Strich

Ja, die Reichweite des BYD Atto 2 von 312 km ist wirklich nicht besonders, aber auch Elektroautos für die Stadt haben ihren Sinn: Wer das Auto nur als Zweitwagen nutzt, um die Kinder zur Flötenstunde, den Hund zum Frisör und die Einkäufe nach Hause zu schaffen, braucht nicht mehr. Der Preise sind wohl angemessen, zumindest in Anbetracht der Ausstattung.

Schade ist jedoch, dass man die Sitzheizung nur bekommt, wenn man die 3.000 Euro Aufpreis für die gehobene Ausstattung zahlt. Und wer poppige Außenfarben bevorzugt, ist beim Atto 2 falsch – die passen wohl nicht zum Gesamtkonzept des Modells. Solche "Kleinigkeiten" sind vielleicht manchmal entscheidender als der Unterschied zwischen 300 und 350 km Reichweite oder zwischen 90 und 130 kW, zumindest bei einem Stadtauto.